Messi, Dembélé und mehr: Alle Weitschüsse der WM 2026

Kurzüberblick
Die FIFA zeigt alle 43 Tore von außerhalb des Strafraums bei der WM 2026. Lionel Messi stellte mit sechs Weitschusstoren einen neuen Rekord auf, während die Torquote aus der Distanz im Vergleich zu 2022 von 8 auf 16 Prozent stieg.
Die FIFA hat eine Zusammenstellung aller 43 Tore von außerhalb des Strafraums bei der Weltmeisterschaft 2026 veröffentlicht. Das Video zeigt spektakuläre Treffer von Stars wie Lionel Messi, Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé. „Die Qualität der Schüsse war bei diesem Turnier großartig“, sagte Jürgen Klinsmann, Mitglied der Technischen Studiengruppe der FIFA. „Es macht Spaß, das als Trainer zu sehen – wir haben einige wunderschöne Tore auf diese Weise gesehen. Sie haben wirklich Raketen von außerhalb des Strafraums abgefeuert.“
Steigende Effizienz bei Distanzschüssen
Die von der Technischen Studiengruppe während des Turniers gesammelten Daten zeigten mehrere interessante Trends, insbesondere bei Toren aus der Distanz. Während der Anteil der Schüsse von außerhalb des Strafraums im Vergleich zur WM 2022 nahezu unverändert blieb, verdoppelte sich die Torquote von acht auf beachtliche 16 Prozent. „Es gab eine etwas defensive Haltung bei vielen Trainern mit einer tiefen Verteidigung“, erklärte Klinsmann. „Es gab mehr Tore aus der Distanz, aus 20 bis 22 Metern durch viele Spieler hindurch, was es für Torhüter sehr schwierig macht.“
Denkwürdige Treffer im Turnierverlauf
Vanakens Weitschuss gegen die USA
Im Achtelfinale bewahrte Hans Vanaken die Ruhe, nachdem Torhüter Matt Freese einen Fehler unterlaufen war, und traf aus 35 Metern zum 3:1 für Belgien. Dank dieses Tores zogen die Roten Teufel letztlich souverän gegen die USA ins Viertelfinale ein.
Elangas entscheidender Ausgleich für Schweden
Am letzten Spieltag der Gruppenphase benötigte Schweden mindestens einen Punkt, um als einer der acht besten Gruppendritten ins Achtelfinale einzuziehen. Nach einer Stunde lag Schweden 0:1 zurück, doch dann trat Anthony Elanga auf den Plan. Nach einem Pass von Viktor Gyökeres zog der Flügelspieler von der rechten Seite an die Strafraumgrenze und schlenzte einen unhaltbaren Ausgleich ins Tor, der sein Land in die nächste Runde brachte.
Historisches erstes WM-Tor für Cabo Verde
WM-Neuling Cabo Verde hatte mit einem torlosen Unentschieden im Auftaktspiel gegen den späteren Weltmeister Spanien für Aufsehen gesorgt, musste aber bis zum zweiten Spiel gegen Uruguay auf das erste WM-Tor warten. Es war die Wartezeit wert. In der 21. Minute hämmerte Kevin Pina einen direkten Freistoß aus über 30 Metern flach ins rechte untere Eck und löste wilde Jubelszenen aus.
Messi bricht Rekord von Rivellino
Vor Turnierbeginn hielt die brasilianische Legende Rivellino mit fünf Toren von außerhalb des Strafraums bei WM-Endrunden den Rekord. Lionel Messi egalisierte diese Marke bereits am ersten Spieltag mit einem herausragenden Weitschuss zum 1:0 gegen Algerien und stellte im dritten Gruppenspiel einen neuen Rekord auf, als er einen cleveren Freistoß um die Mauer Jordaniens zirkelte.
Isidors Traumtor für Haiti
Haiti hatte seine ersten beiden Spiele ohne Torerfolg verloren und wartete im letzten Gruppenspiel gegen Marokko noch auf das erste WM-Tor. Der Bann wurde bereits in der 10. Minute durch ein Eigentor von Yassine Bounou gebrochen, doch der Höhepunkt des Turniers für Haiti war Wilson Isidors Treffer kurz vor der Pause: Nach einem Pass von Jean-Kévin Duverne nahm der Stürmer den Ball direkt an der Strafraumgrenze an und donnerte einen unhaltbaren Schuss mit 120 km/h in den linken Winkel.
Dembélés Effet-Tor gegen Marokko
Im Viertelfinale gegen Marokko mühte sich Frankreich lange, ehe Kylian Mbappé den Bann brach und Les Bleus in Führung brachte. Didier Deschamps‘ Team gab sich nicht mit einem Tor zufrieden. Nur wenige Minuten später dribbelte Ousmane Dembélé an die Strafraumgrenze und schob einen flachen Schuss am Torwart vorbei zum 2:0. Der Ball rotierte mit über 19 Umdrehungen pro Sekunde, sodass Bounou ihn trotz Fingerspitzenberührung nicht halten konnte.
Fernández‘ Ausgleich im Halbfinale
Der wahre Wert eines Tores lässt sich nie allein mit Statistiken messen. Dennoch gibt es kaum wichtigere Treffer als jene, die einer Mannschaft den Weg ins WM-Finale ebnen. Enzo Fernández erzielte genau so ein Tor kurz vor Ende der regulären Spielzeit im Halbfinale zwischen Argentinien und England. Bei einem 0:1-Rückstand zog Messi in der 85. Minute mehrere Gegenspieler auf sich, bevor er zu Fernández in die Mitte passte. Der Mittelfeldspieler nahm den Ball an und hämmerte einen kraftvollen Schuss an Jordan Pickford vorbei zum Ausgleich. Lautaro Martínez köpfte in der Nachspielzeit den Siegtreffer für Argentinien.
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