Algerien und Marokko sichern sich WM-Tickets für 2027

Kurzüberblick
Algerien und Marokko haben sich als erste afrikanische Nationen für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert. Beide Teams setzten sich im Viertelfinale des Afrika-Cups durch und feierten historische Erfolge.
Historischer Erfolg für Nordafrika
Algerien und Marokko haben sich als erste Nationen des afrikanischen Kontinents für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert. Beide Teams sicherten sich ihre Tickets durch Siege im Viertelfinale des Frauen-Afrika-Cups (WAFCON). Algerien besiegte die Elfenbeinküste mit 2:1, während Marokko Südafrika mit 2:1 bezwang. Damit stehen die beiden nordafrikanischen Teams bereits vor den verbleibenden Viertelfinalspielen als Teilnehmer des Turniers in Südamerika fest.
Die weiteren Teilnehmer aus Afrika werden in den anderen Viertelfinalbegegnungen am 9. August ermittelt, wenn Kamerun, Nigeria, Malawi und Ghana gegeneinander antreten. Zwei dieser vier Teams werden sich ebenfalls für die WM qualifizieren.
Algeriens dramatischer Comeback-Sieg
Algerien feierte seinen ersten Einzug in ein WM-Endturnier nach einer beeindruckenden Aufholjagd. Die Elfenbeinküste ging in der 30. Minute durch Ines Konan in Führung, die den Ball unter der algerischen Latte hindurch ins Tor drückte. Kurz vor der Pause änderte sich das Spiel jedoch grundlegend, als N'Sira Ouedraogo wegen eines hohen Beins gegen Torhüterin Chloe N'gazi die Rote Karte sah.
In der zweiten Halbzeit drehte Algerien die Partie innerhalb von sechs Minuten. Die zur Halbzeit eingewechselte Ines Khiri glich mit einem wunderschönen Bogenlampenschuss über Aramatou Diakite aus. Amira Braham vollendete die Aufholjagd mit einem Weitschuss ins rechte untere Eck.
Marokko bestätigt WM-Form
Die Atlas-Löwinnen, die bei ihrem Debüt 2023 das Achtelfinale erreicht hatten, bestätigten ihre starke Form und sicherten sich mit einem knappen Sieg gegen Südafrika erneut die WM-Teilnahme. Sakina Ouzraoui eröffnete den Torreigen in der 29. Minute mit einem sehenswerten Lupfer über Kaylin Swart. Hanane Ait El Haj erhöhte nach der Pause per Foulelfmeter, nachdem Noxolo Cesane Ghizlane Chebbak gefoult hatte. Thembi Kgatlana verkürzte in der 67. Minute, aber Marokko ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Chancen für die Verlierer
Die Elfenbeinküste und Südafrika haben weiterhin die Möglichkeit, sich über das FIFA-Play-off-Turnier zu qualifizieren. Die beiden Teams treffen am 13. August in einem Play-off-Spiel aufeinander, dessen Sieger sich für das Turnier qualifiziert. Zudem hat eine der beiden anderen unterlegenen Viertelfinalisten die Chance, sich über die Play-offs zu qualifizieren.
Die Spiele fanden im Stade Larbi-Zaouli in Casablanca und im Stade Al Medina in Rabat statt, jeweils um 18:00 Uhr Ortszeit.
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