England-Spiel und Hitzewelle: Rettungsdienste warnen vor Verzögerungen

Kurzüberblick
Der Südostküsten-Rettungsdienst rechnet wegen der Hitzewelle und des England-Spiels gegen Ghana mit einem Ansturm auf die Notrufnummer 999. Die Behörden bitten die Bevölkerung, Notrufe nur in echten Notfällen zu wählen.
Der Südostküsten-Rettungsdienst (South East Coast Ambulance Service) bereitet sich auf eine erhebliche Zunahme von Notrufen vor, da die Temperaturen in die Höhe schnellen und die englische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft spielt. Der Dienst warnte, dass die Kombination aus extremer Hitze und dem Fußballspiel zu erheblichen Verzögerungen bei der Notfallversorgung führen könnte.
Rekordbelastung an Feiertagen
Bereits am Mai-Feiertag verzeichnete der Rettungsdienst einen außergewöhnlichen Anstieg der Einsätze: Täglich gingen mehr als 3.500 Notrufe ein – das sind 30 Prozent mehr als normal. Angesichts der bis mindestens Donnerstag erwarteten hohen Temperaturen rechnet der Dienst mit einer Wiederholung dieser Belastung. Hinzu kommt eine weitere Welle von Notrufen, die durch das England-Spiel gegen Ghana am Dienstagabend ausgelöst werden könnte.
Aufruf zur verantwortungsvollen Nutzung des Notrufs
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Notrufnummer 999 nur in echten Notfällen zu wählen, um den Druck auf den Rettungsdienst zu verringern. In nicht dringenden Fällen empfiehlt der Dienst, den NHS-Beratungsdienst unter der Nummer 111 anzurufen oder einen Apotheker vor Ort zu konsultieren. Fußballfans, die die Weltmeisterschaft verfolgen, werden aufgefordert, „vorauszuplanen, ausreichend Softdrinks und Wasser zu trinken und sicher nach Hause zu kommen“, so der Rettungsdienst.
Extreme Hitzewarnung des Wetterdienstes
Der britische Wetterdienst (Met Office) hat eine rote Extremhitze-Warnung herausgegeben, die Teile der Midlands, Südost-Wales und Südengland betrifft. Die Temperaturen sollen später in dieser Woche 40 Grad Celsius (104 Grad Fahrenheit) erreichen. Die Warnung gilt von Mittwoch, 09:00 Uhr GMT, bis Donnerstag, 21:00 Uhr.
Der Rettungsdienst appelliert an die Öffentlichkeit, während der Hitzewelle besonders vorsichtig zu sein und auf Anzeichen von Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag zu achten. Ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet.
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