Didier Deschamps: Rekordtrainer der WM-Geschichte

Kurzüberblick
Didier Deschamps hat mit Frankreich den Rekord für die meisten Siege eines Cheftrainers in der FIFA-Weltmeisterschaft aufgestellt. Der 55-Jährige überflügelte damit Legenden wie Helmut Schön und Luiz Felipe Scolari.
Didier Deschamps hat einen weiteren Meilenstein in seiner glanzvollen Karriere erreicht: Der französische Nationaltrainer hält nun den Rekord für die meisten Siege eines Cheftrainers in der Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaft. Mit dem 2:0-Sieg gegen Marokko im Halbfinale 2022 zog er an den bisherigen Rekordhaltern vorbei.
Ein Rekord für die Ewigkeit
Deschamps, der Frankreich 2018 zum Weltmeistertitel führte, hat in seiner WM-Karriere als Trainer insgesamt 14 Siege eingefahren. Damit übertrifft er die bisherigen Bestmarken von Helmut Schön (Deutschland, 12 Siege) und Luiz Felipe Scolari (Brasilien, 12 Siege). Schön hatte seine Erfolge zwischen 1966 und 1978 erzielt, Scolari zwischen 2002 und 2014. Deschamps erreichte diese Marke in nur drei Turnieren (2014, 2018, 2022) – eine bemerkenswerte Effizienz.
Die Entwicklung des Rekords
Der Rekord von Deschamps ist umso beeindruckender, wenn man die Entwicklung der WM-Turniere betrachtet. Während Schön und Scolari in Zeiten mit weniger Spielen pro Turnier agierten (z. B. 16 oder 24 Teams), hat Deschamps in der Ära mit 32 Mannschaften und sieben Spielen für den Finalisten seine Siege eingefahren. Zudem ist er der einzige Trainer, der sowohl als Spieler (1998) als auch als Trainer (2018) die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.
Ein Leben für den Fußball
Didier Deschamps, geboren am 15. Oktober 1968 in Bayonne, begann seine Trainerkarriere 2001 bei Olympique Marseille. Nach Stationen bei Juventus Turin und der AS Monaco übernahm er 2012 die französische Nationalmannschaft. Unter seiner Führung erreichte Frankreich 2016 das EM-Finale, gewann 2018 die WM und 2021 die UEFA Nations League. Sein Vertrag läuft bis 2026, sodass er die Chance hat, seinen Rekord weiter auszubauen.
Der Rekord von Deschamps unterstreicht die Dominanz Frankreichs im internationalen Fußball der letzten Jahre. Mit einer Mischung aus taktischer Disziplin und jugendlichem Talent hat er eine Ära geprägt, die ihresgleichen sucht.
Mehr zu diesen Themen

Nigeria verpasst WM erstmals – Südafrika und Ghana im Play-off
Nigeria hat sich erstmals nicht für die Frauen-Weltmeisterschaft qualifiziert. Südafrika und Ghana gewannen ihre Play-offs im Wafcon-Viertelfinale und kämpfen nun in einem interkontinentalen Turnier um die letzten WM-Plätze.

England U20s coach: Uefa-Boykott? Wir machen weiter
Englands U20-Trainerin Lydia Bedford bleibt gelassen trotz Uefa-Boykottdrohung gegen die Frauen-WM. Sie konzentriert sich auf die Vorbereitung, während Spielerinnen wie Weronika Arasniewicz den Boykott ablehnen. Die Zukunft des Turniers in Polen ist ungewiss.

Messis bewegende Botschaft an seinen verstorbenen Vater Jorge
Lionel Messi verabschiedet sich in einem emotionalen Brief von seinem Vater Jorge, der nach langer Krankheit verstarb. Der Superstar offenbart, dass er bei der WM 2026 nicht nur um den Titel kämpfte, sondern auch um Zeit für seinen Vater. Ein Einblick in die tiefe Verbindung zwischen Vater und Sohn.

Feyenoord einigt sich mit Real Sociedad auf Javi López
Feyenoord hat sich mit Real Sociedad auf ein Leihgeschäft mit Kaufoption für Linksverteidiger Javi López geeinigt. Die mündliche Einigung steht, nun folgen die Dokumentenprüfung und die Reise nach Rotterdam.



