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Uefa erwägt WM-Boykott: Eskalation im Streit mit FifaDie europäischen Fußballverbände drohen mit einem Boykott der Weltmeisterschaft, falls die Fifa Anteile am Turnier verkauft. Ein solcher Schritt hätte weitreichende Folgen für den Weltfußball und das Verhältnis zwischen Uefa und Fifa./images/de/2026/07/uefa-erwagt-wm-boykott-eskalation-im-streit-mit-fifa-66f2c287-800w.webpUefa erwägt WM-Boykott: Eskalation im Streit mit Fifa

Uefa erwägt WM-Boykott: Eskalation im Streit mit Fifa

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Ein Treffen von Uefa-Funktionären in einem Konferenzraum mit Fifa-Logo im Hintergrund, ernste Stimmung, Dokumente und Laptops auf dem Tisch.

Kurzüberblick

Die europäischen Fußballverbände drohen mit einem Boykott der Weltmeisterschaft, falls die Fifa Anteile am Turnier verkauft. Ein solcher Schritt hätte weitreichende Folgen für den Weltfußball und das Verhältnis zwischen Uefa und Fifa.

Die Spitzen der europäischen Fußballverbände – einst treue Unterstützer von Fifa-Präsident Gianni Infantino – stellen offen die Frage, ob sie ihm weiterhin vertrauen können. Diese Skepsis ist in dieser Form beispiellos und markiert einen tiefen Bruch im Verhältnis zwischen der Uefa und dem Weltverband. Hintergrund sind Pläne der Fifa, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen – ein Vorhaben, das in Europa auf massiven Widerstand stößt.

Ein beispielloser Schritt: Die Boykott-Drohung

Bei einem Treffen der 55 Uefa-Mitgliedsverbände wurde laut übereinstimmenden Berichten eine Boykott-Strategie erörtert. Sollte die Fifa tatsächlich Anteile an künftigen WM-Turnieren veräußern, könnten die europäischen Nationen geschlossen auf eine Teilnahme verzichten. Ein solcher Schritt wäre historisch: Noch nie hat ein ganzer Kontinentalverband gedroht, das wichtigste Turnier der Welt zu boykottieren.

Die europäischen Verbände sehen in dem geplanten Verkauf eine existenzielle Bedrohung für die Integrität des Fußballs. Kritiker befürchten, dass kommerzielle Interessen künftig noch stärker über sportliche Belange gestellt werden könnten. Zudem sorgt die mangelnde Transparenz des Prozesses für Unmut – Details zu potenziellen Käufern und Konditionen wurden bislang nicht öffentlich gemacht.

Die Rolle von Gianni Infantino

Besonders brisant ist die Entwicklung für Infantino selbst. Der Schweizer, der 2016 zum Fifa-Präsidenten gewählt wurde, konnte sich damals auf die geschlossene Unterstützung der europäischen Verbände stützen. Nun sind es ausgerechnet diese Verbände, die ihm das Vertrauen entziehen. In informellen Gesprächen äußerten mehrere Verbandsfunktionäre, dass Infantino mit seiner aggressiven Kommerzialisierungsstrategie die Geduld Europas überstrapaziert habe.

Die Boykott-Drohung ist auch als Warnung an die Fifa zu verstehen: Ohne die europäischen Top-Nationen – darunter Weltmeister Frankreich, Spanien, Deutschland und England – verlöre die WM erheblich an sportlichem und wirtschaftlichem Wert. Die Uefa könnte zudem eigene Wettbewerbe stärken und so den Druck weiter erhöhen.

Mögliche Konsequenzen für den Weltfußball

Sollte es tatsächlich zu einem Boykott kommen, wären die Folgen kaum absehbar. Neben dem sportlichen Schaden drohen juristische Auseinandersetzungen und ein massiver Imageschaden für die Fifa. Auch die Beziehungen zwischen den Kontinentalverbänden könnten nachhaltig gestört werden. Beobachter halten es jedoch für wahrscheinlicher, dass die Drohung als Druckmittel dient, um die Fifa zu Zugeständnissen zu bewegen – etwa bei der Verteilung der Einnahmen oder der Mitsprache der Verbände.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die europäischen Verbände ihre Ankündigung wahr machen oder ob es in letzter Minute doch noch zu einer Einigung kommt. Fest steht: Der Streit um die WM-Anteile hat das Potenzial, die Machtverhältnisse im Weltfußball grundlegend zu verändern.

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