Algerien trennt sich von Nationaltrainer Petkovic

Kurzüberblick
Der algerische Fußballverband hat die Zusammenarbeit mit Nationaltrainer Vladimir Petkovic beendet. Grund sind die enttäuschenden Ergebnisse, insbesondere das frühe Aus beim Afrika-Cup. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits.
Der algerische Fußballverband (FAF) hat sich mit sofortiger Wirkung von Nationaltrainer Vladimir Petkovic getrennt. Das gab der Verband am Donnerstag bekannt. Damit endet die Amtszeit des 61-jährigen Schweizers, der erst im Februar 2024 die Nachfolge von Djamel Belmadi angetreten hatte, nach nur wenigen Monaten.
Enttäuschender Afrika-Cup und schwache Qualifikation
Der unmittelbare Auslöser für die Trennung war das frühe Aus Algeriens in der Gruppenphase des Afrika-Cups 2023 in der Elfenbeinküste. Die „Wüstenfüchse“ schieden als Gruppenletzter hinter Angola, Burkina Faso und Mauretanien aus – ein historisches Debakel für den zweifachen Afrikameister. Zudem verlief der Start in die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 holprig: Nach einem Sieg gegen Somalia und einem Unentschieden gegen Uganda rangiert Algerien in seiner Gruppe nur auf Platz zwei.
Petkovic, der zuvor die Schweizer Nationalmannschaft betreut und dort für seine defensive Stabilität bekannt war, konnte die hohen Erwartungen in Algerien nie erfüllen. Kritiker bemängelten fehlende taktische Flexibilität und eine mangelhafte Einbindung der zahlreichen Topspieler, die in europäischen Ligen aktiv sind.
Verband sucht Nachfolger
Der FAF kündigte an, in den kommenden Tagen einen Nachfolger präsentieren zu wollen. Als Favoriten gelten der frühere algerische Nationalspieler und aktuelle Trainer von Al-Duhail (Katar), Walid Regragui, sowie der ehemalige Bordeaux-Coach Vladimir Petkovic – allerdings kursieren auch Namen wie der des ehemaligen französischen Nationaltrainers Laurent Blanc. Die algerische Öffentlichkeit fordert einen Trainer mit klarer Spielidee und Erfolgsbilanz, um die Mannschaft zurück an die Spitze des afrikanischen Fußballs zu führen.
Algerien, das 2019 unter Djamel Belmadi den Afrika-Cup gewann, steckt in einer sportlichen Krise. Die Mannschaft um Stars wie Riyad Mahrez (Al-Ahli), Islam Slimani und Youcef Belaïli muss dringend wieder zu alter Stärke finden, um sich für die kommenden Turniere zu qualifizieren. Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits im September mit den WM-Qualifikationsspielen gegen Mosambik und Botswana.
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