Flu, LDU und Platense im Elfmeterschießen weiter

Kurzüberblick
Fluminense, Platense und Liga de Quito setzten sich im Elfmeterschießen durch und erreichten das Viertelfinale der Copa Libertadores. Auch Corinthians, Estudiantes, Flamengo und Palmeiras zogen in die Runde der letzten Acht ein.
Dramatische Elfmeterschießen in der Copa Libertadores
Die Copa Libertadores hat ihre Viertelfinalisten gefunden: Fluminense, Platense und Liga de Quito sicherten sich ihre Plätze erst im Elfmeterschießen, während Corinthians, Estudiantes, Flamengo und Palmeiras ihre Achtelfinal-Partien ebenfalls für sich entschieden. Die Rückspiele waren von Spannung und Dramatik geprägt, mit zahlreichen Wendungen und herausragenden Torhüterleistungen.
Fluminense trotzt Unterzahl und alterndem Kader
Fluminense stand nach einem torlosen Unentschieden im Hinspiel gegen Independiente Rivadavia in Rio de Janeiro vor einer schweren Aufgabe. Diese wurde noch größer, als Agustín Canobbio nach einer zweiten Gelben Karte des Feldes verwiesen wurde. Doch die Mannschaft von Interimstrainer Marcao ließ sich nicht einschüchtern und ging durch Kevin Serna in Führung. In der Nachspielzeit erzwang Independiente Rivadavia jedoch den Ausgleich, als Ignacio ein Handspiel gepfiffen wurde und Alex Arce den fälligen Elfmeter verwandelte. Im anschließenden Elfmeterschießen lag Fluminense nach zwei Schüssen zurück, doch der 45-jährige Torhüter Fabio glänzte mit zwei spektakulären Paraden und führte sein Team zu einem 5:4-Erfolg.
Platense und LDU im Elfmeterkrimi
Platense zog ebenfalls per Elfmeterschießen ins Viertelfinale ein. Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel gegen Coquimbo Unido blieb es im Rückspiel torlos. Der entscheidende Moment kam in der 34. Minute, als Guido Vadala, der im Hinspiel mit einem Last-Minute-Tor für Aufsehen gesorgt hatte, an Torhüter Cozzani scheiterte. Platense, das 2025 erstmals in seiner 120-jährigen Geschichte den Meistertitel gewann, übernahm danach die Kontrolle. Trotz zahlreicher Chancen, darunter ein Pfostenschuss von Nico López, fiel kein Tor. Im Elfmeterschießen trafen die ersten 13 Schützen, ehe Cozzani den Versuch von Salvador Cordero parierte und Platense den Einzug ins Viertelfinale perfekt machte.
Liga de Quito setzte sich ebenfalls im Elfmeterschießen durch. Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel gegen Mirassol blieb es im Rückspiel torlos. Im Shootout vergab nur Victor Luis seinen Elfmeter, während alle anderen Schützen trafen – LDU gewann mit 5:4.
Brasilianische Klubs dominieren weiter
Flamengo und Palmeiras, die zusammen fünf der letzten sieben Titel gewonnen haben, überstanden schwere Prüfungen gegen Cruzeiro und Cerro Porteño. Flamengo ging durch einen herrlichen Schlenzer von Giorgian de Arrascaeta nach einem feinen Doppelpass mit Pedro in Führung, doch Lucas Romero glich mit einem Traumtor aus. Samuel Lino erzielte schließlich den Siegtreffer, nachdem er seinen Gegenspieler gekonnt aussteigen ließ.
Palmeiras, das im Hinspiel in São Paulo nur 1:1 gespielt hatte, setzte sich in Asunción durch. Gustavo Gómez köpfte nach einer Ecke von Jhon Arias das einzige Tor des Spiels.
Auch Corinthians musste tief in die Trickkiste greifen. Nach einer Roten Karte für Raniele schien Rosario Central im Vorteil, doch der eingewechselte Memphis Depay bereitete mit einem klugen Freistoß den Siegtreffer von Breno Bidon vor.
Estudiantes und Flamengo souverän
Estudiantes feierte einen klaren 3:0-Auswärtssieg in Santiago gegen Universidad Católica. Nach einem 1:1 im Hinspiel brachte Joaquín Correa die Argentinier mit einem Distanzschuss in Führung, ehe Guido Carrillo mit einem Doppelpack alles klar machte. Carrillo wurde damit zum Rekordtorschützen von Estudiantes in der Copa Libertadores, gemeinsam mit Juan Ramón Veron und Mauro Boselli (je 13 Tore).
Die brasilianischen Klubs haben mittlerweile sieben Libertadores-Titel in Folge gewonnen, und fünf der letzten sechs Finals waren rein brasilianische Angelegenheiten.
Rekorde und Kuriositäten
Fluminense startete mit drei Spielern in den Vierzigern: Hulk (40), Thiago Silva (41) und Fabio (45). Alex Arce schied aus, obwohl er in sieben Spielen neun Tore erzielt hatte – nur der Paraguayer Carlos González liegt mit sechs Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste.
Das 1:1 zwischen Independiente Rivadavia und Fluminense sorgte dafür, dass zum ersten Mal in der 66-jährigen Geschichte der Copa Libertadores acht Spiele in Folge unentschieden endeten. Insgesamt endeten 10 der 15 Achtelfinal-Partien mit einem Remis.
Gustavo Gómez wurde der erste Spieler, der in neun aufeinanderfolgenden Ausgaben der Libertadores traf. Der Paraguayer, der 2018 zu Palmeiras kam, hat nun 48 Tore für den Klub erzielt – eine außergewöhnliche Ausbeute für einen Innenverteidiger.
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