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Neue Man-United-Trainerin Olid: Keine WSL-Erfahrung, aber viel PotenzialManchester United hat Eva Olid als neue Trainerin der Frauenmannschaft verpflichtet. Die Spanierin kommt von Heart of Midlothian und unterschreibt einen Zweijahresvertrag. Olid bringt keine WSL-Erfahrung mit, überzeugte aber in Schottland mit Titelgewinn und offensivem Spielstil./images/de/2026/08/neue-man-united-trainerin-olid-keine-wsl-erfahrung-aber-viel-potenzial-d103b8b0-800w.webpNeue Man-United-Trainerin Olid: Keine WSL-Erfahrung, aber viel Potenzial

Neue Man-United-Trainerin Olid: Keine WSL-Erfahrung, aber viel Potenzial

Aktualisiert 3 min read
Neue Man-United-Trainerin Olid: Keine WSL-Erfahrung, aber viel Potenzial

Kurzüberblick

Manchester United hat Eva Olid als neue Trainerin der Frauenmannschaft verpflichtet. Die Spanierin kommt von Heart of Midlothian und unterschreibt einen Zweijahresvertrag. Olid bringt keine WSL-Erfahrung mit, überzeugte aber in Schottland mit Titelgewinn und offensivem Spielstil.

Manchester United hat Eva Olid als neue Trainerin der Frauenmannschaft verpflichtet. Die 40-jährige Spanierin unterschrieb einen Zweijahresvertrag mit der Option auf eine Verlängerung um weitere zwölf Monate. Sie tritt die Nachfolge von Marc Skinner an, der den Verein am Montag im gegenseitigen Einvernehmen verlassen hatte – nur einen Monat vor dem Start der Women's Super League (WSL).

Olid kommt vom schottischen Klub Heart of Midlothian, den sie in der vergangenen Saison zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte in der Scottish Women's Premier League (SWPL) führte. Zudem erreichte sie mit den Hearts das erste nationale Pokalfinale der Klubgeschichte, verlor dort jedoch im schottischen Pokal 2024 gegen die Glasgow Rangers. Nach Ablauf ihres Vertrags entschied sich Olid im Sommer, Edinburgh zu verlassen.

„Die Gelegenheit, Cheftrainerin von Manchester United Women zu werden, ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagte Olid. „Es gibt bereits so viel Talent in unserem Kader, und ich freue mich darauf, mit den Spielerinnen zu arbeiten, um ihr immenses Potenzial auszuschöpfen.“

Bei Manchester United hatte man zuvor betont, dass eine der wichtigsten Anforderungen an Skinners Nachfolger ein Trainer mit Erfahrung in der Entwicklung von Spielerinnen sei. Olid erfüllt dieses Kriterium nach Ansicht der Vereinsführung.

Bis zum Saisonauftakt der United-Frauen am 4. September bei London City Lionesses sind es noch vier Wochen. Die Partie wird ein erster Gradmesser für die neue Trainerin sein.

Analyse: Unerprobte Olid – eine faszinierende Verpflichtung

Eines der faszinierendsten Details dieser Personalie ist, dass man über Olid nur wenig weiß, da sie weder in der WSL noch im europäischen Wettbewerb Erfahrung gesammelt hat. In Schottland war die Spanierin beliebt und erfolgreich, doch der Schritt in die WSL bedeutet eine deutliche Steigerung des wöchentlichen Drucks.

Die Richtung von United ist klar vorgegeben: Man suchte eine Trainerin, die sich auf die Jugendentwicklung spezialisiert hat und einzelne Spielerinnen Woche für Woche verbessern kann. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass Olid diese Kriterien erfüllt, und hoffen, dass sie einen neuen Spielstil mitbringt, der zweifellos von ihren spanischen Wurzeln geprägt ist.

Die Verpflichtung erfolgte zügig nach Skinners Abgang. Der Verein war im Rekrutierungsprozess bereits weit fortgeschritten, und Olids Vertrag wurde innerhalb von 24 Stunden unterzeichnet. Skinners Abschied hatte zudem erneut Fragen nach dem Engagement von United für die Frauenmannschaft aufgeworfen, weshalb die Beobachtung von Olid unmittelbar beginnen wird.

Sie muss mit diesem Druck und den Erwartungen umgehen – ein Teil davon ist natürlich mit dem Traineramt bei United verbunden –, aber auch eine frustrierte Fangemeinde besänftigen, die in den letzten Jahren mehr gefordert hat. Ihre erste Aufgabe wird es sein, den dezimierten Kader in diesem Sommer zu formen, junge Talente zu integrieren und die Mannschaft auf das Auftaktspiel bei London City Lionesses vorzubereiten.

Was wir aus Olids Zeit bei Hearts lernen können

Die Frauen von Heart of Midlothian waren ungewöhnliche Meister. Auf dem Weg zum SWPL-Titel belegten sie den zweiten Platz bei Aufbauangriffen, aber den ersten Platz bei direkten Angriffen – ein Beleg dafür, dass sie sowohl geduldig als auch schnell aufbauen konnten.

Zudem hatten sie viel Ballbesitz: Hearts kam auf durchschnittlich 56,8 Prozent Ballbesitz, der vierthöchste Wert der Liga. Das deutet darauf hin, dass sie Spiele oft kontrollierten, statt nur zu reagieren. Doch der Ballbesitz machte sie nicht langsam: Nur ein Team erzielte mehr Tore nach schnellen Gegenangriffen. Wenn sich Gelegenheiten boten, schalteten die Hearts schnell von Abwehr auf Angriff um.

Diese Balance spiegelte sich in den erarbeiteten Chancen wider. Die „Jambos“ produzierten in der Saison 71 Großchancen – der dritthöchste Wert der Liga –, während ihr xG pro Schuss von 0,116 ebenfalls den dritten Platz belegte. Mit anderen Worten: Sie erspielten sich regelmäßig hochwertige Gelegenheiten, statt auf Abschlüsse aus schlechten Positionen zu setzen.

Ohne Ball agierten die Hearts organisiert statt übermäßig aggressiv. Sie belegten den fünften Platz bei hohen Balleroberungen und ließen über die gesamte Spielzeit nur 35 Großchancen zu – der viertniedrigste Wert der Liga. Zusammengenommen deuten die Zahlen auf eine Mannschaft hin, die Spiele mit Ball kontrollieren kann und gleichzeitig bei Kontergelegenheiten gefährlich bleibt – eine Kombination, die Hearts maßgeblich zum Titel verhalf.

Weitere Details folgen.

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