Ito und Suzuki: Japans stolzer Abschied nach knapper Niederlage

Kurzüberblick
Japan verlor im Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft mit 2:1 gegen Brasilien, trotz einer Führung durch Kaishu Sano.
Japan hat sich mit einer leidenschaftlichen Leistung aus der FIFA-Weltmeisterschaft verabschiedet, musste sich aber im Achtelfinale dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien mit 2:1 geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Hajime Moriyasu lag durch ein Tor von Kaishu Sano in der 29. Minute in Führung und hatte die erste K.o.-Runden-Sieg der Geschichte vor Augen, doch zwei brasilianische Treffer in der zweiten Halbzeit drehten die Partie.
Eine Führung, die nicht reichte
Japan begann mutig und belohnte sich durch Sano, der nach einer Ecke per Kopf traf. Die Führung schien die Mannschaft zu beflügeln, doch Brasilien kam nach der Pause mit neuem Schwung zurück. Casemiro glich in der 56. Minute per Kopf aus, und Gabriel Martinelli erzielte in der 68. Minute den Siegtreffer. „In der ersten Halbzeit lief es gut, aber dann haben sie mehr Flanken geschlagen und uns zurückgedrängt“, analysierte Junya Ito gegenüber der FIFA.
Trainer Moriyasu zeigte sich trotz des Ausscheidens stolz: „Es ist eine große Enttäuschung, dass unser Turnier hier endet, aber die Spieler haben alles gegeben. Ich hoffe, wir haben alle stolz gemacht und die Jungs bekommen die Anerkennung, die sie für ihren Einsatz bis zur letzten Minute verdienen.“
Stolz und Enttäuschung im Team
Kaishu Sano, der sein erstes WM-Tor erzielte, verließ das Stadion mit gemischten Gefühlen. „Das Ergebnis ist alles. Ich dachte wirklich, wir hätten das Zeug, weiterzukommen, also bin ich am Boden zerstört.“ Torhüter Zion Suzuki blickte trotz der Niederlage nach vorne: „Das Gegentor hätte nicht passieren dürfen, aber wir werden diese Erfahrung als Treibstoff nutzen und sie in die nächste Weltmeisterschaft mitnehmen.“
Dies war das zweite WM-Duell zwischen Japan und Brasilien, 20 Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen bei der WM 2006 in Deutschland. Damals verlor Japan klar mit 4:1. Dass sie diesmal bis in die Schlussminuten der Nachspielzeit mithielten, zeigt die enorme Entwicklung des japanischen Fußballs in den letzten zwei Jahrzehnten.
Anerkennung vom Gegner
Brasiliens Star Mateus Cunha zollte Japan nach dem Spiel großen Respekt: „Wir hatten uns auf eine Herausforderung eingestellt, aber sie kamen mit einem klaren Spielplan auf uns zu. Sie haben es uns wirklich schwer gemacht, und dafür gebührt ihnen große Anerkennung.“ Diese Worte des Siegers unterstreichen die Qualität der japanischen Leistung.
Der Einzug ins Viertelfinale bleibt Japan für weitere vier Jahre verwehrt. Doch die Art und Weise, wie sie einem der besten Teams der Welt Paroli boten, ist der deutlichste Beweis für ihre Verbesserung als Mannschaft. Ob sie diesen Schmerz nutzen können, um noch weiter vorzudringen? Ihre nächste vierjährige Reise beginnt heute.
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