Alles zur Frauen-WM 2027 in Brasilien

Kurzüberblick
Die 10. Frauen-Weltmeisterschaft findet vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 in Brasilien statt. Acht Stadien, die bereits bei der Männer-WM 2014 genutzt wurden, sind als Spielorte vorgesehen. Erfahren Sie hier alles zu Qualifikation, Teilnehmern und Spielstätten.
Die 10. Auflage der Frauen-Weltmeisterschaft wird in Brasilien ausgetragen. Das Turnier ist für den Zeitraum vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 geplant. Es ist das zweite und letzte Mal, dass 32 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen, bevor das Turnier 2031 auf 48 Teams erweitert wird.
Spielorte und Stadien
Im Mai 2025 gab der Weltfußballverband Fifa bekannt, dass acht Städte als Austragungsorte dienen werden: Belo Horizonte, Brasilia, Fortaleza, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Salvador und São Paulo. Alle acht Stadien wurden bereits bei der Männer-Weltmeisterschaft 2014 genutzt. Das legendäre Maracanã in Rio de Janeiro, das bereits die Finalspiele der Männer-Weltmeisterschaften 1950 und 2014 ausrichtete, ist mit einer Kapazität von 78.838 Zuschauern das größte ausgewählte Stadion. Es war auch Schauplatz des olympischen Frauenfußball-Finales 2016.
Die acht Stadien im Überblick
- Estádio Mineirão, Belo Horizonte
- Estádio Nacional, Brasília
- Arena Castelão, Fortaleza
- Estádio Beira-Rio, Porto Alegre
- Arena de Pernambuco, Recife
- Estádio do Maracanã, Rio de Janeiro
- Arena Fonte Nova, Salvador
- Arena Itaquera, São Paulo
Qualifikation und Teilnehmer
Insgesamt werden 32 Mannschaften aus sechs Konföderationen sowie über das interkontinentale Play-off-Turnier qualifiziert. Die Verteilung der Startplätze: Europa erhält elf Plätze, Asien sechs, Afrika vier, Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik vier, Südamerika drei und Ozeanien einen. Drei weitere Plätze werden über das interkontinentale Play-off-Turnier vergeben.
Bereits qualifizierte Mannschaften
Gastgeber Brasilien ist automatisch qualifiziert. Aus Europa haben sich Frankreich, Dänemark, Deutschland und Spanien direkt qualifiziert. Aus Asien sind Australien, China, Südkorea, Japan, die Philippinen und Nordkorea dabei. Aus Afrika haben sich Algerien, Marokko, Kamerun und Malawi qualifiziert. Aus Südamerika sind neben Brasilien auch Argentinien und Kolumbien qualifiziert. Neuseeland vertritt Ozeanien. Aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik und aus dem interkontinentalen Play-off-Turnier sind noch keine Teams qualifiziert.
Europäische Qualifikation
Die erste Runde der europäischen Qualifikation fand zwischen März und Juni 2026 statt. 53 europäische Nationen wurden in drei Ligen aufgeteilt, die auf der Grundlage der Uefa Women's Nations League 2025 festgelegt wurden: 16 Teams in Liga A und B sowie 21 in Liga C. Die vier Gruppensieger der Liga A – Dänemark, Frankreich, Spanien und Deutschland – qualifizierten sich direkt. Die übrigen Teams der Liga A, darunter England und die Republik Irland, sowie die besten Teams der Ligen B und C ziehen in die Play-offs ein. Die Qualifikation diente auch als Auf- und Abstiegsregelung für die nächste Ausgabe der Uefa Women's Nations League.
Europäische Play-offs
Die Auslosung der europäischen Play-offs findet am Donnerstag, den 18. Juni, statt. Die Play-offs werden in zwei Runden zwischen Oktober und Dezember 2026 ausgetragen. In der ersten Runde treten 32 Teams in zwei Pfaden an: In Pfad 1 spielen die Zweit- und Drittplatzierten der Liga A gegen die Teams aus Liga C, die sich qualifiziert haben. In Pfad 2 treffen die Letztplatzierten der Liga A und die besten Liga-B-Teams auf die Zweit- und Drittplatzierten der Liga B. Die Sieger der ersten Runde erreichen die zweite Runde, in der die Sieger von Pfad 1 gegen die Sieger von Pfad 2 antreten. Die Sieger der zweiten Runde qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft. Ein weiteres Team, das sich nicht direkt qualifiziert, erhält einen Platz im interkontinentalen Play-off-Turnier.
Play-off-Teams im Überblick
Liga A – Pfad 1: England, Norwegen, Niederlande, Italien, Republik Irland, Schweden, Island, Österreich
Liga A – Pfad 2: Slowenien, Polen, Serbien, Ukraine
Liga B – Pfad 2: Schweiz, Portugal, Schottland, Wales, Finnland, Belgien, Türkei, Tschechien, Albanien, Nordirland, Slowakei, Israel
Liga C – Pfad 1: Ungarn, Griechenland, Rumänien, Belarus, Kosovo, Litauen, Kroatien, Kasachstan
Afrikanische Qualifikation
Die vier afrikanischen Teams, die sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben, erreichten das Halbfinale des Afrika-Cups der Frauen (Wafcon): Algerien, Marokko, Kamerun und Malawi. Die vier im Viertelfinale ausgeschiedenen Teams – Ghana, Elfenbeinküste, Nigeria und Südafrika – haben die Chance, sich über das interkontinentale Play-off-Turnier im November und Dezember zu qualifizieren.
Ausblick
Die Weltmeisterschaft 2027 verspricht ein bedeutendes Ereignis im Frauenfußball zu werden, nicht nur wegen der Erweiterung auf 48 Teams im Jahr 2031, sondern auch wegen der hohen Qualität der qualifizierten Mannschaften. Titelverteidiger Spanien, das 2023 England im Finale besiegte und seinen ersten Weltmeistertitel holte, wird versuchen, den Titel zu verteidigen. Die Fans dürfen sich auf ein Turnier in Brasilien freuen, das für seine leidenschaftliche Fußballkultur bekannt ist.
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