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Rosemonde Kouassi: Die Elefantin auf dem Weg zur WM 2027Côte d'Ivoire kehrt nach zwölf Jahren zur WAFCON zurück und träumt von der WM-Teilnahme 2027. Stürmerin Rosemonde Kouassi, die für Washington Spirit spielt, ist die Hoffnungsträgerin der Elefanten./images/de/2026/07/rosemonde-kouassi-die-elefantin-auf-dem-weg-zur-wm-2027-ee7ae403-800w.webpRosemonde Kouassi: Die Elefantin auf dem Weg zur WM 2027

Rosemonde Kouassi: Die Elefantin auf dem Weg zur WM 2027

Aktualisiert 3 min read
Rosemonde Kouassi im Trikot der ivorischen Nationalmannschaft beim Dribbling gegen eine Gegenspielerin auf einem grünen Rasen.

Kurzüberblick

Côte d'Ivoire kehrt nach zwölf Jahren zur WAFCON zurück und träumt von der WM-Teilnahme 2027. Stürmerin Rosemonde Kouassi, die für Washington Spirit spielt, ist die Hoffnungsträgerin der Elefanten.

Die Wartezeit hat mehr als ein Jahrzehnt gedauert. Am 27. Juli wird Côte d'Ivoire seine Ambitionen auf die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ wiederbeleben, wenn die Mannschaft zur Women's Africa Cup of Nations (WAFCON) zurückkehrt, die gleichzeitig als Qualifikationsturnier für das globale Sportereignis dient. Zum ersten Mal seit 2014 wieder bei der kontinentalen Meisterschaft dabei, haben die Elefanten zwei klare Ziele: den Pokal zu gewinnen und unter den besten vier Afrikas zu landen, um sich direkt für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ zu qualifizieren.

Rückkehr nach langer Abstinenz

Côte d'Ivoire war zuvor nur einmal bei einer Frauen-WM vertreten, nämlich 2015. Eine erneute Teilnahme an der Weltmeisterschaft wäre ein bedeutender Schritt für die Entwicklung des Frauenfußballs in dem westafrikanischen Land. Die Mannschaft hat sich in den letzten Monaten intensiv vorbereitet und ist entschlossen, bei der WAFCON zu glänzen.

Rosemonde Kouassi: Die Schlüsselspielerin

Für die lang ersehnte Rückkehr vertraut Cheftrainer Reynald Pedros auf einen Kader, den er in den vergangenen Monaten sorgfältig geformt hat. Rosemonde Kouassi steht im Mittelpunkt der Hoffnungen. Die Stürmerin, die für Washington Spirit in der National Women's Soccer League spielt, hat sich zu einer der führenden Figuren der ivorischen Mannschaft entwickelt. Die Erfahrung, die sie bei Fleury in der französischen Première Ligue und in den USA gesammelt hat – zusammen mit ihrer Schnelligkeit und Durchschlagskraft im letzten Drittel – könnte in einem Wettbewerb, der vermutlich durch kleinste Details entschieden wird, entscheidend sein.

Mit dem Turnier, das am 26. Juli beginnt, ist die ivorische Nationalspielerin voller Zuversicht. Nach fast zwei Monaten gemeinsamer Vorbereitung hatten die Elefanten ausreichend Zeit, ihre Abstimmung zu verfeinern und als Einheit zu wachsen. „Wir sind positiv gestimmt. Seit Beginn des Trainingslagers ist alles gut gelaufen“, verriet Kouassi in einem exklusiven Interview mit der FIFA.

Kontinuität als Trumpf

Diese Kontinuität ist eine der Hauptstärken des Teams. Der Kader ist in den letzten Monaten weitgehend unverändert geblieben, was es den Spielerinnen ermöglicht hat, sowohl auf als auch neben dem Platz eine bessere Chemie zu entwickeln. „Wir spielen jetzt seit mehreren Monaten zusammen; wir lernen uns immer besser kennen. Ich denke, dass wir mit den Spielerinnen, die wir haben, Großes erreichen können“, betonte die Starspielerin.

Gruppe B: Wiedersehen mit alten Bekannten

Côte d'Ivoire hat bei der WAFCON zudem eine Rechnung zu begleichen. In der Gruppe B treffen die Elefanten auf vertraute Gegner aus Tansania. Die Mannschaften trafen im September 2023 in der ersten Qualifikationsrunde für die Ausgabe 2024 aufeinander, die schließlich 2025 ausgetragen wurde. Nachdem Côte d'Ivoire das Hinspiel mit 2:0 gewonnen hatte, drehte Tansania den Rückstand im Rückspiel um und glich die Serie mit 2:2 in der Addition aus, bevor sie sich im Elfmeterschießen mit 4:2 durchsetzte. Diese Erinnerung wird zweifellos für zusätzliche Motivation sorgen, wenn sie erneut aufeinandertreffen. Vor diesem Prestigeduell stehen für die Ivorerinnen zudem Spiele gegen Burkina Faso und den WAFCON-Champion von 2022, Südafrika, auf dem Programm.

Der Traum von Brasilien

Die Frauen-WM in Brasilien mag das ultimative Ziel sein, doch Kouassi konzentriert sich ganz auf die unmittelbare Herausforderung. „Im Moment konzentrieren wir uns nur auf die WAFCON“, betonte sie. Diese Herangehensweise spiegelt die Entschlossenheit der Elefanten wider, auf dem Boden zu bleiben und Schritt für Schritt vorzugehen.

Die Bedeutung ihrer Kampagne reicht jedoch weit über die Ergebnisse auf dem Platz hinaus. Eine Rückkehr auf die globale Bühne wäre ein großer Fortschritt für die Entwicklung des Frauenfußballs in der westafrikanischen Nation. Kouassi ist sich der Auswirkungen einer Qualifikation sicher: „Es würde noch mehr junge Mädchen inspirieren, die davon träumen, eines Tages das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Wir wollen Vorbilder für sie sein.“

Die Aussicht, auf der größten Bühne der Welt in Brasilien zu spielen, macht dieses Ziel noch reizvoller. „Bei einer Weltmeisterschaft zu spielen, ist an sich schon ein Traum, aber dies in Brasilien zu tun – einem Land, das den schönen Fußball lebt und atmet – wäre etwas ganz Besonderes“, erklärte die Stürmerin.

Bevor sie jedoch an Brasilien denken, müssen die Elefanten zunächst aus ihrem früheren kontinentalen Erfolg schöpfen. Ihr bestes WAFCON-Ergebnis erzielten sie 2014 mit dem dritten Platz, zwei Jahre nach einem Vorrundenaus bei ihrem Debüt. Kouassi und ihre Teamkolleginnen sind entschlossen, zwölf Jahre nach der letzten WM-Teilnahme des Landes ein neues Kapitel in der Geschichte des ivorischen Frauenfußballs zu schreiben.

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