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Uefa-Allianz fordert Rotation des Fifa-PräsidentenamtsEin von der Uefa angeführtes Bündnis strebt eine Reform der Fifa an, die eine Rotation des Präsidentenamts zwischen den Kontinentalverbänden vorsieht. Damit soll verhindert werden, dass ein einzelner Präsident wie Gianni Infantino zu viel Macht ansammelt./images/de/2026/08/uefa-allianz-fordert-rotation-des-fifa-prasidentenamts-71ba63e2-800w.webpUefa-Allianz fordert Rotation des Fifa-Präsidentenamts

Uefa-Allianz fordert Rotation des Fifa-Präsidentenamts

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Gianni Infantino, Präsident der Fifa, spricht auf einer Pressekonferenz vor dem Logo des Weltverbands. — latest news and analysis.

Kurzüberblick

Ein von der Uefa angeführtes Bündnis strebt eine Reform der Fifa an, die eine Rotation des Präsidentenamts zwischen den Kontinentalverbänden vorsieht. Damit soll verhindert werden, dass ein einzelner Präsident wie Gianni Infantino zu viel Macht ansammelt.

Ein von der Uefa angeführtes Bündnis von Fußballverbänden drängt auf weitreichende Reformen innerhalb der Fifa. Im Zentrum der Forderungen steht die Einführung einer Rotation des Präsidentenamts zwischen den sechs Kontinentalverbänden. Ein solcher Schritt würde es künftig unmöglich machen, dass ein einzelner Präsident eine derart dominante Position einnimmt, wie es derzeit Gianni Infantino tut.

Reformvorschlag: Rotation statt Dauerherrschaft

Die Uefa und ihre Verbündeten schlagen vor, dass das Amt des Fifa-Präsidenten künftig turnusmäßig zwischen den Konföderationen wechseln soll. Dies würde bedeuten, dass kein Kontinentalverband mehr als eine Amtszeit in Folge stellen könnte. Kritiker der aktuellen Struktur bemängeln, dass Infantino, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht, durch seine Wiederwahlen eine übermäßige Machtfülle angesammelt habe. Eine Rotation würde nicht nur die Machtkonzentration begrenzen, sondern auch die Repräsentation der verschiedenen Fußballregionen stärken.

Hintergrund: Infantinos umstrittene Amtsführung

Gianni Infantino, ein Schweizer Jurist, wurde 2016 zum Nachfolger von Sepp Blatter gewählt, nachdem dieser im Zuge von Korruptionsskandalen zurückgetreten war. Infantino versprach damals eine umfassende Reform der Fifa, geriet jedoch selbst immer wieder in die Kritik. Unter anderem wurden seine engen Beziehungen zu autoritären Regimen und die Vergabe der Weltmeisterschaft 2034 an Saudi-Arabien kontrovers diskutiert. Zudem sorgte seine Initiative zur Aufstockung der Klub-Weltmeisterschaft für Unmut bei europäischen Spitzenvereinen.

Die Position der Uefa

Die Uefa, der europäische Fußballverband, hat sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zu Infantinos Kurs geäußert. Mit dem Vorstoß zur Rotation des Präsidentenamts verfolgt die Uefa das Ziel, die Fifa demokratischer und transparenter zu gestalten. Ein Sprecher der Uefa betonte, dass eine solche Reform die Glaubwürdigkeit des Weltverbands stärken und das Vertrauen in die Organisation wiederherstellen würde. Die Uefa hofft, mit ihrem Vorschlag breite Unterstützung bei anderen Konföderationen zu finden, insbesondere bei jenen, die sich von der aktuellen Führung übergangen fühlen.

Reaktionen und Ausblick

Die Reaktionen auf den Reformvorschlag sind gemischt. Während einige Verbände die Initiative begrüßen, zeigen sich andere skeptisch. Insbesondere die kleineren Konföderationen, die von Infantinos Entwicklungsprogrammen profitieren, könnten einer Rotation kritisch gegenüberstehen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Uefa mit ihrem Vorstoß durchsetzen kann. Sollte die Rotation tatsächlich eingeführt werden, wäre dies eine der tiefgreifendsten Strukturreformen in der Geschichte der Fifa.

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