Als Shearer und Owen golfen gingen

Kurzüberblick
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 wagten sich die englischen Stürmer Alan Shearer und Michael Owen auf den Golfplatz – mit bescheidenem Erfolg. Die Anekdote zeigt die entspannte Seite zweier Fußballlegenden.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich suchten zwei der größten englischen Stürmer aller Zeiten eine ungewöhnliche Abwechslung vom Trainingsalltag: Alan Shearer und Michael Owen wagten sich auf den Golfplatz. Was als entspannter Ausflug gedacht war, endete jedoch in einer humorvollen Erkenntnis: Ihre fußballerischen Fähigkeiten ließen sich nicht ohne weiteres auf den Golfsport übertragen.
Ein Ausflug abseits des Rasens
Die englische Nationalmannschaft bereitete sich damals in La Baule an der französischen Atlantikküste auf das Turnier vor. In einer freien Stunde entschieden sich Shearer, damals Kapitän und Torjäger von Newcastle United, und der junge Owen, der gerade erst seinen Durchbruch beim FC Liverpool gefeiert hatte, für eine Runde Golf. Die beiden waren zu dieser Zeit die Hoffnungsträger der englischen Offensive – Shearer mit seiner kraftvollen Spielweise, Owen mit seiner atemberaubenden Geschwindigkeit.
Doch auf dem Grün sahen sie alt aus. Wie ein Teamkollege später scherzte: „Man kann mit Sicherheit sagen, dass sie besser Fußball spielen!“ Die Runde verlief alles andere als professionell; die Bälle flogen in alle Richtungen, und die beiden Stürmer mussten über ihre eigenen Missgeschicke lachen. Es war ein Moment der Leichtigkeit inmitten des Drucks eines großen Turniers.
Hintergrund der WM 1998
Die Weltmeisterschaft 1998 war für England eine Achterbahnfahrt. Unter Trainer Glenn Hoddle erreichte das Team das Achtelfinale, wo es im Elfmeterschießen gegen Argentinien ausschied – ein Spiel, das vor allem durch David Beckhams Platzverweis und Owen atemberaubendes Solo-Tor in Erinnerung blieb. Shearer und Owen bildeten damals ein junges Stürmerduo: Shearer war 27 und auf dem Höhepunkt seiner Karriere, Owen erst 18 und der jüngste Spieler im englischen Kader.
Die Golf-Episode zeigt eine menschliche Seite der beiden Sportler, die oft nur als ernste Wettkämpfer wahrgenommen werden. Sie erinnert daran, dass selbst die größten Athleten außerhalb ihres Fachgebiets Anfänger sein können.
Vermächtnis der beiden Stürmer
Alan Shearer beendete seine Karriere als Rekordtorschütze der Premier League mit 260 Toren, eine Marke, die bis heute Bestand hat. Michael Owen gewann 2001 den Ballon d'Or und spielte für Vereine wie Real Madrid und Manchester United. Beide sind heute als Fußballexperten im Fernsehen tätig – und wahrscheinlich immer noch keine besseren Golfer.
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