Julian Nagelsmann nicht mehr Bundestrainer – Klopp als Nachfolger im Gespräch

Kurzüberblick
Julian Nagelsmann ist nicht länger Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Die Entscheidung fiel nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft. Jürgen Klopp steht offenbar für die Nachfolge bereit.
Die Ära von Julian Nagelsmann als Bundestrainer ist beendet. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurde die Entscheidung getroffen, den 36-Jährigen nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft von seinem Posten zu entheben. Nagelsmann hatte das Amt im September 2023 übernommen, nachdem Hansi Flick nach einer Reihe von schwachen Ergebnissen entlassen worden war. Unter seiner Leitung konnte die Mannschaft jedoch nicht die erhoffte Wende herbeiführen.
Enttäuschende WM und personelle Konsequenzen
Die deutsche Nationalmannschaft schied bei der WM in Katar bereits in der Gruppenphase aus, was als einer der größten Misserfolge in der Geschichte des DFB gilt. Nagelsmann, der zuvor erfolgreich den FC Bayern München trainiert hatte, konnte das Team nicht stabilisieren. Die Niederlagen gegen Japan und Costa Rica sowie das Unentschieden gegen Spanien besiegelten das frühe Aus. Nach intensiven Gesprächen zwischen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler fiel nun die Entscheidung, den Vertrag mit Nagelsmann vorzeitig zu beenden.
Jürgen Klopp als Wunschkandidat
Bereits in den vergangenen Tagen wurde spekuliert, dass Jürgen Klopp für den Posten des Bundestrainers offen sei. Der 56-Jährige, der aktuell den FC Liverpool trainiert, hat sich bislang nicht zu konkreten Angeboten geäußert. Insidern zufolge wäre Klopp jedoch bereit, nach der laufenden Saison die Nationalmannschaft zu übernehmen. Seine Erfahrung und sein Erfolg in England machen ihn zum Wunschkandidaten vieler Fans und Verantwortlicher. Ob der DFB tatsächlich auf Klopp zugeht, bleibt abzuwarten.
Ausblick auf die Zukunft
Die Suche nach einem Nachfolger für Nagelsmann dürfte nun oberste Priorität haben. Neben Klopp werden auch andere Namen wie Stefan Kuntz oder Oliver Glasner gehandelt. Die deutsche Nationalmannschaft steht vor einer Neuausrichtung, um bei der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land wieder konkurrenzfähig zu sein. Die Entscheidung über den neuen Bundestrainer wird in den kommenden Wochen erwartet.
Mehr zu diesen Themen
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

Graham Arnold verlängert als irakischer Nationaltrainer
Graham Arnold hat seinen Vertrag als irakischer Nationaltrainer um sechs Monate verlängert. Der Australier bleibt damit bis zur Asienmeisterschaft 2025 im Amt, nachdem er das Team zur ersten WM-Teilnahme seit 40 Jahren geführt hatte.
Englands U20-Frauen: Kader trotz Boykottdrohung benannt
Trotz anhaltender Boykottdrohungen europäischer Verbände hat England seine U20-Frauenmannschaft für die Weltmeisterschaft in Polen benannt. Trainerin Lydia Bedford äußert sich erstmals zur möglichen Blockade und betont den Fokus auf sportliche Vorbereitung.

Bara Sapoko Ndiaye: Senegals neues Juwel im Blick
Mit 18 Jahren und nur vier Bundesliga-Einsätzen wurde Bara Sapoko Ndiaye für die WM 2026 nominiert. Der Senegalese überzeugte beim Turnier und hat nun einen festen Vertrag beim FC Bayern. Seine Entwicklung zeigt den Aufbruch des senegalesischen Fußballs in eine neue Ära.

