WM-Sieger: Wie lange sie im Turnier zurücklagen

Kurzüberblick
Eine detaillierte Analyse zeigt, wie viele Minuten die 23 FIFA-Weltmeisterschafts-Gewinner während ihrer siegreichen Turniere in Rückstand gerieten.
Die ungeschlagenen Meister: Teams ohne Rückstand
Vier Weltmeister-Teams schafften es, während ihres gesamten Turniers nie in Rückstand zu geraten: Italien 1938, Italien 1982, Westdeutschland 1990 und Spanien 2026. Diese Mannschaften demonstrierten eine außergewöhnliche defensive Stabilität und die Fähigkeit, Spiele von Beginn an zu dominieren. Italien 1938 bestritt nur vier Spiele, während Italien 1982 und Westdeutschland 1990 jeweils sieben Partien absolvierten. Spanien 2026, das Turnier in Nordamerika, blieb ebenfalls in allen acht Begegnungen ohne Rückstand.
Die Spitzenreiter: Teams mit minimaler Rückstandszeit
Frankreich 1998 liegt mit nur einer Minute und sechs Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz. Diesen kassierten sie im Finale gegen Kroatien, als sie nach einem Tor von Davor Šuker kurzzeitig zurücklagen, bevor sie das Spiel mit 2:1 drehten. Brasilien 1958 folgt mit fünf Minuten Rückstand, die sie im Halbfinale gegen Schweden hinnehmen mussten, bevor sie mit 5:2 gewannen. England 1966 lag nur sechs Minuten zurück – im Finale gegen Westdeutschland, das sie mit 4:2 nach Verlängerung für sich entschieden.
Weitere bemerkenswerte Leistungen
Deutschland 2014 (acht Minuten Rückstand), Frankreich 2018 (neun Minuten) und Italien 2006 (zwölf Minuten) zeigen, dass moderne Weltmeister oft nur kurz in Rückstand geraten. Brasilien 1994 lag 23 Minuten zurück, Italien 1934 24 Minuten und Brasilien 2002 27 Minuten. Argentinien 1978 und 1986 lagen jeweils 28 Minuten zurück, Uruguay 1930 34 Minuten und Argentinien 2022 37 Minuten.
Die Außenseiter: Teams mit langer Rückstandszeit
Einige Weltmeister mussten deutlich länger kämpfen. Brasilien 1970 und Spanien 2010 lagen jeweils 38 Minuten zurück, Brasilien 1962 39 Minuten. Westdeutschland 1974 verbrachte 63 Minuten im Rückstand, darunter 27 Minuten im Halbfinale gegen Schweden und 23 Minuten im Finale gegen die Niederlande. Westdeutschland 1954, das „Wunder von Bern“, lag insgesamt 111 Minuten zurück – vor allem durch eine 3:8-Vorrundenniederlage gegen Ungarn, bei der sie 87 Minuten in Rückstand waren. Den Höhepunkt bildet Uruguay 1950: 124 Minuten Rückstand, darunter 71 Minuten im entscheidenden Spiel gegen Schweden und 34 Minuten im Unentschieden gegen Spanien.
Detaillierte Aufschlüsselung der Rückstandszeiten
Die Analyse zeigt, dass die meisten Weltmeister in nur einem oder zwei Spielen zurücklagen. Italien 1938, Italien 1982, Westdeutschland 1990 und Spanien 2026 blieben in allen Spielen ohne Rückstand. Frankreich 1998 lag nur im Finale kurz zurück. Brasilien 1958 und England 1966 jeweils in einem Spiel. Deutschland 2014 und Frankreich 2018 ebenfalls in je einem Spiel. Italien 2006 lag im Finale gegen Frankreich zwölf Minuten zurück. Brasilien 1994 im Spiel gegen Schweden. Italien 1934 in zwei Spielen: 14 Minuten gegen Jugoslawien und 20 Minuten gegen Argentinien. Brasilien 2002 in zwei Spielen: fünf Minuten gegen die Türkei und 22 Minuten gegen England. Argentinien 1978 in zwei Spielen: fünf Minuten gegen Ungarn und 23 Minuten gegen Italien. Argentinien 1986 in einem Spiel: 28 Minuten gegen Italien. Uruguay 1930 in zwei Spielen: 14 Minuten gegen Jugoslawien und 20 Minuten gegen Argentinien. Argentinien 2022 in einem Spiel: 37 Minuten gegen Saudi-Arabien. Brasilien 1970 in einem Spiel: 38 Minuten gegen die Schweiz. Spanien 2010 in einem Spiel: acht Minuten gegen Ghana. Brasilien 1962 in zwei Spielen: 37 Minuten gegen Spanien und zwei Minuten gegen die Tschechoslowakei. Westdeutschland 1974 in drei Spielen: 13 Minuten gegen die DDR, 27 Minuten gegen Schweden und 23 Minuten gegen die Niederlande. Westdeutschland 1954 in drei Spielen: 12 Minuten gegen die Türkei, 87 Minuten gegen Ungarn und 12 Minuten gegen Westdeutschland. Uruguay 1950 in drei Spielen: 34 Minuten gegen Spanien, 71 Minuten gegen Schweden und 19 Minuten gegen Brasilien.
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