Maldini: Italienischer Verband kontaktierte Ancelotti und Guardiola

Kurzüberblick
Paolo Maldini, neuer Direktor des italienischen Fußballverbands, gab bekannt, dass man Carlo Ancelotti und Pep Guardiola kontaktiert habe, um deren Verfügbarkeit für den Trainerposten der Nationalmannschaft zu prüfen.
Paolo Maldini, der kürzlich zum neuen Direktor des italienischen Fußballverbands (FIGC) ernannt wurde, hat in einer ersten öffentlichen Stellungnahme überraschende Details zu den laufenden Bemühungen um die Besetzung des Trainerpostens der Nationalmannschaft preisgegeben. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger erklärte, dass der Verband bereits Gespräche mit zwei der renommiertesten Trainer der Welt geführt habe: Carlo Ancelotti und Pep Guardiola.
Kontaktaufnahme mit den Besten
„Wir haben Carlo Ancelotti und Pep Guardiola kontaktiert“, sagte Maldini. „Wir wollten mit den besten Trainern der Welt ins Gespräch kommen, um herauszufinden, ob sie für den Job in Italien verfügbar wären.“ Die Aussage unterstreicht den hohen Anspruch des italienischen Verbands, nach der enttäuschenden Verpassten der Weltmeisterschaft 2022 und dem frühen Ausscheiden bei der Europameisterschaft 2024 wieder an die Spitze des Weltfußballs zurückzukehren.
Ancelotti und Guardiola: Zwei Trainerlegenden
Carlo Ancelotti, derzeit Trainer von Real Madrid, hat eine beeindruckende Karriere vorzuweisen, die unter anderem Stationen beim AC Mailand, FC Chelsea, Paris Saint-Germain, Bayern München und zuletzt bei Real Madrid umfasst. Der 65-Jährige gewann in jeder dieser Stationen nationale Meisterschaften und führte seine Teams zu insgesamt vier Champions-League-Titeln. Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, gilt als einer der einflussreichsten Trainer der modernen Fußballgeschichte. Der 53-Jährige feierte mit dem FC Barcelona, Bayern München und Manchester City zahlreiche Erfolge, darunter drei Champions-League-Siege und unzählige nationale Titel.
Herausforderungen bei der Verpflichtung
Die Verpflichtung eines der beiden Trainer wäre ein großer Coup für den italienischen Verband, ist jedoch mit erheblichen Hürden verbunden. Ancelotti steht bei Real Madrid noch bis 2026 unter Vertrag und hat mehrfach betont, dass er seinen Vertrag in Madrid erfüllen möchte. Guardiola wiederum hat seinen Vertrag bei Manchester City kürzlich bis 2027 verlängert und scheint langfristig in England zu planen. Maldini zeigte sich jedoch optimistisch: „Wir sind erst am Anfang des Prozesses. Es ist wichtig, dass wir die besten Optionen prüfen, um die Zukunft des italienischen Fußballs zu sichern.“
Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer
Die italienische Nationalmannschaft befindet sich nach dem Rücktritt von Roberto Mancini im August 2023 und der anschließenden kurzen Amtszeit von Luciano Spalletti in einer Phase der Neuausrichtung. Spalletti, der die Mannschaft zur Europameisterschaft 2024 führte, trat nach dem Achtelfinal-Aus gegen die Schweiz zurück. Seitdem wird intensiv nach einem Nachfolger gesucht. Maldini, der selbst 126 Länderspiele für Italien bestritt und als einer der besten Verteidiger aller Zeiten gilt, bringt als neuer Direktor des Verbands umfangreiche Erfahrung und ein großes Netzwerk in der Fußballwelt mit.
Ausblick
Die Gespräche mit Ancelotti und Guardiola zeigen, dass der italienische Verband bereit ist, hohe Ambitionen zu verfolgen. Sollte keiner der beiden Trainer verfügbar sein, stehen laut Medienberichten auch andere namhafte Kandidaten wie Antonio Conte, Gian Piero Gasperini oder sogar der ehemalige Juventus-Trainer Massimiliano Allegri auf der Liste. Die Entscheidung über den neuen Nationaltrainer wird in den kommenden Wochen erwartet, da die Vorbereitungen für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 anstehen.
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