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Iran laut Ghalenoei das „unterdrückteste“ Team der WMIrans Nationaltrainer Amir Ghalenoei bezeichnet sein Team als das „unterdrückteste“ der Weltmeisterschaft, nachdem kurzfristige Reisebeschränkungen verhängt wurden./images/de/2026/06/iran-laut-ghalenoei-das-unterdruckteste-team-der-wm-1275a936-800w.webpIran laut Ghalenoei das „unterdrückteste“ Team der WM

Iran laut Ghalenoei das „unterdrückteste“ Team der WM

Aktualisiert 2 min read
Irans Nationaltrainer Amir Ghalenoei spricht auf einer Pressekonferenz, im Hintergrund das Teamlogo des iranischen Fußballverbands.

Kurzüberblick

Irans Nationaltrainer Amir Ghalenoei bezeichnet sein Team als das „unterdrückteste“ der Weltmeisterschaft, nachdem kurzfristige Reisebeschränkungen verhängt wurden.

Irans Nationaltrainer Amir Ghalenoei hat sein Team als das „unterdrückteste“ der Weltmeisterschaft bezeichnet, nachdem kurzfristig Reisebeschränkungen verhängt wurden. Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Neuseeland am Montagabend erklärte Ghalenoei, dass die Mannschaft eigentlich in Los Angeles übernachten und am nächsten Tag eine Regenerationseinheit absolvieren wollte. Doch unmittelbar nach dem Schlusspfiff erhielten sie die Anweisung, sofort zu ihrem Trainingslager in Mexiko zurückzukehren.

Hintergrund der Reisebeschränkungen

Iran hatte ursprünglich geplant, während der gesamten Weltmeisterschaft in Tucson, Arizona, zu bleiben. Aufgrund logistischer Probleme und Visumsschwierigkeiten verlegte das Team Ende Mai sein Lager jedoch nach Tijuana, Mexiko. „Nach dem Spiel sagte man uns: ‚Ihr müsst sofort abreisen‘“, berichtete Ghalenoei. „Man hat uns aufgefordert, ein Flugzeug zu nehmen und nach Tijuana zurückzukehren. Das belastet uns sehr. Sie zwingen uns, früher zurückzukehren. Sie machen die Situation immer schwieriger, stellen immer mehr Hürden auf, aber das wird uns nicht davon abhalten, unser Bestes zu geben.“

Die Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft war von Unsicherheit geprägt, die mit dem anhaltenden Krieg im Nahen Osten und damit verbundenen Sicherheitsbedenken zusammenhängt. FIFA-Präsident Gianni Infantino besuchte die iranische Mannschaft nach dem Spiel gegen Neuseeland in der Kabine, während die Spannungen weiter anhalten.

Visaprobleme und Ticketentzug

Mehreren „integralen“ Mitgliedern des Betreuerstabs wurden Einreisevisa für die USA verweigert. Zudem rief der iranische Fußballverband (FFIRI) die FIFA dazu auf, „die Prinzipien der Neutralität, Fairness und etablierten Regeln zu wahren“, nachdem dem Team am Vorabend des Turniers die Ticketkontingente entzogen worden waren.

Iran wird für das Spiel gegen Belgien am 21. Juni (20:00 Uhr BST) nach Los Angeles zurückkehren. Das letzte Gruppenspiel der Gruppe G gegen Ägypten findet am 27. Juni um 04:00 Uhr BST in Seattle statt.

Kritik an der Planung

„Wir wissen ehrlich gesagt nicht, warum sie uns zurückschicken. Ich finde das sehr seltsam. Es scheint, als ob andere die Planung für uns übernehmen“, fügte Ghalenoei hinzu. „Wir sollten zwei Nächte vor dem Spiel ankommen, aber das wurde nicht erlaubt. Wir sollten heute Nacht hierbleiben, um uns zu erholen, und morgen Mittag zurückkehren. Ich denke, unser Team ist das unterdrückteste der gesamten Weltmeisterschaft. Unser Verband ist nicht hier, unsere Medien sind nicht hier, unsere Führung ist nicht hier.“

Irans Kapitän Mehdi Taremi pflichtete seinem Trainer bei und bezeichnete die Situation seines Teams als „Katastrophe“. Obwohl er Infantinos Besuch in der Kabine lobte, der es ihnen ermöglichte, ihre Bedenken zu äußern, forderte er den Weltverband auf, mehr zu tun, um die Nationalmannschaft zu unterstützen. „Das ist nicht gut für uns. Es ist nicht gut für den Fußball, denn bei einer Weltmeisterschaft muss man sich gut auf das nächste Spiel vorbereiten, weil der Druck auf Spieler, Staff und alle enorm ist. Aber wir haben diese Unterstützung nicht, und ich denke, die FIFA muss uns mehr helfen als bisher“, sagte Taremi.

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