Als England seinen Spielern eigene Handys gab

Kurzüberblick
Vor der Weltmeisterschaft 1998 erhielten die englischen Nationalspieler Mobiltelefone. Steve McManaman zeigte sich wenig beeindruckt von der Qualität der Geräte.
Vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich stattete der englische Fußballverband (FA) seine Nationalspieler mit Mobiltelefonen aus. Die Aktion sollte die Kommunikation während des Turniers erleichtern und den Spielern ein Stück moderne Technologie näherbringen. Doch nicht alle waren von der Qualität der Geräte überzeugt.
McManamans Kritik an den Handys
Der damalige Mittelfeldspieler Steve McManaman, der für den FC Liverpool spielte und später zu Real Madrid wechselte, äußerte sich deutlich enttäuscht. In einem Interview erinnerte er sich: „Die Telefone waren riesig und schwer – wie Ziegelsteine. Man konnte sie kaum in der Tasche tragen, und die Akkulaufzeit war katastrophal.“ McManaman, der für seine technikaffine Art bekannt war, verglich die Geräte mit den damals bereits verbreiteten, kompakteren Modellen und fand sie „peinlich schlecht“.
Hintergrund der Aktion
Die Verteilung der Handys war Teil einer Sponsoringvereinbarung mit einem Telekommunikationsunternehmen. Die FA wollte den Spielern die Möglichkeit geben, während des Turniers mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. 1998 steckte die Mobilfunktechnologie noch in den Kinderschuhen: Die Geräte waren klobig, die Netze instabil und die Kosten pro Minute hoch. Dennoch galt der Schritt als innovativ, da nur wenige Nationalmannschaften zu dieser Zeit auf solche Technologie setzten.
Reaktionen im Team
Während einige Spieler die Handys als nützlich empfanden, teilte McManaman seine Skepsis mit Teamkollegen wie Paul Ince und David Beckham. Beckham, damals 23 Jahre alt und bereits ein Mode-Ikone, soll sich über das Design der Geräte lustig gemacht haben. Die Aktion blieb in Erinnerung als ein kurioses Kapitel der englischen Fußballgeschichte, das zeigt, wie schnell sich die Technologie weiterentwickelt hat.
Die englische Mannschaft erreichte bei der WM 1998 das Achtelfinale, wo sie im Elfmeterschießen gegen Argentinien ausschied. McManaman, der in drei Spielen zum Einsatz kam, erzielte kein Tor. Heute sind Mobiltelefone aus dem Profisport nicht mehr wegzudenken – als Kommunikationsmittel, Trainingshilfe und Marketinginstrument.
Mehr zu diesen Themen
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

Graham Arnold verlängert als irakischer Nationaltrainer
Graham Arnold hat seinen Vertrag als irakischer Nationaltrainer um sechs Monate verlängert. Der Australier bleibt damit bis zur Asienmeisterschaft 2025 im Amt, nachdem er das Team zur ersten WM-Teilnahme seit 40 Jahren geführt hatte.
Englands U20-Frauen: Kader trotz Boykottdrohung benannt
Trotz anhaltender Boykottdrohungen europäischer Verbände hat England seine U20-Frauenmannschaft für die Weltmeisterschaft in Polen benannt. Trainerin Lydia Bedford äußert sich erstmals zur möglichen Blockade und betont den Fokus auf sportliche Vorbereitung.

Bara Sapoko Ndiaye: Senegals neues Juwel im Blick
Mit 18 Jahren und nur vier Bundesliga-Einsätzen wurde Bara Sapoko Ndiaye für die WM 2026 nominiert. Der Senegalese überzeugte beim Turnier und hat nun einen festen Vertrag beim FC Bayern. Seine Entwicklung zeigt den Aufbruch des senegalesischen Fußballs in eine neue Ära.



