Neuseeland vor entscheidendem Duell mit Belgien: Wood und Surman zuversichtlich

Kurzüberblick
Neuseelands All Whites stehen vor einem richtungsweisenden Spiel gegen Belgien bei der FIFA WM 2026. Kapitän Chris Wood und Verteidiger Finn Surman zeigen sich trotz der schwierigen Ausgangslage optimistisch, Geschichte schreiben zu können.
Für Neuseeland geht es am letzten Spieltag der Gruppe G um alles oder nichts. Nach einer knappen Niederlage gegen Ägypten (1:3) und einem Unentschieden zum Auftakt gegen den Iran (0:0) benötigen die All Whites einen Sieg gegen Belgien, um das Achtelfinale zu erreichen. Kapitän Chris Wood und Innenverteidiger Finn Surman betonen im exklusiven Gespräch mit der FIFA, dass die Mannschaft fest an ihre Chance glaubt.
Surmans Premierentreffer und die verpasste Jubelchoreografie
Finn Surman erlebte in der Partie gegen Ägypten einen Moment, der ihm für immer in Erinnerung bleiben wird – auch wenn der geplante Jubel ausfiel. In der 15. Minute stieg der Abwehrspieler nach einer Ecke von Tim Payne am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Es war sein drittes Länderspieltor, doch die vorbereitete Feier ging im Trubel unter.
„Zuerst einmal fühlte es sich unglaublich an, dieses Tor zu erzielen – einer der Höhepunkte meines Lebens. Als der Ball kam, dachte ich nur: ‚Der kommt zu mir.‘ Ich konzentrierte mich darauf, ihn nicht nach oben zu schlagen. Als ich merkte, dass ich ihn nach unten gedrückt hatte, dachte ich nur: ‚Oh mein Gott, ich habe es geschafft, ich habe ihn runtergeköpft‘“, erzählte Surman der FIFA.
„Dann schrien mir viele Leute ins Gesicht, aber ich wollte zu Tim [Payne] rennen, weil er eine fantastische Flanke geschlagen hatte. Also gab ich ihm eine dicke Umarmung und feierte mit der Mannschaft. Dann schaute ich auf und sah meine Eltern auf der Tribüne. Die geplante Jubelchoreografie fiel leider aus – ich wollte eine schöne Grätsche machen, ich liebe eine gute Grätsche!“
Die Ausgangslage: Alles oder nichts gegen Belgien
Trotz der Führung durch Surmans Treffer mussten die All Whites kurz vor der Stunde den Ausgleich hinnehmen und kassierten in der Schlussphase drei Gegentore, die eine 3:1-Niederlage besiegelten. Damit stehen die Neuseeländer mit nur einem Punkt aus zwei Spielen am Tabellenende der Gruppe G. Belgien hingegen hat nach einem Sieg gegen den Iran und einer Niederlage gegen Ägypten drei Punkte auf dem Konto und benötigt ebenfalls einen Sieg, um das Achtelfinale sicher zu erreichen.
Die Rechnung ist denkbar einfach: Ein Sieg gegen Belgien würde Neuseeland mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Achtelfinale bringen. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage wäre das Turnier für die All Whites beendet. Kapitän Chris Wood zeigt sich jedoch unbeirrt: „Wir glauben zu 100 Prozent an uns. Wir müssen nur 90 Minuten lang alles zusammenbringen und an uns glauben. Wir wollen positiv spielen, und im Team herrscht ein echter Glaube an den Erfolg.“
Wood weiter: „Wir wollen guten Fußball spielen und Spiele auf positive Weise gewinnen. Wir haben die Spieler und das Team, das dazu in der Lage ist. Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Ägypten und an uns glauben, dann müssen wir das nur noch auf dem Platz zeigen.“
Historische Chance für den ozeanischen Meister
Für Neuseeland ist es erst die dritte Teilnahme an einer FIFA WM-Endrunde. Nach dem ersten Punktgewinn der Turniergeschichte im Auftaktspiel gegen den Iran geht es nun darum, den ersten Sieg überhaupt zu feiern. Finn Surman sieht die Herausforderung als Chance: „Wir müssen die Herausforderung annehmen. Wir haben Videos von Belgien angeschaut, kennen ihre Stärken und wissen, wo sie uns wehtun können. Es geht darum, unsere Zweikämpfe zu gewinnen und uns dieser Herausforderung zu stellen.“
„Es ist eine großartige Gelegenheit für jeden Spieler, gegen Weltklasse-Spieler anzutreten. Ich nehme das an, wir alle nehmen das an, und jetzt müssen wir uns voll reinhängen. Wir glauben immer noch zu 100 Prozent, dass wir die Aufgabe erfüllen können. Es gibt definitiv Dinge, aus denen wir aus den ersten beiden Spielen Selbstvertrauen schöpfen sollten. Wenn wir nicht glauben, dass wir gewinnen können, dann sollten wir gar nicht hier sein. Wir gehen mit der Mentalität ins Spiel, dass wir zu 100 Prozent gewinnen und Geschichte für unser Land schreiben können“, so Surman abschließend.
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