Stadien mit den meisten WM-Spielen

Kurzüberblick
Das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt führt die Liste der Stadien mit den meisten FIFA-Weltmeisterschaftsspielen an. Mit 24 Partien über drei Turniere hinweg liegt es deutlich vor dem Maracanã in Rio de Janeiro.
Die FIFA-Weltmeisterschaft ist das größte Sportereignis der Welt, und einige Stadien haben im Laufe der Jahrzehnte eine besondere Rolle gespielt. Sie waren Schauplatz unvergesslicher Finals, dramatischer Elfmeterschießen und historischer Überraschungen. Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Spielstätten, die im Laufe der Turniergeschichte die meisten WM-Spiele ausgerichtet haben.
Die Spitzenreiter: Estadio Azteca und Maracanã
An der Spitze thront das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt. Mit beeindruckenden 24 WM-Spielen – ausgetragen bei den Turnieren 1970, 1986 und 2026 – ist es das Stadion mit den meisten WM-Partien weltweit. Das 1966 eröffnete Stadion war Zeuge von Fußballgeschichte: Hier gewann Brasilien 1970 seinen dritten Titel, und 1986 krönte sich Argentinien mit Diego Maradona zum Weltmeister. Bei der WM 2026 trug es den Namen „Mexico City Stadium“.
Das Maracanã in Rio de Janeiro folgt mit 15 Spielen. Das 1950 eröffnete Stadion war Austragungsort des legendären „Maracanazo“, als Uruguay im Finale Brasilien mit 2:1 besiegte. 2014 fanden hier erneut WM-Spiele statt, darunter das Finale, in dem Deutschland Argentinien in der Verlängerung mit 1:0 bezwang.
Weitere traditionsreiche Stadien
Hinter den beiden Giganten reihen sich weitere bekannte Arenen ein. Das Estadio Jalisco in Guadalajara (14 Spiele) und das Nou Camp in León (11 Spiele) waren wichtige Spielorte der Turniere 1970 und 1986. Das Estadio Centenario in Montevideo, eröffnet 1929, war das Hauptstadion der ersten WM 1930 und beherbergte zehn Spiele, darunter das Finale. Auch das Estadio Nacional in Santiago (Chile) und das Lusail Stadium in Katar erreichten jeweils zehn Spiele – letzteres war das Finalstadion der WM 2022.
In Deutschland gehören das Neckarstadion (Stuttgart), das Waldstadion (Frankfurt) und das Westfalenstadion (Dortmund) zu den meistgenutzten WM-Spielstätten, jeweils mit zehn Partien. Sie waren Schauplätze der Turniere 1974 und 2006.
Weitere Stadien mit neun Spielen
Mehrere Stadien kommen auf neun WM-Spiele: das Al Bayt Stadium in Al Khor (Katar), das Dallas Stadium in Arlington (USA), das Estadio Monumental in Buenos Aires, das Olympiastadion in Berlin, der Parc des Princes in Paris, der Parc Lescure in Bordeaux, das Stade de France in Saint-Denis, das Stade Vélodrome in Marseille, das Stadio San Siro in Mailand und das Wembley Stadium in London. Diese Stadien repräsentieren die globale Vielfalt der WM-Austragungsorte und haben jeweils eigene Geschichten geschrieben.
Die Estadio Azteca im Detail
Das Estadio Azteca, 1966 eröffnet, ist mehr als nur ein Stadion – es ist ein Symbol des mexikanischen Fußballs. Bei der WM 1970 fanden hier zehn Spiele statt, darunter das berühmte „Jahrhundertspiel“ zwischen Italien und Westdeutschland (4:3 n.V.) und das Finale, in dem Brasilien Italien mit 4:1 besiegte. 1986 kamen weitere zehn Spiele hinzu, inklusive des Viertelfinals Argentinien gegen England, in dem Maradona das „Hand Gottes“-Tor erzielte. Bei der WM 2026 fanden vier weitere Spiele statt, darunter ein Achtelfinale zwischen Mexiko und England.
Maracanã: Ein Mythos in Rio
Das Maracanã, offiziell Estádio Jornalista Mário Filho, wurde 1950 für die WM eröffnet und war Schauplatz des tragischen Finales für Brasilien. 2014 wurde es modernisiert und war erneut Austragungsort von 15 Spielen, darunter das Finale. Die Atmosphäre in diesem Stadion ist legendär und zieht Fans aus aller Welt an.
Weitere bemerkenswerte Stadien
Das Estadio Jalisco in Guadalajara, eröffnet 1960, war 1970 und 1986 Austragungsort von 14 Spielen. Das Nou Camp in León, eröffnet 1967, beherbergte 1970 und 1986 insgesamt elf Spiele. Das Estadio Centenario in Montevideo, eröffnet 1929, war das Hauptstadion der ersten WM und ist heute ein UNESCO-Weltkulturerbe. Das Estadio Nacional in Santiago, eröffnet 1938, war 1962 Austragungsort von zehn Spielen, darunter das Finale zwischen Brasilien und der Tschechoslowakei.
Das Lusail Stadium in Katar, eröffnet 2021, war das Herzstück der WM 2022 und Gastgeber von zehn Spielen, einschließlich des Finals, in dem Argentinien Frankreich im Elfmeterschießen besiegte. In Deutschland sind das Neckarstadion (heute MHPArena), das Waldstadion (heute Deutsche Bank Park) und das Westfalenstadion (heute Signal Iduna Park) allesamt traditionsreiche Arenen, die bei den WMs 1974 und 2006 eine wichtige Rolle spielten.
Die Liste der Stadien mit den meisten WM-Spielen zeigt, wie sich die Weltmeisterschaft über Kontinente und Generationen erstreckt hat. Jede dieser Spielstätten hat eigene Geschichten von Triumph und Tragödie erlebt und bleibt unvergessen in den Herzen der Fußballfans.
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