WM 2026: Neue Regeln für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko

Kurzüberblick
Die FIFA hat für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mehrere Regeländerungen angekündigt. Dazu gehören ein neues Abseitskonzept, eine verlängerte Nachspielzeit und die Möglichkeit von Auswechslungen bei Verdacht auf Gehirnerschütterung.
Die FIFA hat für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mehrere Regeländerungen angekündigt, die das Turnier grundlegend verändern könnten. Die Neuerungen betreffen unter anderem das Abseits, die Nachspielzeit und den Umgang mit Verletzungen. Ziel ist es, das Spiel fairer, dynamischer und sicherer zu machen.
Neues Abseitskonzept: Mehr Tore, weniger Unterbrechungen
Eine der umstrittensten Änderungen betrifft die Abseitsregel. Nach einem Vorschlag von Arsène Wenger, dem FIFA-Direktor für globale Fußballentwicklung, soll künftig nicht mehr die Position der Körperteile entscheidend sein, sondern nur noch, ob der gesamte Körper des Angreifers vor dem letzten Abwehrspieler ist. Dies soll knappe Abseitsentscheidungen reduzieren und mehr Tore ermöglichen. Die Regel wird zunächst in Testwettbewerben erprobt, bevor sie bei der WM 2026 angewendet wird.
Verlängerte Nachspielzeit: Mehr Spielzeit, weniger Zeitspiel
Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die Nachspielzeit deutlich zu verlängern. Ähnlich wie bei der WM 2022 in Katar, wo die tatsächliche Spielzeit durch großzügige Nachspielzeiten erhöht wurde, soll auch 2026 jede Unterbrechung – ob durch Verletzungen, Auswechslungen oder Torjubel – genau erfasst und nachgespielt werden. Die FIFA erhofft sich dadurch mehr Nettospielzeit und weniger Zeitspiel.
Gehirnerschütterungs-Auswechslungen: Schutz der Spieler
Erstmals bei einer Weltmeisterschaft sollen Teams die Möglichkeit erhalten, bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung einen zusätzlichen Spieler auszuwechseln, ohne dass dies auf das reguläre Auswechslungskontingent angerechnet wird. Diese Regelung soll das Risiko für Spieler minimieren, die nach einem Kopfaufprall weiterspielen. Die FIFA folgt damit einer Forderung von Medizinern und Spielergewerkschaften.
Weitere mögliche Änderungen
Diskutiert wird auch die Einführung von „Sin-Bins“ (Zeitstrafen) für taktische Fouls sowie eine Anpassung der Handspielregel. Zudem könnte die Abseitsregel bei Eckbällen und Freistößen gelockert werden. Die endgültigen Regeländerungen werden voraussichtlich im Jahr 2025 vom International Football Association Board (IFAB) verabschiedet.
Die WM 2026 wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen, was ebenfalls Auswirkungen auf den Spielplan und die Regeln haben könnte. Die FIFA betont, dass alle Änderungen dem Ziel dienen, den Fußball attraktiver und fairer zu machen.
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