Neuer Ligapokal mit Elfmeterschießen und regionaler Aufteilung
Kurzüberblick
Der Women's League Cup wird zur Players Cup umbenannt und ab 2026/27 in einem Ligasystem mit regionalisierten Spielen ausgetragen. Teams mit Champions-League-Qualifikation sind ausgeschlossen, was Chelsea, ManCity und Arsenal betrifft.
Der Women's League Cup wird zur Players Cup umbenannt und ab der Saison 2026/27 in einem völlig neuen Format ausgetragen. Statt des bisherigen Gruppenmodells tritt künftig ein Ligasystem mit regionalisierten Spielen in Kraft. Dies gab die Women's Super League (WSL) bekannt.
Neue Struktur und Teilnehmer
Im November 2024 stimmten die Vereine der WSL und der WSL 2 mehrheitlich für die Reformvorschläge, die vor allem Terminprobleme lösen und die Spielerinnenbelastung reduzieren sollen. Kern der Neuerung: Mannschaften, die sich für die Women's Champions League qualifiziert haben, nehmen nicht am Players Cup teil. Damit fehlen in der ersten Saison die Titelverteidigerinnen Chelsea, die WSL-Meisterinnen Manchester City sowie die Zweitplatzierten Arsenal.
Die verbleibenden 23 Teams aus den beiden höchsten Spielklassen werden in eine Nord- und eine Südgruppe aufgeteilt, bleiben aber in einer gemeinsamen Tabelle. Jede Mannschaft bestreitet von September bis Dezember drei Heim- und drei Auswärtsspiele gegen Teams aus der eigenen Region. Die Spiele finden an den Abenden statt, an denen auch die Champions-League-Partien ausgetragen werden.
Punktesystem mit Elfmeterschießen
Ein besonderes Merkmal des neuen Wettbewerbs: Endet eine Partie nach regulärer Spielzeit unentschieden, wird sie nicht verlängert, sondern sofort durch ein Elfmeterschießen entschieden. Der Sieger des Elfmeterschießens erhält zwei Punkte, der Verlierer einen. Für einen Sieg in der regulären Spielzeit gibt es wie üblich drei Punkte.
Die besten acht Teams der Abschlusstabelle qualifizieren sich für das Viertelfinale im Januar. Dabei haben die besser platzierten Mannschaften Heimrecht. Das Halbfinale wird ebenfalls in einer einzigen Partie beim höher gesetzten Team ausgetragen. Das Finale findet am Wochenende des 13. und 14. März an einem neutralen Ort statt.
Hintergrund und Ziele der Reform
Zarah Al-Kudcy, Chief Revenue Officer der WSL, erklärte: „Wir wollten sinnvolle Spielminuten für junge und Ergänzungsspielerinnen schaffen und die Ungleichheit bei den Einsatzzeiten zwischen den Ligen angehen, ohne unsere Grundsätze des Spielerinnenwohls zu gefährden.“
Der Druck auf den Spielkalender ist kein Phänomen, das nur den Frauenfußball betrifft. Als die WSL Football Ende 2023 gegründet wurde, erkannte man die Chance, den Ligapokal grundlegend zu reformieren. Das neue Format ist das Ergebnis umfassender Konsultationen mit Vereinen, Spielerinnen und Fans, um den Bedürfnissen aller Teams in den beiden oberen Ligen gerecht zu werden.
In der vergangenen Saison bestritten die Teams drei oder vier Spiele in fünf Gruppen, wobei die Gruppensieger im Viertelfinale auf die europäischen Teilnehmer trafen. Die Unterschiede in der Anzahl der Pflichtspiele zwischen Teams mit und ohne Europapokalteilnahme waren enorm – in vielen Fällen mehr als zehn Partien pro Saison.
Der neue Players Cup orientiert sich am Schweizer System der Champions League und soll genau diese Diskrepanz verringern, indem er den Teams, die 2025/26 nicht unter den ersten drei der WSL landeten, mehr Spielzeit und Wettkampfpraxis bietet. Gleichzeitig wird durch den Ausschluss der Spitzenteams nicht nur die Chancengleichheit für andere Vereine erhöht, sondern auch garantiert, dass 2026/27 ein neuer Name auf der Trophäe stehen wird. Bisher haben nur Arsenal, Chelsea und Manchester City den Ligapokal gewonnen.
Die Einteilung der Gruppen
Die Nordgruppe umfasst folgende elf Teams: Aston Villa, Birmingham City, Burnley, Durham, Everton, Liverpool, Manchester United, Newcastle United, Nottingham Forest, Sheffield United und Sunderland.
Die Südgruppe besteht aus zwölf Mannschaften: Brighton & Hove Albion, Bristol City, Charlton Athletic, Crystal Palace, Ipswich Town, Leicester City, London City Lionesses, Southampton, Tottenham Hotspur, Watford, West Ham United und Wolverhampton Wanderers.
Die genauen Spielpläne werden am Donnerstag, den 6. August, veröffentlicht.
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