Maldini: Wir waren Guardiola als Italien-Trainer sehr nahe

Kurzüberblick
Paolo Maldini enthüllt, dass Pep Guardiola kurz davor stand, italienischer Nationaltrainer zu werden. Der Starcoach akzeptierte sogar das Gehalt seines Vorgängers, lehnte aber aus familiären Gründen ab.
Paolo Maldini hat in einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera enthüllt, dass der italienische Fußballverband (FIGC) kurz davor stand, Pep Guardiola als neuen Cheftrainer der Nationalmannschaft zu verpflichten. Der ehemalige Kapitän der Azzurri und heutige Technische Direktor des Verbands erklärte, dass Guardiola bereit war, das gleiche Gehalt wie sein Vorgänger zu akzeptieren und bereits erste Überlegungen zu Spielern und möglichen Aufstellungen anstellte.
Guardiolas Zusage und der plötzliche Rückzieher
„Wir waren extrem nah dran, Pep Guardiola als neuen Cheftrainer Italiens zu bekommen“, sagte Maldini. „Pep war bereit, das gleiche Gehalt wie der vorherige Trainer zu akzeptieren, und er begann auch, über die Spieler und die mögliche Startelf nachzudenken.“ Doch nur wenige Tage später habe Guardiola die Offerte überraschend abgelehnt. „Nach ein paar Tagen entschied sich Pep, abzulehnen, weil er müde war und Zeit mit seiner Familie verbringen möchte. Das respektieren wir“, so Maldini weiter.
Hintergründe der Trainersuche
Die italienische Nationalmannschaft befindet sich nach dem enttäuschenden Ausscheiden bei der letzten Weltmeisterschaft in einer Phase des Umbruchs. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer war von großer Bedeutung, um das Team wieder an die Weltspitze zu führen. Guardiola, der aktuell bei Manchester City unter Vertrag steht und dort bis 2025 gebunden ist, galt als Wunschkandidat vieler Verbände. Seine offensive Spielphilosophie und seine Erfolge in Barcelona, Bayern München und Manchester City machen ihn zu einem der begehrtesten Trainer der Welt.
Reaktionen und Ausblick
Die Enthüllung von Maldini sorgt in der Fußballwelt für Aufsehen. Viele Fans und Experten fragen sich, wie die italienische Nationalmannschaft unter Guardiola gespielt hätte. Guardiola selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Äußerungen geäußert. Die FIGC muss nun weiter nach einem geeigneten Kandidaten suchen, der die Mannschaft auf die kommenden Turniere vorbereiten kann. Die Namen möglicher Nachfolger werden bereits intensiv diskutiert, doch eine offizielle Entscheidung steht noch aus.
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