Größte Sprünge im FIFA-Ranking nach Weltmeisterschaften

Kurzüberblick
Norwegen kletterte nach der WM 2026 um zwölf Plätze auf Rang 19 – der größte Sprung seit 1994. Ein Rückblick auf die größten Aufsteiger im FIFA-Ranking nach jeder WM von 1994 bis 2026.
Norwegens historischer Aufschwung
Norwegen waren die größten Gewinner im FIFA/Coca-Cola-Männer-Weltrangliste nach der FIFA-Weltmeisterschaft 2026™. Die Skandinavier kletterten um zwölf Plätze auf Rang 19, nachdem sie erstmals in ihrer Geschichte das Viertelfinale erreicht hatten. Das Team hinterließ nicht nur auf dem Platz Eindruck, sondern auch abseits davon: Ihre Fans sorgten mit ihren viralen „Viking-Row“-Feiern für unvergessliche Szenen in den Stadien, auf Bahnsteigen und überall dort, wo sich Norweger trafen.
Dank ihrer beeindruckenden Leistung in Nordamerika verbesserte sich Norwegen auf Platz 19 der Welt. Erling Haaland und seine Mannschaft starteten mit einem 4:1-Sieg gegen Irak in das Turnier, gefolgt von einem 3:2-Erfolg gegen Senegal. Trotz einer 1:4-Niederlage gegen Frankreich qualifizierten sich die Norweger als Gruppenzweiter der Gruppe I für die K.o.-Runde.
Im Achtelfinale (Runde der letzten 32) setzte sich Norwegen mit einem hart erkämpften 2:1 gegen die Elfenbeinküste durch und besiegte anschließend Brasilien im Sechzehntelfinale mit demselben Ergebnis. Im Viertelfinale war dann gegen England nach Verlängerung mit 1:2 Schluss.
Die größten Sprünge seit 1994
Die FIFA blickt auf die Nationen zurück, die nach jeder Weltmeisterschaft von 1994 bis 2026 deutliche Gewinne in der Weltrangliste verzeichnen konnten – jeweils im Vergleich ihrer Positionen vor und nach dem Turnier.
1994: Bulgarien und Schweden glänzen
Bulgarien profitierte bei der WM 1994 am meisten: Sie starteten im Juni auf Platz 29 und kletterten im Juli auf Platz 14 – ein Anstieg um 15 Plätze. Das Team erreichte erstmals das Halbfinale und wurde am Ende Vierter. Weitere große Gewinner waren Bronze-Medaillengewinner Schweden (von Platz 10 auf 3) und Belgien (von 27 auf 20).
1998: Frankreich und die Niederlande legen zu
Bei der Ausgabe 1998 in Frankreich glänzten die Gastgeber. Les Bleus gewannen erstmals den Weltmeistertitel und kletterten im Juli um 16 Plätze von Rang 18 auf Rang 2. Den größten Sprung machten jedoch die Niederlande, die nach dem Halbfinaleinzug von Platz 25 auf Platz 8 stürmten – ein Plus von 17 Plätzen. Auch Kroatien machte einen gewaltigen Satz: Von Platz 19 vor dem Turnier auf Platz 4 danach – eine Verbesserung um 15 Plätze – nachdem sie bei ihrem WM-Debüt Dritter wurden. Rumänien verbesserte sich von Platz 22 auf 13.
2002: Südkorea und die Türkei überraschen
Südkorea nutzte den Heimvorteil für einen Sprung in der Weltrangliste. Sie starteten im Mai auf Platz 40 und kletterten im Juli auf Platz 22 – ein Anstieg um 18 Plätze – nachdem sie das Halbfinale erreicht hatten. Die Türkei, die Bronze holte, verbesserte sich ebenfalls deutlich von Platz 22 auf 12. Senegal, das Titelverteidiger Frankreich im Eröffnungsspiel schockte, sprang von Platz 42 auf 32.
2006: Die Ukraine macht den größten Satz
Die Ukraine produzierte einen der größten Sprünge nach einer WM, den die Rangliste je gesehen hat: Sie starteten auf Platz 45 und schossen im Juli auf Platz 15 – ein bemerkenswerter Anstieg um 30 Plätze – nachdem sie bei ihrem WM-Debüt das Viertelfinale erreicht hatten. Ghana machte ebenfalls einen beeindruckenden Sprung von Platz 48 auf 25. Die Schweiz verbesserte sich nach dem Achtelfinaleinzug deutlich von Platz 35 auf 13, während Italien, das den Titel holte, von Platz 13 auf 2 kletterte.
2010: Paraguay und Japan legen zu
Paraguay war nach Südafrika 2010 der bemerkenswerteste Gewinner: Sie schossen von Platz 31 auf 16 – ein Anstieg um 15 Plätze – nachdem sie das Viertelfinale erreicht hatten. Japan, das im Achtelfinale ausschied, verbesserte sich dennoch um 13 Plätze auf Rang 32. Uruguay stieg ebenfalls um 12 Plätze von Platz 18 auf 6, nachdem sie Vierter geworden waren. Ghana verbesserte sich um neun Plätze von 32 auf 23 nach dem Viertelfinaleinzug.
2014: Niederlande und Costa Rica gleichauf
Bei der WM 2014 in Brasilien machten die beiden größten Gewinner gleich große Sprünge. Die Niederlande kletterten nach dem Gewinn der Bronzemedaille von Platz 15 auf 3, während Costa Rica nach dem erstmaligen Viertelfinaleinzug von Platz 28 auf 16 stieg – beide mit einem Plus von zwölf Plätzen. Nigeria verbesserte sich von Platz 44 auf 34, und Kolumbien stieg nach dem Viertelfinale von Platz 8 auf 4.
2018: Russland und Kroatien im Höhenflug
Gastgeber Russland kletterte bei der Ausgabe 2018 am weitesten: Sie stiegen nach ihrem Lauf ins Viertelfinale um 21 Plätze in der Rangliste nach dem Turnier. Auch Kroatien legte zu, von Platz 20 auf 4 – ein Anstieg um 16 Plätze – nachdem sie ihr erstes WM-Finale erreicht hatten. Schweden verbesserte sich nach dem Viertelfinale um elf Plätze auf Rang 13, und Uruguay stieg um neun Plätze auf Rang 5.
2022: Marokko schreibt Geschichte
Marokko sorgte bei der WM 2022 in Katar für Aufsehen, indem es als erste afrikanische Mannschaft das Halbfinale erreichte. Dieser Lauf brachte den Atlaslöwen von Platz 22 vor dem Turnier auf Platz 11 danach – ein Anstieg um elf Plätze. Australien machte einen ähnlichen Sprung von Platz 38 auf 27 nach dem Achtelfinaleinzug, während Kamerun um zehn Plätze auf Rang 33 kletterte. In der endgültigen Rangliste von 2022 waren die Marokkaner die größten Gewinner des gesamten Jahres: Sie sammelten 142,42 Punkte und verbesserten sich im Vergleich zum Ende von 2021 um 17 Plätze.
2026: Norwegen führt die Gewinner an
Nach der nordamerikanischen Ausgabe gehörte der größte Sprung Norwegen, das von Platz 31 auf 19 kletterte – ein Anstieg um zwölf Plätze – nachdem sie das Viertelfinale erreicht hatten, das beste WM-Ergebnis ihrer Geschichte. Ghana verbesserte sich um acht Plätze auf Rang 65, während Paraguay nach dem Achtelfinaleinzug infolge ihres historischen Sieges gegen Deutschland in der Runde der letzten 32 um sieben Plätze auf Rang 34 stieg.
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