Messi: „Dad, du wolltest noch eine WM – dann wurdest du krank“

Kurzüberblick
Lionel Messi öffnet sich über die letzte Weltmeisterschaft und den Kampf seines Vaters mit einer Krankheit. Er erzählt, wie er trotz körperlicher Probleme alles gab, um seinem Vater die Chance zu geben, ein Spiel zu sehen – und wie er am Ende scheiterte.
Ein letzter gemeinsamer Traum
Lionel Messi hat in einem emotionalen Brief an seinen Vater Jorge über die Weltmeisterschaft 2022 in Katar gesprochen. Der argentinische Superstar offenbarte, dass sein Vater ihn immer wieder gebeten hatte, an einer weiteren WM teilzunehmen – doch nur wenige Tage vor Turnierbeginn verschlechterte sich dessen Gesundheitszustand dramatisch. „Dad, du hast mich immer wieder gebeten, bei einer letzten Weltmeisterschaft zu spielen … nur wenige Tage vor Beginn wurde dein Zustand schlechter“, schrieb Messi.
Die Hoffnung der Mutter
Messi erinnerte sich daran, dass es das erste Mal war, dass sein Vater nicht bei einem Turnier dabei sein konnte. „Es war das erste Mal, dass du nicht bei mir bei einem Turnier warst … aber Mama sagte mir immer wieder, dass es dir besser gehen würde und dass du reisen könntest“, so der 36-Jährige. Diese Hoffnung trug ihn durch das Turnier, auch wenn er wusste, wie ernst die Lage war.
Die Mission: das Finale erreichen
Der Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft erklärte, dass er sich ein klares Ziel gesetzt hatte: „Ich sagte dir immer wieder, dass wir das WM-Finale erreichen würden, damit du die Reise antreten kannst – das war wieder einmal meine Mission.“ Nach jedem Spiel wartete er auf eine Nachricht von seinem Vater, doch die blieb aus. „Nach jedem Spiel wartete ich auf deine Nachricht und vermisste sie. In diesem Moment wurde mir klar, wie ernst die Situation wirklich war“, gestand Messi.
Der Kampf gegen den eigenen Körper
Messi beschrieb, wie er versuchte, über seine Grenzen zu gehen, um seinem Vater noch Zeit und die Chance zu geben, ein Spiel zu sehen. „Ich konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken, so weit wie möglich zu kommen, dir mehr Zeit zu geben und die Gelegenheit, eines der Spiele zu sehen“, schrieb er. Doch im Finale gegen Frankreich, das Argentinien im Elfmeterschießen gewann, konnte sein Vater nicht dabei sein. „Wir erreichten das Finale, aber du konntest nicht da sein. Ich wollte es gewinnen, um dir die Trophäe zu bringen und dir eine weitere zu zeigen. Ich konnte es nicht“, so Messi.
Die körperliche Belastung
Der siebenfache Ballon-d'Or-Gewinner gab zu, dass er an seine körperlichen Grenzen gestoßen war. „Meine Beine gaben einfach nicht mehr her“, erklärte er. „Diesmal versuchte ich, über das hinauszugehen, was mein Körper verkraften konnte, aber ich schaffte es nicht. Ich habe mich nie wirklich körperlich fit gefühlt.“ Trotz aller Widrigkeiten betonte Messi, dass das Team dennoch Freude am Spiel hatte: „Wir wurden nicht Meister, Dad, aber du hast keine Ahnung, wie sehr wir jedes Spiel genossen haben. Wieder einmal hattest du recht: Ich musste dabei sein und mitspielen … wie du es mir immer gesagt hast.“
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