Pochettino stolz auf widerstandsfähige USA | FIFA WM 2026

Kurzüberblick
Die USA haben nach einem 2:0-Sieg gegen Bosnien und Herzegowina erstmals seit 2002 wieder ein K.-o.-Spiel bei einer FIFA WM gewonnen. Trainer Mauricio Pochettino lobte die Resilienz seines Teams, das trotz einer roten Karte für Folarin Balogun den Sieg sicherstellte.
Die US-amerikanische Nationalmannschaft hat bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 einen historischen Erfolg gefeiert: Mit einem 2:0-Sieg gegen Bosnien und Herzegowina im Achtelfinale (Round of 32) zogen die Co-Gastgeber erstmals seit 2002 wieder in die Runde der letzten 16 Mannschaften ein. Vor ausverkauftem Haus im San Francisco Bay Area Stadium zeigte das Team von Trainer Mauricio Pochettino eine disziplinierte Leistung und beendete eine 24-jährige Durststrecke ohne K.-o.-Sieg bei einer WM-Endrunde.
Ein hart erkämpfter Sieg
Die Partie gegen eine gut organisierte bosnische Defensive war von Beginn an umkämpft. Die USA kontrollierten weite Teile des Spiels und ließen nur wenige Torchancen der Bosnier zu. Der entscheidende Wendepunkt kam in der 64. Minute, als Torschütze Folarin Balogun nach einem Foulspiel die Rote Karte sah. Die numerische Unterlegenheit schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen, doch die USA überstanden die Druckphase und erhöhten durch einen direkten Freistoß von Malik Tillman auf 2:0.
„Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team“, sagte Pochettino nach dem Abpfiff. „Heute geht es nicht nur um den Sieg selbst, sondern auch darum, wie wir ihn erreicht haben. Das ist ein wirklich wichtiger Punkt. Man kann gewinnen, aber entscheidend ist die Art und Weise, wie man gewinnt.“
Resilienz und Teamgeist
Die Reaktion auf Baloguns Platzverweis hoben mehrere Spieler hervor. Verteidiger Antonee Robinson betonte: „Ich denke, das zeigt, wie widerstandsfähig dieses Team ist und welches Engagement wir an den Tag legen. Es ist immer einfach, wenn alles nach Plan läuft und man guten Fußball spielt. Aber heute einen Weg zu finden, mit einem Mann weniger gegen den Spielverlauf zu gewinnen, zeigt, dass wir alle an einem Strang ziehen und alles gemeinsam geben.“
Mittelfeldspieler Christian Pulisic ergänzte: „Das war eine herausragende Leistung von uns. Die Rote Karte war natürlich äußerst unglücklich, aber die Jungs ließen sich nicht verunsichern, gaben alles, und das hat am Ende den Unterschied ausgemacht.“
Defensive Stärke als Schlüssel
Bosnien und Herzegowina hatte in den vier vorherigen WM-Spielen stets getroffen. Mit Angreifern wie Edin Džeko, Ermedin Demirović und Kerim Alajbegović lag ihre Stärke klar in der Offensive. Die US-Defensive um Chris Richards neutralisierte jedoch fast alle Angriffsbemühungen und feierte ein Zu-Null-Spiel. „Wir sind immer stolz, wenn wir die Null halten“, sagte Richards. „Aber für uns Verteidiger gilt dasselbe Prinzip: Wenn wir unseren Job machen, geben wir den Angreifern die Chance, vorne den Unterschied auszumachen. Genau das ist heute passiert.“
Pochettino stellt Rekord auf
Neben dem Einzug ins Achtelfinale feierte Pochettino auch einen persönlichen Meilenstein. Der 54-jährige Argentinier ist mit drei WM-Siegen nun der erfolgreichste US-Trainer in der WM-Geschichte. „Natürlich freuen wir uns über Rekorde, wenn sie sich nebenbei ergeben, aber sie sind nicht unser eigentliches Ziel“, erklärte Pochettino. „Es wäre nicht ehrlich zu behaupten, dass solche Rekorde nichts bedeuten. Sie sind schön, aber nicht der Fokus. Worauf es ankommt, ist, wettbewerbsfähig zu sein, Spiele zu gewinnen, den Schwung mitzunehmen und uns bestmöglich auf das Spiel gegen Belgien in Seattle vorzubereiten.“
Ausblick: Belgien als nächste Hürde
Im Achtelfinale trifft die USA nun auf Belgien, eine weitere formidable Herausforderung. Pochettino zeigte sich respektvoll: „Bei einer Weltmeisterschaft gibt es keine leichten Spiele. Das gibt es einfach nicht.“ Die USA hoffen, den Schwung aus dem Sieg gegen Bosnien mitzunehmen und erstmals seit 2002 wieder ein WM-Viertelfinale zu erreichen.
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