Ronald Koeman will mit Niederlanden gegen Schweden die Wende schaffen

Kurzüberblick
Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Japan steht die niederländische Nationalmannschaft unter Druck. Trainer Ronald Koeman zeigt sich jedoch zuversichtlich und kündigt an, weiterhin mutig aufzuspielen.
Nach dem enttäuschenden Auftakt-Unentschieden gegen Japan (2:2) steht die niederländische Nationalmannschaft unter Druck. Trainer Ronald Koeman zeigt sich jedoch unbeeindruckt und kündigt an, dass sein Team auch im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden mutig auftreten werde. „Die Stimmung ist gut, und wir werden weiterhin mit Mut spielen“, betonte der 63-Jährige im Gespräch mit der FIFA.
Auftakt gegen Japan: Enttäuschung, aber keine Krise
Die Niederlande waren zweimal in Führung gegangen, mussten sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. „Natürlich bin ich enttäuscht über das Unentschieden“, räumte Koeman ein. Dennoch sei die Stimmung im Team keineswegs schlecht. „Ich hatte das Gefühl, dass wir die Oberhand hatten und die meiste Zeit gut gespielt haben“, fügte er hinzu. Die Japaner verteidigten kompakt und machten es Oranje in der Offensive schwer. „In solchen Situationen muss man immer die richtigen Entscheidungen treffen und als Einheit angreifen“, erklärte Koeman. Genau daran müsse die Mannschaft noch arbeiten.
Trotz des verpassten Sieges ist für den Bondscoach noch alles offen in der Gruppe. „Je weiter man im Turnier kommt, desto wichtiger werden die Siege. Darauf müssen wir hinarbeiten, so müssen wir spielen, und darauf vertrauen wir voll und ganz.“
Schweden: Ein Gegner mit Selbstvertrauen
Der Fokus liegt nun auf dem nächsten schweren Gegner: Schweden. Die Skandinavier starteten mit einem beeindruckenden 5:1-Sieg gegen Tunesien und haben entsprechend viel Selbstvertrauen getankt. Koeman erwartet ein ähnliches Spiel wie gegen Japan: viel Ballbesitz für die Niederlande, tief stehende Gegner und wenig Raum in der Offensive. „Es wird schwer sein, Chancen und Räume zu kreieren“, sagte der Trainer. Der Schlüssel liege in den richtigen Entscheidungen und darin, zur richtigen Zeit genügend Spieler im Strafraum des Gegners zu haben. Nur so könne man „Chancen herausspielen und verwerten“.
Gleichzeitig warnte Koeman vor der Umschaltstärke der Schweden. „Ich denke, ihre größte Stärke ist der Moment, in dem sie den Ball in einer defensiven Position erobern und dann schnell umschalten.“ Schweden verfüge über schnelle Stürmer und dynamische Außenverteidiger, die sofort Tempo aufnehmen können. Für die Niederlande bedeute das: viel Ballbesitz und Kontrolle im Angriff, aber auch eine klare Absicherung nach hinten.
Kapitän van Dijk als Schlüsselspieler
Ein wichtiger Faktor für die Niederlande könnte erneut Kapitän Virgil van Dijk sein. Der Weltklasse-Innenverteidiger ist nicht nur in der Defensive gesetzt, sondern auch bei Standardsituationen eine enorme Gefahr für den Gegner. Koeman bezeichnete ihn als eine Art Verlängerung seiner selbst auf dem Platz. „Er ist ein Spieler mit viel Erfahrung und Persönlichkeit. In Momenten, in denen etwas gesagt werden muss oder wichtige Entscheidungen anstehen, übernimmt er Verantwortung.“
Unterstützung aus der Heimat
Unabhängig vom Ausgang gegen Schweden kann Oranje auf die Unterstützung der Fans zählen – und das spüren sie auch auf der anderen Seite des Atlantiks. „Obwohl wir ein kleines Land sind, sind wir immer noch eine große Fußballnation. Und darauf sind wir alle stolz“, sagte Koeman. „Jeder fiebert bei großen Turnieren richtig mit. Die Unterstützung, die wir dann bekommen, ist immer enorm.“
Dennoch hätten sich einige niederländische Fans einen effizienteren Start in die Gruppenphase gewünscht. Koeman nimmt die Kritik an: „Einige Veränderungen waren nicht positiv, und dafür bin ich verantwortlich. Also akzeptiere ich die Kritik. Wir wissen, dass in den Niederlanden immer Druck herrscht. Ich bin seit vielen Jahren im Fußball, als ich spielte, war es dasselbe. Wir sind ‚klein‘, aber wir wollen die Weltmeisterschaft gewinnen, wir haben ein starkes Team. Nach dem Unentschieden gegen Japan brauchen wir morgen die drei Punkte.“
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