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Reichen drei Punkte fürs Achtelfinale?Erstmals seit 1994 haben auch Gruppendritte bei der WM die Chance aufs Achtelfinale. Eine Analyse zeigt, dass drei Punkte oft nicht reichen und die Tordifferenz entscheidend sein könnte./images/de/2026/06/reichen-drei-punkte-furs-achtelfinale-fc454c13-800w.webpReichen drei Punkte fürs Achtelfinale?

Reichen drei Punkte fürs Achtelfinale?

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Fußballspieler im Trikot einer Nationalmannschaft jubelt nach einem Tor, im Hintergrund ein Stadion mit jubelnden Fans — latest news and analysis.

Kurzüberblick

Erstmals seit 1994 haben auch Gruppendritte bei der WM die Chance aufs Achtelfinale. Eine Analyse zeigt, dass drei Punkte oft nicht reichen und die Tordifferenz entscheidend sein könnte.

Erstmals seit 1994 haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft auch die Gruppendritten die Möglichkeit, in die K.o.-Runde einzuziehen. Von 1998 bis 2022 kamen unter dem alten 32-Team-Format nur die acht Gruppensieger und acht Zweitplatzierten weiter. Mit der Aufstockung auf 48 Teams bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko – und einer zusätzlichen K.o.-Runde – werden nach der Gruppenphase nur 16 Teams ausscheiden. Das eröffnet mehr Mannschaften die Chance, über die ersten drei Spiele hinaus in Nordamerika zu bleiben.

Wie viele Punkte sind nötig?

Von den zwölf Teams, die am Ende ihrer Gruppe auf Platz drei liegen, kommen acht weiter – genau zwei Drittel. Zum Vergleich: Im 32-Team-Format hätte das in etwa den fünf besten Gruppendritten entsprochen. In den sieben Turnieren von 1998 bis 2022 hatte der jeweils fünftbeste Gruppendritte mindestens drei Punkte: Kolumbien (1998), Portugal (2002), Polen (2006), die Elfenbeinküste (2010 und 2014), Nigeria (2018) und Tunesien (2022).

Tordifferenz als Schlüsselfaktor

Die Tordifferenz könnte daher eine entscheidende Rolle spielen. 1998 reichten Kolumbien drei Punkte und eine Tordifferenz von -2, um zu den fünf besten Gruppendritten zu gehören. 2006 schaffte Polen dies ebenfalls mit drei Punkten und -2 Toren. Die Elfenbeinküste kam 2010 mit drei Punkten und +1 Toren weiter, während Portugal 2002 mit drei Punkten und +2 Toren den fünften Platz unter den Gruppendritten belegte.

2022 gab es ein Dreiergleichstand um den fünften Platz: Tunesien, Kamerun und Uruguay hatten alle vier Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz, jeweils mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage in der Gruppenphase.

Vorsicht vor zu viel Optimismus

Da es in diesem Turnier zwölf statt acht Gruppen gibt, ist eine größere Bandbreite an Ergebnissen möglich. Doch wenn die jüngere Geschichte einen Hinweis gibt, dann den, dass sich Teams nicht darauf verlassen sollten, dass drei Punkte zum Weiterkommen reichen – und dass die Tordifferenz entscheidend sein wird. In den Jahren 1998, 2002, 2010, 2014, 2018 und 2022 gab es insgesamt 13 Gruppendritte, die drei Punkte holten, aber nicht zu den fünf besten gehörten.

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