Visaprobleme beim Iran-Spiel: Infantino-Trump-Verhältnis belastet WM

Kurzüberblick
Die jüngsten Visaprobleme für iranische Spieler und Staff offenbaren ein angespanntes Verhältnis zwischen FIFA-Präsident Infantino und der Trump-Administration. Trotz öffentlicher Annäherung habe die US-Regierung der FIFA kaum geholfen, kritisierte ein Journalist.
Die Austragung einer Weltmeisterschaft oder eines anderen FIFA-Turniers war bislang stets mit der Garantie der Freizügigkeit für alle teilnehmenden Mannschaften und Mitarbeiter verbunden. Bei den letzten Weltmeisterschaften war dies schlichtweg kein Thema. Umso skandalöser ist es, dass es nun dazu gekommen ist.
Visaprobleme überschatten Iran-Spiel
Am vergangenen Wochenende traten bei der Einreise von iranischen Spielern und Betreuern Schwierigkeiten mit den Visa auf. Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf ein weiteres Problem, das über dieser Weltmeisterschaft schwebt: das Verhältnis zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump. Trotz aller öffentlichen Annäherungsversuche habe die Trump-Administration der FIFA in fast keiner Weise geholfen, schrieb der Journalist Miguel Delaney auf Twitter.
Hintergrund der Spannungen
Die Beziehungen zwischen Infantino und Trump waren von Anfang an ambivalent. Während Infantino die WM in den USA als Chance für die FIFA sieht, steht die US-Regierung unter Trump für eine restriktive Einwanderungspolitik, die im Widerspruch zu den FIFA-Garantien steht. Die aktuellen Visa-Probleme sind ein Symptom dieser grundlegenden Differenzen.
Die FIFA hatte sich im Vorfeld der WM bemüht, die Freizügigkeit für alle Teilnehmer zu gewährleisten. Doch die Realität sieht anders aus: Iranische Spieler und Staff mussten tagelang auf ihre Visa warten, was die Vorbereitung auf das Turnier beeinträchtigte. Dies ist ein beispielloser Vorgang in der Geschichte der Weltmeisterschaften.
Die Vorfälle zeigen, dass die FIFA trotz aller Bemühungen nicht in der Lage ist, ihre eigenen Standards durchzusetzen. Die Trump-Administration hat sich bislang geweigert, die notwendigen Erleichterungen zu schaffen. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen der FIFA und den USA haben, insbesondere im Hinblick auf die geplante WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden soll.
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