Viertelfinal-Vorschau: Vier Nationen kämpfen um WM-Ticket

Kurzüberblick
Die Gruppenphase des Afrika-Cups der Frauen ist beendet. Ab Samstag kämpfen acht Teams in den Viertelfinals um den Einzug ins Halbfinale und damit um die Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien.
Die Gruppenphase des Afrika-Cups der Frauen 2026 ist abgeschlossen, und die acht Teams für die Viertelfinals am Samstag, 8. August, und Sonntag, 9. August, stehen fest. In der kontinentalen Meisterschaft, die gleichzeitig als Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien dient, warten vier packende Begegnungen. Die vier Halbfinalisten sichern sich ihre Plätze bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr, während die übrigen Viertelfinalisten um zwei Plätze im Play-off-Turnier kämpfen.
Algerien und Côte d'Ivoire mit historischen Chancen
Algerien kann Geschichte schreiben: Mit einem Sieg am Samstag würde das Team zum ersten Mal überhaupt die Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft perfekt machen. Die „Les Vertes“ beendeten die Gruppe A auf Platz zwei hinter Gastgeber Marokko und erreichten damit zum zweiten Mal in ihrer Geschichte das Viertelfinale des Afrika-Cups – nach der Ausgabe 2024, die 2025 ausgetragen wurde. Maßgeblich beteiligt war Marine Dafeur von Bristol City, die zwei Tore erzielte.
Die Mannschaft von Côte d'Ivoire unter Trainer Reynald Pedros hofft derweil auf die erste WM-Teilnahme seit 2015, als man alle drei Spiele verlor. Der größte Erfolg beim Afrika-Cup bleibt der dritte Platz aus dem Jahr 2014. Eine ähnliche Leistung würde in diesem Jahr die Qualifikation bedeuten, nachdem die Ivorerinnen in der Gruppenphase mit zwei Siegen und einem Unentschieden – 2:2 gegen Südafrika – überzeugten, wobei Ines Konan drei Tore beisteuerte.
Marokko gegen Südafrika: Duell der jüngsten Finalisten
In Rabat geht es für Marokko um die zweite WM-Teilnahme in Folge, für Südafrika um die dritte. Die Gastgeberinnen standen in den letzten beiden Ausgaben des Afrika-Cups im Finale, während die Südafrikanerinnen das Turnier 2022 gewannen – ausgerechnet gegen Marokko (2:1). In der Ausgabe 2026 haderten die Banyana Banyana zunächst: einer 1:2-Niederlage gegen Tansania folgte ein 2:2 gegen Côte d'Ivoire, ehe der erste Sieg gegen Burkina Faso (1:0) gelang. Marokko gewann zweimal – darunter ein 4:0 gegen Kenia, angetrieben von Ibtissam Jraidi, der ersten Torschützin Marokkos bei einer WM 2023 – und spielte zum Abschluss 0:0 gegen Senegal.
Kamerun gegen Nigeria: Klassiker mit viel Historie
Kamerun, angeführt von der formstarken Marie Ngah Manga von Fenerbahce (drei Tore in zwei Spielen), gewann die Gruppe D und strebt die dritte WM-Teilnahme nach 2015 und 2019 an. Dafür müssen sie Nigeria bezwingen, das auf seinen 11. Afrikatitel in 14 Ausgaben des Afrika-Cups hofft. Die Super Falcons wurden in Gruppe C nur Zweiter – nach einer überraschenden 2:3-Niederlage gegen Malawi, einem knappen 1:0 gegen Sambia und einem deutlichen 6:2 gegen Ägypten, bei dem sich sechs verschiedene Spielerinnen in die Torschützenliste eintrugen. Nigeria hat keine einzige Frauen-WM verpasst und nahm an den letzten neun Turnieren teil. Die Bilanz der Duelle zwischen Kamerun und Nigeria beim Afrika-Cup seit 1998: neun Siege für Nigeria, drei Unentschieden, ein Sieg für Kamerun.
Malawi und Ghana: Außenseiter mit WM-Traum
Malawi feiert sein Debüt beim Afrika-Cup der Frauen und steht kurz vor einer historischen WM-Qualifikation. In Gruppe C beendeten sie die Vorrunde vor Nigeria und Sambia – das damit seine zweite WM-Teilnahme nach 2023 verpasst – trotz einer 1:2-Niederlage am letzten Spieltag gegen die Copper Queens. Temwa Chawinga von Kansas City Current erzielte drei Tore, ihre Schwester Tabitha Chawinga von Olympique Lyon zwei. Im Viertelfinale treffen sie auf Ghana, dessen letzte von drei WM-Teilnahmen 2007 war. Die Mannschaft von Kim Björkegren holte in Gruppe D einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage und wurde damit Zweiter hinter Kamerun.
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