Portugal bestätigt Abschied von Trainer Martinez

Kurzüberblick
Der portugiesische Fußballverband hat die Trennung von Nationaltrainer Roberto Martinez bekanntgegeben. Der 52-Jährige verlässt die Seleção nach dem Achtelfinal-Aus gegen Spanien bei der Weltmeisterschaft.
Der portugiesische Fußballverband (FPF) hat offiziell die Trennung von Nationaltrainer Roberto Martinez bestätigt. Der 52-jährige Spanier verlässt die Seleção, nachdem Portugal im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen Spanien mit 0:1 ausgeschieden war. Martinez hatte bereits zuvor angekündigt, dass er seine Rolle als Cheftrainer, die er seit Januar 2023 innehatte, aufgeben werde.
Eine Bilanz mit Höhen und Tiefen
Martinez übernahm die portugiesische Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2022 in Katar und führte das Team 2025 zum Gewinn der UEFA Nations League. Bei der Europameisterschaft 2024 schied Portugal jedoch im Viertelfinale nach einer Elfmeter-Niederlage gegen Frankreich aus. In der laufenden Weltmeisterschaft belegte Portugal den zweiten Platz in seiner Gruppe, mit einem Unentschieden gegen Kolumbien, einem weiteren gegen die Demokratische Republik Kongo und einem deutlichen 5:0-Sieg gegen Usbekistan. In der Runde der letzten 32 besiegte Portugal Kroatien, bevor es im Achtelfinale gegen Spanien die erste Niederlage hinnehmen musste.
Kritik an der Aufstellung von Ronaldo
Besonders umstritten war Martinez' Entscheidung, den 41-jährigen Cristiano Ronaldo in den letzten beiden großen Turnieren regelmäßig von Beginn an einzusetzen. Der BBC-Experte Chris Sutton warf dem Spanier vor, er würde dem Superstar „nach dem Mund reden“. Ronaldo, der mittlerweile in Saudi-Arabien spielt, konnte in den entscheidenden Spielen nicht die erhoffte Leistung abrufen.
Nach der Niederlage gegen Spanien sagte Martinez: „Ich kam nach Portugal mit dem Ziel, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Da ich dieses Ziel nicht erreicht habe, ergibt es keinen Sinn, weiterzumachen. Mein Vertrag endet heute.“
Die Suche nach einem Nachfolger beginnt
Der FPF erklärte in einer Stellungnahme: „Der portugiesische Fußballverband gibt bekannt, dass er die vertragliche Beziehung mit dem Nationaltrainer Roberto Martinez und seinem Trainerstab an diesem Mittwoch offiziell beendet hat.“ Der Verband betonte, dass die Suche nach einem Nachfolger bereits begonnen habe, „mit dem Ziel, den Ehrgeiz und die Siegerkultur innerhalb der Nationalmannschaft weiter zu fördern.“
Personalwechsel auch in Mexiko
Parallel zu den Entwicklungen in Portugal gab auch der mexikanische Fußballverband einen Trainerwechsel bekannt. Der ehemalige mexikanische Verteidiger Rafael Marquez wurde vom Assistenten zum Cheftrainer befördert und übernimmt das Amt von Javier Aguirre. Aguirre, 67, beendet damit seine dritte Amtszeit als Nationaltrainer Mexikos, nachdem die Co-Gastgeber der Weltmeisterschaft im Achtelfinale gegen England ausgeschieden waren.
Marquez, der seit 2024 zum Trainerstab von Aguirre gehörte, nahm zwischen 2002 und 2018 an fünf Weltmeisterschaften für Mexiko teil. Der 47-Jährige ist der viertmeist eingesetzte Spieler in der Geschichte des Landes. Der mexikanische Verband würdigte Marquez auf X mit den Worten: „Ein historisches Vermächtnis bei der Weltmeisterschaft und bereit, seine Geschichte weiterzuschreiben. Rafa Marquez, unser Anführer auf dem Platz und jetzt von der Bank aus.“ Über Aguirre hieß es: „Unsere Anerkennung für dich, Javier. Danke. Javier Aguirres Vermächtnis wird für immer in unserer Geschichte weiterleben.“
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