Honduras U-20: Lopez über WM- und Olympia-Ziele

Kurzüberblick
Honduras' U-20-Trainer Orlando Lopez spricht über die bevorstehende Concacaf-Meisterschaft und die doppelte Chance auf die U-20-WM 2027 und die Olympischen Spiele 2028. Das Team ist hungrig auf Erfolg und setzt auf Teamgeist.
Honduras' U-20-Nationaltrainer Orlando Lopez hat klare Ziele vor Augen: die Qualifikation für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2027 in Aserbaidschan und Usbekistan sowie das olympische Fußballturnier bei den Sommerspielen 2028 in Los Angeles. Am Sonntag, den 26. Juli, startet sein Team in die Concacaf U-20-Meisterschaft 2026 in Mexiko. Der Turniersieg würde beide Tickets sichern.
Eine reiche Geschichte und neuer Hunger
Honduras blickt auf eine beeindruckende Vergangenheit in beiden Wettbewerben zurück. Neunmal nahm „Los Catrachos“ an der U-20-WM teil, zuletzt viermal in Folge von 2015 bis 2023. Bei Olympischen Spielen war Honduras fünfmal vertreten, darunter ein Viertelfinaleinzug in London 2012. Nun will die Mannschaft an diese Erfolge anknüpfen.
Lopez, der die Mannschaft in der Gruppenphase gegen Kanada, Jamaika und Panama führt, betont die Einheit seines Teams: „Wir haben eine sehr geschlossene Gruppe. Die Teamarbeit, die wir geleistet haben, um diesen Zusammenhalt aufzubauen, war sehr gut. Wir verstehen, dass im Fußball die Ergebnisse zählen – und die kommen vom Team, nicht von Einzelspielern.“
Vorbereitung und Mentalität
Die Vorbereitung umfasste eine wertvolle Auslandsreise, die laut Lopez die mentale Stärke des Teams gefördert hat: „Diese Tour war sehr nützlich. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass man in anderen Kontexten wachsen kann, besonders wenn man an Orten spielt, die man normalerweise nicht besucht. Ich denke, es hat unser mentales Spiel gestärkt, als wir erkannten, dass wir in anderen Teilen der Welt mithalten können.“
Lopez beschreibt seinen Kader als „sehr zäh“ und fußballerisch stark: „Diese Gruppe wird als sehr beharrliches Team bekannt sein. Sie versucht, guten Fußball zu spielen, und in Drucksituationen, die man nicht planen kann, wird sie das Spiel gut lesen können.“
Gegner und Spielstile
Die Gruppenphase bringt unterschiedliche Herausforderungen: „Kanada hat einen sehr organisierten, passorientierten Stil. Jamaika spielt etwas aggressiver, aber auch strukturiert. Panama haben wir bereits getroffen – sie sind stark im Konter und im geordneten Spiel und haben sehr kraftvolle Spieler.“ Lopez fokussiert sich jedoch auf die eigene Leistung: „Wir konzentrieren uns mehr auf uns selbst und das, was wir tun können, als auf die Gegner.“
Langfristige Perspektive
Für Lopez steht nicht nur der kurzfristige Erfolg im Vordergrund: „Das Wichtigste ist, dass diese jungen Spieler für die A-Nationalmannschaft bereit sind. Wir wollen, dass sie sich wichtig fühlen. Unser Ziel ist es, ins Finale zu kommen, zu gewinnen und uns für die Olympischen Spiele in Los Angeles zu qualifizieren. Das wäre unglaublich.“
Der Trainer selbst bringt Erfahrung aus der U-20-WM 2015 in Neuseeland mit, wo er als Assistent von Jorge Jiménez arbeitete: „Diese Erfahrung hat mich als Trainer enorm bereichert. Ich setze jetzt vieles von dem um, was ich damals gelernt habe. Jeden Tag gibt es neue Geschichten zu schreiben – jetzt ist unsere Zeit gekommen. Dafür müssen wir kämpfen.“
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