K.o.-Phase beginnt: Englands Weg ins Finale

Kurzüberblick
England hat die Gruppenphase der WM als Gruppensieger abgeschlossen. Nun steht der Weg ins Finale fest: Zuerst trifft das Team von Thomas Tuchel auf die DR Kongo, dann warten möglicherweise Mexiko, Brasilien und Argentinien.
Die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft ist eingeläutet, und England hat sich durch den Gruppensieg für die Runde der letzten 32 qualifiziert. Die Three Lions zeigten nicht durchgehend Topform, aber mit sieben Punkten aus drei Spielen reichte es, um Kroatien (Zweiter), Ghana (Dritter) und Panama (Letzter) hinter sich zu lassen. Nun kennt das Team von Thomas Tuchel den Weg, den es bewältigen muss, um das Finale zu erreichen – es wäre das dritte große Turnierfinale des Jahrzehnts für England.
Auftakt gegen die DR Kongo
Am Mittwoch, den 1. Juli, um 17:00 Uhr BST trifft England in Atlanta auf die DR Kongo. Die Leoparden beendeten die Gruppe K auf dem dritten Platz, nachdem sie gegen Portugal unentschieden gespielt, gegen Kolumbien verloren und Usbekistan besiegt hatten. Mit einem Weltranglistenplatz 46 und nur drei Gegentoren in der Gruppenphase haben sie sich den Einzug in die K.o.-Runde verdient. Das Team verfügt über reichlich Premier-League-Erfahrung, darunter Stürmer Yoane Wissa (Newcastle), Verteidiger Aaron Wan-Bissaka (West Ham), Innenverteidiger Axel Tuanzebe (Burnley) und Linksverteidiger Arthur Masuaku (Sunderland). Die DR Kongo war 1974 unter dem Namen Zaire das erste Team aus Subsahara-Afrika, das sich für eine WM qualifizierte. Nun, bei ihrer zweiten WM-Teilnahme, stehen sie erstmals in der K.o.-Phase. Im Januar waren sie im Afrika-Cup im Achtelfinale gegen Algerien ausgeschieden.
Mögliche Gegner im Achtelfinale
Sollte England die erste Hürde nehmen, wartet am Montag, den 6. Juli, um 01:00 Uhr BST ein mögliches Duell mit Co-Gastgeber Mexiko. Mexiko ist eines von nur drei Teams, das alle drei Gruppenspiele gewonnen hat. Begünstigt durch Heimspiele – alle drei Partien fanden auf eigenem Boden statt – und auch die K.o.-Spiele werden im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt ausgetragen, das 87.500 Zuschauer fasst. Mexiko steht auf Platz 9 der Weltrangliste und hat seit einer 0:2-Niederlage gegen Honduras im November 2024 (Hinspiel des Concacaf-Nations-League-Viertelfinals) kein Pflichtspiel mehr verloren – eine Serie von 12 Spielen ohne Niederlage. Der Gegner im letzten 32, Ecuador, belegte nach einem dramatischen 2:1-Sieg gegen Deutschland am letzten Spieltag den dritten Platz in Gruppe E. Ecuador hat seit über zwei Jahren in keinem Spiel mehr als ein Gegentor kassiert – eine Serie von 26 Partien. Das Estadio Azteca liegt auf über 2.100 Metern Höhe, was bei ungewohnten Spielern zu Kurzatmigkeit, erhöhtem Puls und Ermüdung führen kann.
Viertelfinale: Brasilien oder andere Schwergewichte
Am Samstag, den 11. Juli, um 22:00 Uhr BST könnte es im Viertelfinale ernst werden. Der fünfmalige Weltmeister Brasilien liegt in Englands Turnierhälfte und wäre ein möglicher Gegner – vorausgesetzt, Carlo Ancelottis Team besiegt im letzten 32 Japan. Brasilien gewann Gruppe C (Schottland ausgeschaltet), zeigte sich aber beim 1:1 gegen Marokko im Auftaktspiel angreifbar. Japan hingegen überzeugte taktisch und technisch als Gruppenzweiter hinter den Niederlanden in Gruppe F und ist seit 16 Spielen ungeschlagen – darunter ein 1:0-Sieg im Freundschaftsspiel gegen England im März im Wembley-Stadion. Weitere mögliche Viertelfinalgegner sind die Elfenbeinküste und Norwegen, die im letzten 32 aufeinandertreffen. Die Elfenbeinküste verfügt über beeindruckende Angreifer wie Teenager-Superstar Yan Diomande (RB Leipzig), Ange-Yoan Bonny (Inter Mailand) und Amad Diallo (Manchester United) und wurde Gruppenzweiter hinter Deutschland. Norwegen, das zum ersten Mal seit 1998 wieder bei einer WM dabei ist, belegte hinter Frankreich den zweiten Platz in Gruppe I. Mit Erling Haaland (Manchester City) im Sturm wäre Norwegen eine ernstzunehmende Gefahr. Sollte England diese Runde erreichen, findet das Spiel in Miami statt.
Halbfinale: Titelverteidiger Argentinien als möglicher Gegner
Am Mittwoch, den 15. Juli, um 20:00 Uhr BST könnte es im Halbfinale zum Showdown mit dem Titelverteidiger kommen. Argentinien gewann alle drei Gruppenspiele, angeführt vom 39-jährigen Lionel Messi, der fünf Tore erzielte. Im letzten 32 trifft Argentinien auf Überraschungsteam Kap Verde, danach im Achtelfinale auf den Sieger aus Australien gegen Ägypten. Ebenfalls in dieser Hälfte: Kolumbien, das seine Gruppe vor Portugal gewann (zwei Siege aus drei Spielen) und im Viertelfinale auf Argentinien treffen könnte, falls beide ihre ersten beiden K.o.-Spiele gewinnen. Weitere mögliche Halbfinalgegner sind die Schweiz, Algerien und Ghana, die alle in derselben Turnierhälfte wie England stehen. Ein Halbfinaleinzug würde Englands Rückkehr nach Atlanta bedeuten, wo auch das letzte 32-Spiel stattfand.
Der Traum vom Finale
Am Sonntag, den 19. Juli, um 20:00 Uhr BST steigt das Finale in New Jersey vor 82.500 Fans. Alle 16 Teams der anderen Turnierhälfte kommen als Gegner in Frage. Zu den stärksten Mannschaften, denen England frühestens im Finale begegnen könnte, zählen Frankreich (Weltmeister 2018, Finalist 2022), Deutschland (Weltmeister 2014) und Spanien (Weltmeister 2010). Frankreich und Deutschland treffen im Achtelfinale aufeinander, falls beide ihre ersten K.o.-Spiele gewinnen. Die Niederlande haben im letzten 32 eine schwere Aufgabe gegen Marokko. Der Sieger dieser Partie könnte im Viertelfinale auf Frankreich oder Deutschland treffen, der Gewinner dann im Halbfinale wohl auf Spanien. Spanien spielt im Achtelfinale gegen Portugal, falls beide ihre ersten K.o.-Spiele gewinnen – Spanien trifft auf Österreich, Portugal auf Kroatien. Weitere Teams in der anderen Hälfte sind Paraguay, Schweden, Südafrika, Kanada, USA, Bosnien-Herzegowina, Belgien und Senegal.
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