Ägypten hofft auf Salahs Einsatz gegen Australien

Kurzüberblick
Ägypten ist optimistisch, dass Mohamed Salah rechtzeitig für das Achtelfinale gegen Australien fit wird. Der 34-Jährige zog sich im letzten Gruppenspiel gegen Iran eine Oberschenkelzerrung zu, trainierte aber am Dienstag wieder mit der Mannschaft.
Die ägyptische Nationalmannschaft gibt sich weiterhin zuversichtlich, dass Kapitän Mohamed Salah rechtzeitig für das Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft gegen Australien am Freitag in Dallas (18:00 Uhr MEZ) fit wird. Salah hatte sich im entscheidenden Gruppenspiel gegen Iran eine Oberschenkelzerrung zugezogen, die seinen Einsatz zunächst fraglich erscheinen ließ.
Verletzungssorgen um den Superstar
Der 34-jährige Stürmer musste in der 57. Minute des 1:1-Unentschiedens gegen Iran in Seattle ausgewechselt werden. Eine anschließende MRT-Untersuchung bestätigte die Zerrung im Oberschenkel. Dennoch wächst im ägyptischen Lager die Hoffnung, dass Salah am Freitag gegen die Socceroos auflaufen kann. Am Dienstag kehrte der ehemalige Liverpool-Profi bereits ins Mannschaftstraining zurück und absolvierte individuelle Reha-Einheiten.
Nationaltrainer Hossam Hassan spielte die Verletzung herunter und betonte, dass Salah intensiv an seiner Genesung arbeite. Der Angreifer hat bisher eine Schlüsselrolle für die Pharaonen gespielt: Beim 3:1-Sieg gegen Neuseeland traf er selbst, bei der Weltmeisterschaft lieferte er zudem zwei Torvorlagen.
Marmoush als möglicher Ersatz
Sollte Salah ausfallen, ruhen die Hoffnungen im Angriff vor allem auf Omar Marmoush. Der 27-jährige Stürmer von Manchester City stand gegen Iran nicht in der Startelf und wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Laut Teamkreisen war er über seine Nichtberücksichtigung enttäuscht und ist nun fest entschlossen, sich gegen Australien einen Platz in der ersten Elf zu erkämpfen. Beobachter merken an, dass Marmoush bei diesem Turnier noch nicht die erwartete Wirkung gezeigt hat – das Achtelfinale biete ihm die perfekte Gelegenheit, dies zu ändern.
Defensive Probleme nehmen zu
Neben Salahs Fitness bereitet vor allem die Abwehr Sorgen. Innenverteidiger Mohamed Abdelmonem musste bereits nach 14 Minuten mit einem Knieproblem vom Feld und kämpft nun um seinen Einsatz gegen Australien. Linksverteidiger Ahmed Fatouh wird voraussichtlich fehlen, nachdem auch er sich eine Oberschenkelzerrung zuzog. Fatouh spielte die vollen 90 Minuten nur, weil Ägypten bereits alle fünf Auswechslungen vorgenommen hatte.
Zudem plagen sich Hamdi Fathi und Hossam Abdelmaguid mit Fitnessproblemen herum. Trainer Hassan stehen somit schwierige Personalentscheidungen bevor, insbesondere gegen eine australische Mannschaft, die für ihre körperliche Intensität und disziplinierte Defensivarbeit bekannt ist.
Trotz aller Widrigkeiten bleibt Ägypten optimistisch, dass die Rückkehr ihres Führungsspielers einen entscheidenden Schub geben wird. Die Pharaonen stehen vor der historischen Chance, erstmals ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen.
Mehr zu diesen Themen

England U20s coach: Uefa-Boykott? Wir machen weiter
Englands U20-Trainerin Lydia Bedford bleibt gelassen trotz Uefa-Boykottdrohung gegen die Frauen-WM. Sie konzentriert sich auf die Vorbereitung, während Spielerinnen wie Weronika Arasniewicz den Boykott ablehnen. Die Zukunft des Turniers in Polen ist ungewiss.

Messis bewegende Botschaft an seinen verstorbenen Vater Jorge
Lionel Messi verabschiedet sich in einem emotionalen Brief von seinem Vater Jorge, der nach langer Krankheit verstarb. Der Superstar offenbart, dass er bei der WM 2026 nicht nur um den Titel kämpfte, sondern auch um Zeit für seinen Vater. Ein Einblick in die tiefe Verbindung zwischen Vater und Sohn.

Savinho fehlt beim City-Training – Wechselwunsch zu Tottenham
Savinho hat das Training von Manchester City heute krankheitsbedingt verpasst. Laut Vereinsquellen ist die Abwesenheit auf eine Erkrankung zurückzuführen. Der Spieler hat jedoch erneut deutlich gemacht, dass er den Verein verlassen und zu Tottenham wechseln möchte.

Anthony Taylor: Rücktritt und neue Aufgabe in der Türkei
Der ehemalige Premier-League-Schiedsrichter Anthony Taylor spricht im BBC-Podcast über seinen Rücktritt, seine neue Rolle als Ausbilder in der Türkei und die wachsenden Herausforderungen für Unparteiische – von der Basis bis zur Weltmeisterschaft.



