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Sidny Lopes Cabral gewinnt Tor des Turniers | WM 2026Sidny Lopes Cabral von Kap Verde erzielte im Achtelfinale gegen Argentinien einen Traumtreffer, der zum Hyundai Tor des Turniers der FIFA WM 2026 gewählt wurde./images/de/2026/07/sidny-lopes-cabral-gewinnt-tor-des-turniers-wm-2026-3436e201-800w.webpSidny Lopes Cabral gewinnt Tor des Turniers | WM 2026

Sidny Lopes Cabral gewinnt Tor des Turniers | WM 2026

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Sidny Lopes Cabral von Kap Verde jubelt nach seinem Tor gegen Argentinien im Achtelfinale der WM 2026 im Magic City Stadion in Miami.

Kurzüberblick

Sidny Lopes Cabral von Kap Verde erzielte im Achtelfinale gegen Argentinien einen Traumtreffer, der zum Hyundai Tor des Turniers der FIFA WM 2026 gewählt wurde.

Sidny Lopes Cabral von Kap Verde hat mit seinem spektakulären Treffer gegen Argentinien im Achtelfinale die Auszeichnung zum Hyundai Tor des Turniers der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ gewonnen. Der 23-jährige Außenverteidiger setzte sich in der Abstimmung gegen die Tore von Eldor Shomurodov (Usbekistan) und Wilson Isidor (Haiti) durch, die die Plätze zwei und drei belegten.

Ein Tor für die Geschichtsbücher

In der Verlängerung des Achtelfinales zwischen Kap Verde und Argentinien im „Magic City“-Stadion gelang Lopes Cabral ein Kunststück: Nachdem er Alexis Mac Allister ausgespielt hatte, zirkelte er den Ball mit seinem rechten Fuß unhaltbar in den Winkel von Emiliano Martínez und glich zum 2:2 aus. Die Partie endete schließlich 3:2 für Argentinien, doch Lopes Cabrals Treffer blieb unvergessen.

„Ich hoffe, ich bekomme ein paar Fotos, auf denen ich neben Messi stehe“, scherzte Lopes Cabral vor der Preisverleihung, bei der er schließlich mit dem Fußballadel auf einer Bühne stand. Die Fotografen hatten ihm diesen Moment bereits beschert, doch sein rechter Schuh brachte ihm eine noch größere Ehre ein: die Krönung zum schönsten Tor des Turniers.

„In dem Moment, als ich an meinem Gegenspieler vorbeidribbelte, sah ich eine Lücke und dachte: ‚Lass es mich versuchen‘“, erklärte der gebürtige Rotterdamer, dessen Eltern auf dem afrikanischen Inselstaat Kap Verde geboren wurden. „Ich schieße mit beiden Füßen gut. Ich sah den Raum und zielte auf den oberen Winkel. Ich zielte dorthin und traf den Ball wirklich gut. Als ich aufschaute und sah, wie er in den Winkel einschlug, dachte ich: ‚Was zur Hölle habe ich da gerade getan?‘ Ich konnte es nicht fassen. Ich sah meine Teamkollegen – alle schrien, hielten sich die Hände auf den Kopf, waren überglücklich. Ich begann zu rennen, ohne nachzudenken. Dann wurde mir klar, dass ich ein spektakuläres Tor bei der Weltmeisterschaft erzielt hatte. Jeder träumt davon, einfach nur bei der WM zu treffen, aber auf diese Weise, auf so einer großen Bühne gegen so eine große Mannschaft zu treffen, war unglaublich. Ich war wirklich glücklich.“

65.000 Zuschauer im Miami Stadium und Millionen vor den Bildschirmen weltweit wurden Zeugen dieser Euphorie. Als Lopes Cabral unkontrolliert losrannte, verlor seine Mutter Teresa das Bewusstsein! „Vor dem Spiel hatte ich meiner Mutter und meiner Freundin gesagt, dass ich zu ihnen laufen würde, wenn ich ein Tor schieße“, erzählte er. „Als ich dort ankam, sah ich meine Mutter weinen; sie hatte gar nicht bemerkt, dass ich direkt neben ihr stand. Alle waren damit beschäftigt, sich um sie zu kümmern, weil sie ohnmächtig geworden war, als ich traf!“

Ein ungewöhnlicher Preisträger

Mit dieser Auszeichnung reiht sich Lopes Cabral in eine illustre Liste von Preisträgern ein, darunter Maxi Rodriguez, Diego Forlán, James Rodriguez, Benjamin Pavard und Richarlison. Interessanterweise ist er erst der zweite Außenverteidiger, der diese Trophäe gewinnen konnte – nach Benjamin Pavard, der 2018 für seinen Treffer gegen Argentinien ausgezeichnet wurde. Lilian Thurams Mutter war berühmt dafür, nach dem zweiten Tor ihres Sohnes im Halbfinale der WM 1998 gegen Kroatien in Ohnmacht gefallen zu sein – ein Schicksal, das nun auch Teresa Lopes Cabral teilte.

Ein besonderer Glückwunsch kam von einem der größten Idole des jungen Spielers: Marcelo, der legendäre brasilianische Außenverteidiger von Real Madrid. „Nach dem Spiel bekam ich eine Nachricht von Marcelo“, berichtete Lopes Cabral. „Er ist eines meiner größten Idole. Ich habe ihn immer bewundert. Er ist ein Linksverteidiger, spielt mit beiden Füßen und hatte eine großartige Technik. Er sagte mir, dass er mein Tor zum besten des Turniers gewählt hat! Ich antwortete: ‚Vielen Dank! Ich weiß nicht, wie ich dir danken soll. Ich bin so aufgeregt und geehrt, dass du mich spielen gesehen hast.‘ Und er sagte: ‚Es war ein Vergnügen, dir zuzusehen; du bist wirklich gut.‘ Ich dachte nur: ‚Mein Wort!‘ Ich konnte es nicht fassen, als ich seine Nachricht bekam.“

Vom Fünftligaspieler zum Weltstar

Lopes Cabrals Aufstieg ist ebenso unglaublich wie sein Tor. Noch vor drei Jahren spielte er in der fünften deutschen Liga und nutzte Müllsäcke als provisorische Vorhänge. Seine Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär hat nun ein mitreißendes Kapitel erhalten: einen der prestigeträchtigsten Preise im Fußball. Der 23-Jährige, der in Rotterdam geboren wurde und für Kap Verde spielt, hat sich damit endgültig in die Fußballgeschichte eingeschrieben.

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