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FIFA porträtiert zehn Stars der Women's AFCONDie Women's AFCON 2026 endete mit dem Titelgewinn Kameruns. FIFA stellt zehn herausragende Spielerinnen vor, die mit ihren Leistungen den Weg zur WM 2027 ebneten./images/de/2026/08/fifa-portratiert-zehn-stars-der-women-s-afcon-d3f24219-800w.webpFIFA porträtiert zehn Stars der Women's AFCON

FIFA porträtiert zehn Stars der Women's AFCON

Aktualisiert 5 min read
Eine Collage mit Porträts von zehn afrikanischen Fußballerinnen in Nationaltrikots, darunter Temwa Chawinga und Michaely Bihina, vor einem

Kurzüberblick

Die Women's AFCON 2026 endete mit dem Titelgewinn Kameruns. FIFA stellt zehn herausragende Spielerinnen vor, die mit ihren Leistungen den Weg zur WM 2027 ebneten.

Ein Turnier der Superlative

Die Women's Africa Cup of Nations 2026 endete am vergangenen Wochenende mit einem historischen Finale in Rabat: Kamerun besiegte Malawi mit 3:0 und sicherte sich zum ersten Mal den kontinentalen Titel. Die Indomitable Lionesses kehrten nicht nur mit der Trophäe, sondern auch mit mehreren individuellen Auszeichnungen in die Heimat zurück. Doch der Wettbewerb war weit mehr als eine One-Show: Malawi feierte ein beeindruckendes Debüt, Algerien erreichte das beste Ergebnis seiner Geschichte, und Marokko begeisterte das heimische Publikum. Diese vier Nationen sicherten sich das direkte Ticket für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ in Brasilien. Südafrika und Ghana hingegen zogen in das FIFA Play-Off-Turnier ein.

Die FIFA hat nun zehn Spielerinnen porträtiert, die mit ihren außergewöhnlichen Leistungen die Herzen der Fans im Sturm eroberten und maßgeblich zum Erfolg ihrer Teams beitrugen.

Die Stars im Porträt

Monique Ngock – Kameruns Herzstück

Vor dem Turnier hatte Monique Ngock bescheiden angekündigt: „Wir sagen nicht, dass wir die AFCON gewinnen werden, aber das ist eine neue Chance, und wir müssen sie nutzen, um eine andere Seite von uns zu zeigen.“ Diese Worte wirken im Nachhinein bemerkenswert untertrieben. Kamerun war nach einer 1:3-Niederlage in der Qualifikation gegen Algerien zunächst ausgeschieden, erhielt aber eine zweite Chance und nutzte sie eindrucksvoll. Ngock war das Herzstück des Teams: unermüdlich im Mittelfeld, körperlich präsent, gewann Zweikämpfe und trieb das Spiel stets nach vorne. Ihre Allround-Leistung wurde mit der Auszeichnung als Spielerin des Turniers belohnt.

Temwa Chawinga – Torschützenkönigin mit Klasse

Die jüngere der Chawinga-Schwestern sicherte sich mit fünf Toren und zwei Vorlagen die Torjägerkrone und setzte sich damit gegen Marie Ngah Manga aus Kamerun und Barbra Banda aus Sambia durch. Die Stürmerin von Kansas City Current (NWSL) war im gesamten Turnier eiskalt vor dem Tor: Ihr Doppelpack beim sensationellen 3:2-Sieg gegen Nigeria war ebenso entscheidend wie ihre Treffer im Viertel- und Halbfinale. Mit ihrer ständigen Gefahr für die gegnerischen Abwehrreihen war sie der Motor für den historischen Lauf der Scorchers.

Michaely Bihina – Kameruns Mauer

Kamerun kassierte in sechs Spielen nur zwei Gegentore – ein Verdienst, der zu großen Teilen der Torhüterin Michaely Bihina von SL Benfica zuzuschreiben ist. Nach der Gruppenphase blieb sie ohne Gegentor, obwohl sie gegen Nigeria, Marokko und Malawi spielte. Im Halbfinale gegen Marokko hielt die 22-Jährige in der Verlängerung einen Elfmeter von Fatima Tagnaout und parierte im anschließenden Elfmeterschießen drei weitere Schüsse. Fabrice Ondoa, Afrikameister von 2017 mit Kamerun, brachte die allgemeine Begeisterung auf den Punkt: „Glückwunsch, Mädels. Michaely Bihina, die Torhüterin des Volkes.“

Marine Dafeur – Algeriens Dirigentin

Marine Dafeurs traumhafter Freistoß gegen Kenia in der Gruppenphase war womöglich das Tor des Turniers und verbreitete sich in den sozialen Medien rasant. Doch die ehemalige Mittelfeldspielerin von Lille zeigte weit mehr als nur einen spektakulären Treffer. Sie lenkte das Spiel Algeriens aus dem Zentrum, brachte Intelligenz, Biss und Balance in ein Team, das erstmals das Podium erreichte und sich erstmals für eine Frauen-Weltmeisterschaft qualifizierte.

Hanane Ait El Haj – Marokkos Antreiberin

Offensivfreudige Außenverteidigerinnen sind ein Markenzeichen der marokkanischen Nationalteams, und Kapitänin Hanane Ait El Haj verkörpert dieses Profil perfekt. Mit fünf Vorlagen und einem Tor war sie eine der treibenden Kräfte der Atlas-Löwinnen und eine klare Führungspersönlichkeit auf und neben dem Platz. Die Neuzugang von Deportivo Alavés versorgte ihre Mitspielerinnen immer wieder mit präzisen Flanken oder zog selbst in die Tiefe. In Brasilien wird man sie erneut im Blick behalten.

Tabitha Chawinga – Malawis Hoffnungsträgerin

Die Stürmerin von OL Lyon kam zu Malawis erstem Women's AFCON mit großen Erwartungen und erfüllte sie voll und ganz. Als Aushängeschild der Turnierdebütanten beeindruckte sie mit ihrer unermüdlichen Bewegung in der Offensive. Statt nur auf dem Flügel zu bleiben, wechselte sie regelmäßig die Positionen mit ihrer Schwester Temwa, um die Abwehrreihen zu verunsichern. Ihre vier Tore waren entscheidend für den bemerkenswerten Lauf des Teams von Lovemore Fazili und die Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft.

Thembi Kgatlana – Südafrikas Dauerbrennerin

Thembi Kgatlana hat bereits an den FIFA Frauen-Weltmeisterschaften 2019 und 2023 teilgenommen und strebt nun ihre dritte Teilnahme an. Banyana Banyana verlor im Viertelfinale gegen Marokko mit 1:2, trotz eines Tores ihrer Starstürmerin, und zog dennoch in die Vorrunde des FIFA Play-Off-Turniers ein. Die Angreiferin von Tigres UANL gab alles, wie ihr Tor gegen Burkina Faso zeigte, das Südafrika half, die Gruppenphase zu überstehen. Vier Tore insgesamt bestätigten, dass Kgatlana erneut lieferte, wenn es darauf ankam.

Melissa Bethi – Frankreichs Export nach Washington

Nach ihrer herausragenden Saison bei FC Nantes in der französischen Top-Liga bestätigte Melissa Bethi bei dieser AFCON, dass sie auch auf internationaler Bühne glänzen kann. Die Absolventin der Lyon-Akademie wurde meist in ihrer bevorzugten Rolle als Zehnerin eingesetzt, zeigte aber auch Anpassungsfähigkeit, wenn sie etwas tiefer agierte. Die neue Spielerin von Washington Spirit verlieh ihrer Nationalmannschaft mit ihrer feinen Technik und Übersicht eine neue Qualität. Sie verlässt das Turnier mit einer Bronzemedaille, einem Tor im Eröffnungsspiel gegen Senegal und vielversprechenden Aussichten für Brasilien 2027.

Rosella Ayane – Marokkos Vollstreckerin

„Wir wollen unseren Fußball in Brasilien zeigen“, sagte die marokkanische Stürmerin vor dem Turnier – und ihr Wunsch erfüllte sich: Mit dem Einzug ins Halbfinale sicherten sich die Atlas-Löwinnen die zweite Teilnahme in Folge an einer Frauen-Weltmeisterschaft. Die Flügelspielerin von CD Teneriffa war zentral am Erfolg der Gastgeberinnen beteiligt. Nach ihrem Tor im Eröffnungsspiel gegen Kenia traf sie auch im Viertelfinale gegen Südafrika, als sie eine Flanke von Hanane Ait El Haj per Volley verwertete und Marokko das Ticket für Brasilien 2027 löste.

Evelyn Badu – Ghanas Wirbelwind

Evelyn Badu patrouillierte während des gesamten Turniers unermüdlich auf dem rechten Flügel, sorgte für Unruhe und lieferte präzise Flanken. Mit etwas mehr Glück ihrer Mitspielerinnen wäre sie die führende Vorlagengeberin dieser AFCON gewesen – und das mit deutlichem Abstand. Ihre ständigen Vorstöße verunsicherten jede Abwehr, auch die der späteren Finalisten Kamerun und Malawi, gegen die die Black Queens nur mit einem Tor Unterschied verloren. Die Stürmerin von Al Ahli ist entschlossen, Ghana durch die Vorrunde des FIFA Play-Off-Turniers zu führen und erstmals seit 2007 wieder zu einer Weltmeisterschaft zu bringen.

Fotos: CAF

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