Die meisten WM-Tore aus der Distanz

Kurzüberblick
Lionel Messi führt die Liste der Spieler mit den meisten WM-Toren aus der Distanz an. Der Argentinier erzielte sieben Treffer außerhalb des Strafraums. Dahinter folgen Rivellino, Forlán, Matthäus, Rahn und Tichy mit jeweils vier Toren.
Bei Fußball-Weltmeisterschaften sind Tore aus der Distanz oft die spektakulärsten. Sie erfordern Weitsicht, Technik und Mut. Eine besondere Auswertung zeigt nun, welche Spieler in der Geschichte der WM die meisten Tore von außerhalb des Strafraums erzielt haben. Angeführt wird diese Liste von Lionel Messi, der bei seinen fünf WM-Teilnahmen insgesamt sieben Mal aus der Distanz traf.
Die Top-Scorer aus der Distanz
Lionel Messi steht mit sieben Treffern an der Spitze. Der Argentinier erzielte diese Tore bei den Turnieren 2014, 2022 und 2026. Bei der WM 2014 traf er gegen Bosnien-Herzegowina, den Iran und Nigeria jeweils einmal aus der Distanz. 2022 folgte ein Treffer gegen Mexiko. Bei der WM 2026 gelangen ihm zwei weitere Distanztore gegen Algerien und Jordanien.
Hinter Messi folgt der Brasilianer Rivellino mit fünf Toren aus der Distanz. Rivellino, bekannt für seine gefürchteten Freistöße, traf bei den Weltmeisterschaften 1970 und 1974 jeweils aus der zweiten Reihe. Seine Tore erzielte er gegen die Tschechoslowakei, Uruguay, Zaire, Ostdeutschland und Argentinien.
Mit jeweils vier Toren aus der Distanz folgen Diego Forlán (Uruguay), Lothar Matthäus (Deutschland), Helmut Rahn (Deutschland) und Lajos Tichy (Ungarn). Forlán traf bei den Turnieren 2002, 2010 und 2014, wobei er besonders bei der WM 2010 in Südafrika glänzte. Matthäus erzielte seine Distanztore bei den Weltmeisterschaften 1986 und 1990, darunter zwei Treffer gegen Jugoslawien. Helmut Rahn, der Held des „Wunders von Bern“ 1954, traf auch 1958 aus der Distanz. Lajos Tichy war bei den Turnieren 1958 und 1962 erfolgreich.
Weitere Spieler mit drei Distanztoren
Mehrere Spieler teilen sich den siebten Platz mit jeweils drei Toren aus der Distanz. Dazu gehören Bobby Charlton (England), Teófilo Cubillas (Peru), Dirceu (Brasilien), Garrincha (Brasilien), Kylian Mbappé (Frankreich) und David Villa (Spanien).
Bobby Charlton traf bei den Weltmeisterschaften 1962 und 1966, darunter zwei Tore bei der Heim-WM 1966. Teófilo Cubillas erzielte seine Distanztore 1970 und 1978, wobei er 1978 gegen Schottland zwei Mal traf. Dirceu, ein Mittelfeldspieler, war bei der WM 1978 in Argentinien erfolgreich. Garrincha, einer der größten Dribbler der Fußballgeschichte, traf 1962 und 1966 aus der Distanz. Kylian Mbappé, der bereits bei der WM 2018 und 2026 traf, hat ebenfalls drei Distanztore auf seinem Konto. David Villa erzielte seine Tore bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010.
Hintergrund und Bedeutung
Die Fähigkeit, aus der Distanz zu treffen, ist eine besondere Qualität im Fußball. Sie kann Spiele entscheiden, wenn sich die gegnerische Abwehr tief in den eigenen Strafraum zurückzieht. Viele der genannten Spieler waren bekannt für ihre Schusskraft und Präzision. Rivellino und Matthäus waren berühmt für ihre gefürchteten Distanzschüsse, während Messi und Mbappé auch aus der zweiten Reihe immer wieder für Gefahr sorgen.
Die Statistik zeigt auch, dass Distanztore nicht nur bei Freistößen fallen, sondern oft aus dem Spiel heraus. Viele dieser Tore entstanden nach Dribblings oder Kombinationen, die den Schützen in eine gute Schussposition brachten. Die Liste wird sich in Zukunft sicherlich verändern, da junge Spieler wie Mbappé noch viele Weltmeisterschaften vor sich haben.
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