Zum Inhalt springen
Trump, Bieber und Shakira – ein WM-Finale der SuperlativeDas WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien bot nicht nur sportlich Höhepunkte, sondern auch ein Spektakel abseits des Rasens: Donald Trump, Justin Bieber und Madonna sorgten für Schlagzeilen./images/de/2026/07/trump-bieber-und-shakira-ein-wm-finale-der-superlative-df937159-800w.webpTrump, Bieber und Shakira – ein WM-Finale der Superlative

Trump, Bieber und Shakira – ein WM-Finale der Superlative

Aktualisiert 3 min read
Ein vollbesetztes Stadion in New Jersey mit Feuerwerk und einer Bühne für die Halbzeitshow, im Hintergrund die Skyline von New York.

Kurzüberblick

Das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien bot nicht nur sportlich Höhepunkte, sondern auch ein Spektakel abseits des Rasens: Donald Trump, Justin Bieber und Madonna sorgten für Schlagzeilen.

Das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien wird wohl nicht als fußballerisches Meisterwerk in die Geschichte eingehen, aber die Begleitumstände waren einmalig. Eine Rekord-Halbzeitpause mit Auftritten von Madonna und Justin Bieber, eine Rede von Hollywoodstar Tom Cruise vor dem Anpfiff, die Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump und ein Feuerwerk, das selbst am helllichten Tag beeindruckte – all das machte das Endspiel im New York New Jersey Stadium zu einem Ereignis der Superlative.

Sportlich setzte sich Spanien mit 1:0 durch: Ferran Torres erzielte in der Verlängerung das entscheidende Tor und bescherte der „Roja“ den zweiten WM-Titel. Doch abseits des Platzes gab es weit mehr Gesprächsstoff.

Trump und die WM-Trophäe

Die Weltmeisterschaft wurde von den USA, Mexiko und Kanada gemeinsam ausgerichtet, doch die meiste Aufmerksamkeit galt den USA – insbesondere den Äußerungen und Handlungen von Präsident Donald Trump. Trump hatte zuvor erklärt, dies sei eine „WM wie keine andere“ – und er sollte recht behalten, nicht zuletzt wegen der Kontroverse um US-Stürmer Folarin Balogun, der trotz eines Platzverweises keine Sperre erhielt.

Trump gab zu, mit FIFA-Präsident Gianni Infantino gesprochen und ihn gebeten zu haben, die Rote Karte zu überprüfen. Die Aufhebung der Sperre ermöglichte Balogun die Teilnahme am Achtelfinale gegen Belgien, das die USA jedoch verloren. Überraschend war auch Trumps Abwesenheit bei den vorherigen Spielen des Turniers: Vor dem Finale hatte er keine einzige Partie besucht. Seine Ankunft am Sonntag war spektakulär: Drei Hubschrauber flogen über das Stadion, einer landete, und Trump betrat etwa 20 Minuten vor dem Anpfiff die Arena – gemeinsam mit Infantino. Er nahm Platz, gerade rechtzeitig, um Robbie Williams und Nicole Scherzinger bei der Abschlusszeremonie zu sehen. In der ersten Halbzeit wurde ihm die WM-Trophäe gezeigt.

Die längste Halbzeitpause der Geschichte

Neben Trumps Auftritt war die Super-Bowl-artige Halbzeitshow das große Gesprächsthema. Die Pause wurde auf 27 Minuten verlängert, um ein Mini-Konzert zu ermöglichen. Madonna, BTS, Coldplay und Shakira – deren Song „Dai Dai“ die offizielle WM-Hymne ist – traten auf, ebenso wie Justin Bieber. Nach einer aufmunternden Rede von Ted Lasso und seinem Assistenztrainer Beard wechselte Bieber das Tempo und spielte eine akustische Version von „Everything Hallelujah“. Die Reaktionen der Fans waren gemischt, doch im „Match of the Day“-Studio fiel das Urteil von Wayne Rooney, dem ehemaligen englischen Stürmer, deutlich aus: „Ich fand es grottenschlecht. Die Auftritte waren schlecht, das Timing war schlecht. Lasst uns einfach Fußball spielen.“

Die Abschlusszeremonie vor dem Spiel glich vielen anderen: laute Musik, Tänzer auf dem Rasen – und eine dramatische Rede von Schauspieler Tom Cruise.

Nicht ganz im Mittelpunkt, aber nah dran

Für neutrale Zuschauer war eine der meist erwarteten Szenen nach dem Spiel die Frage, wie sichtbar Trump bei der Trophäenübergabe sein würde. Bereits bei der Club-Weltmeisterschaft im Vorjahr war Trump nach der Übergabe des Pokals an Chelsea-Kapitän Reece James auf der Bühne geblieben. „Man sagte mir, er würde den Pokal überreichen und dann die Bühne verlassen … aber er wollte bleiben“, erinnerte sich James, der auch bei dieser WM im englischen Kader stand.

Am Sonntag half Trump Infantino erneut bei der Medaillenvergabe an Sieger und Verlierer und verweilte auch bei der Pokalübergabe – wenn auch kürzer als bei der Club-WM. Allerdings gab es Buhrufe, als Trump und Infantino zur Zeremonie erschienen. Mindestens ein Spieler, Argentiniens Verteidiger Cristian Romero, schien Trumps Handschlag zu verweigern: Er ging direkt an ihm vorbei, nachdem er seine Medaille von Infantino erhalten hatte.

Lange Schlangen vor dem Anpfiff

Das Finale war zweifellos glamourös, und an Feuerwerk mangelte es nicht: Es gab Raketen vor dem Anpfiff, während der Halbzeitshow und nach Spaniens Trophäenhebung. Doch die Stunden zuvor waren alles andere als glamourös: Aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen – Trump war persönlich anwesend – übernahm der US-Geheimdienst die Sicherheit. Die Tore öffneten um 11:00 Uhr Ortszeit, vier Stunden vor dem Anpfiff, aber Stadionpersonal, Künstler und Medien waren bereits viel früher angereist. Verwirrung um die Zugänge führte dazu, dass einige Medienvertreter an einen Eingang geschickt wurden, nur um zurückgeschickt zu werden und sich erneut anzustellen. Auch die Taschenkontrollen waren strenger als bei vorherigen Spielen, was die Wartezeiten verlängerte. Dennoch entspannte sich die Lage rechtzeitig, und das Spiel begann ohne Verzögerung.

Alle Spiele

Suche