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Corinthians-Juwel Bidon träumt vom Debüt für BrasilienDer 21-jährige Mittelfeldspieler Breno Bidon von Corinthians hofft, sich für die Nationalmannschaft Brasiliens zu empfehlen. Nach dem frühen WM-Aus will Trainer Carlo Ancelotti das Team neu aufbauen – und Bidon hat mit fast 140 Pflichtspielen bereits viel Erfahrung gesammelt./images/de/2026/08/corinthians-juwel-bidon-traumt-vom-debut-fur-brasilien-8d10bc5b-800w.webpCorinthians-Juwel Bidon träumt vom Debüt für Brasilien

Corinthians-Juwel Bidon träumt vom Debüt für Brasilien

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Junger brasilianischer Fußballspieler Breno Bidon im Corinthians-Trikot dribbelt mit dem Ball auf dem Rasen im Stadion, im Hintergrund die Tribüne

Kurzüberblick

Der 21-jährige Mittelfeldspieler Breno Bidon von Corinthians hofft, sich für die Nationalmannschaft Brasiliens zu empfehlen. Nach dem frühen WM-Aus will Trainer Carlo Ancelotti das Team neu aufbauen – und Bidon hat mit fast 140 Pflichtspielen bereits viel Erfahrung gesammelt.

Nach dem überraschend frühen Aus Brasiliens bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026™ richtet sich der Blick der Seleção in die Zukunft. Trainer Carlo Ancelotti steht vor einem Neuaufbau, und die Suche nach Mittelfeldspielern hat dabei oberste Priorität. Einer der vielversprechendsten Kandidaten ist Breno Bidon, ein 21-jähriger Linksfuß von Corinthians São Paulo, der bereits auf fast 140 Pflichtspiele für den Traditionsverein zurückblickt.

Ein Aufstieg mit Hindernissen

Bidon, geboren 2005, hat einen ungewöhnlichen Werdegang hinter sich. In der Jugendakademie von Palmeiras wurde er dreimal aufgenommen und wieder entlassen. Auch bei Portuguesa (U-11) und Audax (U-13) spielte er, bevor sein großer Durchbruch kam. An einem bewölkten Samstag im Jahr 2019 entdeckte ihn der Talentscout Robson Zimerman bei einem U-14-Futsalturnier in São Paulo – und war sofort überzeugt. „Er spielte Futsal für Penha, und als wir ihn sahen, erkannten wir, dass er ein Junge mit enormem Potenzial war“, erinnert sich Zimerman. „Ich sprach mit seinen Eltern Andreia und Glaucio, um ein Probetraining zu arrangieren. Innerhalb weniger Tage bat der Trainer ihn, mit der Mannschaft zu trainieren. Er hat sich seitdem unglaublich entwickelt – mehr als jeder andere aus dieser U-14-Gruppe.“

In Corinthians‘ Jugend gewann Bidon 2021 die U-17-Staatsmeisterschaft und 2024 den Copa São Paulo, den ältesten Jugendwettbewerb Brasiliens, bei dem er zum wertvollsten Spieler gekürt wurde. Diese Leistungen veranlassten den ehemaligen Corinthians-Spielmacher Danilo, der damals die U-20 trainierte, ihn dem damaligen U-20-Nationaltrainer Ramon Menezes zu empfehlen. Menezes, der Bidon später zum Südamerika-Meister führte, schwärmt: „Breno ist einer der besten Athleten, mit denen ich in dieser Position gearbeitet habe. Seine Spielintelligenz ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich – in der Verteidigung, im Stellungsspiel, in der Technik und im Offensivverhalten. Er hat diese typisch brasilianische Fähigkeit zur Improvisation und Kreativität.“

Erfolge mit Corinthians und die Copa Libertadores

Mit Corinthians feierte Bidon 2025 den Gewinn der Staatsmeisterschaft und des Copa do Brasil. Im Finale gegen Vasco da Gama glänzte er mit einem sehenswerten Trick, der den entscheidenden Treffer von Memphis Depay einleitete. Auch beim Supercopa do Brasil-Sieg gegen Flamengo wurde er zum Spieler des Spiels gewählt. Depay, sein niederländischer Teamkollege, ist voll des Lobes: „Er ist ein sehr intelligenter Spieler mit enormem Potenzial. Er arbeitet hart, ist mental stark und sollte für Brasilien spielen.“

Bereits Ende dieses Monats hat Bidon die Chance, sich bei Ancelotti zu empfehlen: Corinthians trifft im Achtelfinale der CONMEBOL Copa Libertadores 2026 auf Rosario Central aus Argentinien. Ein Sieg im kontinentalen Wettbewerb würde den Südamerika-Meister zur FIFA Intercontinental Cup™ führen – ein mögliches Debüt auf globaler Bühne.

Vorbilder und Zukunftsaussichten

Bidon orientiert sich an Bruno Guimarães, der unter Corinthians-Trainer Fernando Diniz mehrere Jahre spielte und bei der WM 2026 überzeugte, obwohl er im Achtelfinale gegen Norwegen einen Elfmeter verschoss. „Bruno spielt auf derselben Position wie ich und hatte eine sehr gute WM“, sagt Bidon. „Er ist eine Inspiration für mich.“ Auch der junge Stürmer Rayan, der aus derselben Generation stammt und bei der WM überzeugte, dient als Beispiel. Bidon selbst bleibt bescheiden: „Ich bin noch ein Neuling, habe erst 21 Jahre und noch viel zu lernen. Es gibt viele erfahrene Spieler im Verein, die mir helfen, wie Rodrigo Garro.“

Die Zukunft von Bidon könnte auch in Europa liegen, wo das Interesse bereits geweckt ist. Doch der Mittelfeldspieler konzentriert sich auf das Hier und Jetzt: „Es ist mein Traum, für mein Land zu spielen. Die Seleção ist früh ausgeschieden, aber jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Wer weiß, vielleicht bekomme ich beim nächsten Mal den Anruf. Ich werde hart dafür arbeiten.“

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