Zidane soll Deschamps als französischer Nationaltrainer ablösen

Kurzüberblick
Zinedine Zidane wird voraussichtlich nach der WM 2026 das Amt des französischen Nationaltrainers von Didier Deschamps übernehmen. Der 52-jährige Weltmeister von 1998 kehrt damit auf die große Bühne zurück.
Die französische Fußball-Nationalmannschaft steht vor einem Trainerwechsel: Zinedine Zidane soll nach der Weltmeisterschaft 2026 die Nachfolge von Didier Deschamps antreten. Das berichten mehrere französische Medien übereinstimmend. Demnach hat der französische Fußballverband (FFF) die Weichen für einen nahtlosen Übergang gestellt.
Ein Wechsel mit langer Vorgeschichte
Die Personalie Zidane war bereits in den vergangenen Jahren immer wieder als mögliche Lösung für die Zeit nach Deschamps gehandelt worden. Der 52-jährige Weltmeister von 1998, der Frankreich 2018 als Trainer von Real Madrid zu drei Champions-League-Titeln führte, hatte mehrfach sein Interesse an der Nationalmannschaft bekundet. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen: Deschamps, der seit 2012 im Amt ist, hatte zuletzt angedeutet, dass er nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zurücktreten werde.
Zidane selbst äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Spekulationen. Insidern zufolge soll er jedoch bereits Gespräche mit Verbandsfunktionären geführt haben. Der ehemalige Mittelfeldstar, der nach seinem Rücktritt als Real-Trainer 2021 ohne Engagement blieb, gilt als einer der begehrtesten Trainer der Welt.
Deschamps' Ära neigt sich dem Ende zu
Didier Deschamps, der Frankreich 2018 zum Weltmeistertitel führte und 2021 den Nations-League-Sieg holte, hat die Mannschaft über ein Jahrzehnt geprägt. Unter seiner Leitung erreichte die Équipe Tricolore zudem das WM-Finale 2022 und das EM-Finale 2016. Sein Vertrag läuft noch bis 2026, doch die Zeichen stehen auf Abschied. Der 55-Jährige betonte stets, dass er sich eine Rückkehr ins Vereinstraining vorstellen könne.
Die Entscheidung für Zidane kommt nicht überraschend: Der gebürtige Marseiller ist nicht nur eine lebende Legende des französischen Fußballs, sondern bringt auch taktische Finesse und Erfahrung auf höchstem Niveau mit. Seine Zeit bei Real Madrid war geprägt von drei aufeinanderfolgenden Champions-League-Triumphen (2016–2018) und einem La-Liga-Titel (2017).
Herausforderungen für den neuen Coach
Zidane übernimmt ein Team im Umbruch. Nach dem Rücktritt von Torwart Hugo Lloris und Abwehrchef Raphaël Varane sowie der altersbedingten Ablösung von Olivier Giroud steht der Neuaufbau an. Junge Talente wie Kylian Mbappé, Eduardo Camavinga und Aurélien Tchouaméni bilden bereits das Rückgrat der Mannschaft. Zidane wird erwartet, dass er diese Entwicklung fortsetzt und gleichzeitig die Erfolgsbilanz wahrt.
Die französische Öffentlichkeit reagiert gespalten: Während viele Fans die Rückkehr des Idols feiern, zweifeln Kritiker an seiner langen Auszeit vom Trainerjob. Seit seinem Abschied von Real Madrid im Jahr 2021 hat Zidane keine Mannschaft mehr trainiert. Dennoch gilt er als einer der wenigen Trainer, die das Potenzial haben, an Deschamps' Erfolge anzuknüpfen.
Die offizielle Bestätigung des Verbandes steht noch aus, doch die Weichen sind gestellt. Sollte Zidane tatsächlich übernehmen, wäre es eine der spektakulärsten Rückkehrerinnen in der Geschichte des französischen Fußballs.
Mehr zu diesen Themen

Zinedine Zidanes fünf denkwürdigste WM-Spiele für Frankreich
Zinedine Zidane übernimmt das Amt des französischen Nationaltrainers von Didier Deschamps. Aus diesem Anlass blickt die FIFA auf fünf seiner herausragendsten Auftritte bei Weltmeisterschaften zurück – von seinem Doppelpack im Finale 1998 bis zu seinem umstrittenen Abgang 2006.

Sidny Lopes Cabral: Tor des WM-Turniers
Sidny Lopes Cabral erzielte das Tor des Turniers bei der Frauen-Weltmeisterschaft. Ihr Treffer aus der eigenen Hälfte begeisterte Fans weltweit und sicherte ihr einen Platz in der Fußballgeschichte.

Infantino fordert FIFA-Kritiker auf zu meditieren, beten oder Fußball zu schauen
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine Kritiker in einem Instagram-Post aufgefordert, zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel anzuschauen, anstatt Hass und falsche Gerüchte zu verbreiten. Er verteidigte die Sicherheit und den Erfolg der Weltmeisterschaft 2026, während er Kontroversen um Visa-Probleme, Schiedsrichterentscheidungen und politische Einmischung herunterspielte.

Schatten auf dem Spielfeld: Eine neue Serie enthüllt eine kuriose WM-Verschwörungstheorie
Die neue Serie 'Sports Strangest Crimes Presents: Shadows On The Pitch' untersucht eine kuriose Verschwörungstheorie aus den 1990er Jahren: Der irakische Fußballverband behauptete, die USA hätten ein WM-Qualifikationsturnier manipuliert, um die WM 1994 zu retten. In der ersten Episode reist James Montague nach Bukarest, um einen ehemaligen Schiedsrichter mit einer rätselhaften Botschaft zu treffen.



