Rice vor Norwegen-Spiel fast drei Tage im Bett – Tuchel

Kurzüberblick
Englands Mittelfeldspieler Declan Rice lag vor dem Viertelfinalsieg gegen Norwegen fast drei Tage krank im Bett. Trainer Thomas Tuchel erklärte, dass Rice trotz der Erkrankung startete, aber in der Halbzeit ausgewechselt wurde.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat enthüllt, dass Mittelfeldspieler Declan Rice vor dem Viertelfinalsieg gegen Norwegen bei der Weltmeisterschaft 2026 fast drei Tage lang krank im Bett verbrachte. Rice stand dennoch in der Startelf des 2:1-Erfolgs, wirkte jedoch sichtlich angeschlagen und wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit durch seinen Arsenal-Teamkollegen Eberechi Eze ersetzt.
Krankheit und taktische Entscheidungen
Rice hatte bereits vor der Partie mit einer neuralen Problematik im Oberschenkel und unteren Rücken zu kämpfen, die durch eine zusätzliche Erkrankung verschlimmert wurde. Er trainierte am Tag vor dem Viertelfinale, musste aber in der Pause ausgewechselt werden. Tuchel erklärte: „Wir mussten entweder Elliot [Anderson] oder Declan rausnehmen. Da ich wusste, dass Declan in den letzten drei Tagen die meiste Zeit im Bett verbracht hatte, war mir klar, dass er keine 90 Minuten durchhalten kann. Es bestand die Möglichkeit, dass es 120 Minuten gehen würde, also wollte ich keinen weiteren Wechsel verschwenden. Die Entscheidung war, Declan früher rauszunehmen, als er hätte gehen müssen, um uns später im Spiel einen weiteren Wechsel zu ersparen.“
Spielverlauf und Halbfinal-Einzug
England geriet zunächst in Rückstand, als Andreas Schjelderup für Norwegen traf. Doch Jude Bellingham glich noch vor der Halbzeit aus und erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer für die Three Lions. Der Sieg bescherte England ein Halbfinale gegen Argentinien, das sich gegen die Schweiz durchgesetzt hatte. Die Partie wird am Mittwoch, den 15. Juli, um 20:00 Uhr britischer Sommerzeit angepfiffen und live in der BBC übertragen.
Tuchel räumte ein, dass mehrere Spieler unter der drückenden Hitze im Miami Stadium litten. „Wir hatten einige Spieler, die mit der Hitze zu kämpfen hatten“, sagte er. „Ezri Konsa hatte Krämpfe und Probleme mit den Oberschenkeln. Bei Declan haben wir in der Halbzeit die Entscheidung getroffen, offensiver zu werden und eine offensive Umstellung vorzunehmen. Ich traf die Entscheidung, als wir 1:0 hinten lagen, und wollte wegen des Ausgleichs nicht davon abrücken.“
Rice, der in der vergangenen Saison mit Arsenal die Premier League gewann, hat bei der WM 2026 fünf von sechs englischen Spielen bestritten. Lediglich die Gruppenpartie gegen Panama verpasste er.
Mehr zu diesen Themen

Ronaldo schreibt Geschichte: Tor bei sechster WM
Cristiano Ronaldo ist der erste Spieler, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Beim 2:0-Sieg Portugals gegen Usbekistan erzielte der 41-Jährige zwei Tore und stellte damit einen neuen Rekord auf. Wir blicken auf die magischen Momente der WM 2026 zurück.

Größte Sprünge im FIFA-Ranking nach Weltmeisterschaften
Norwegen kletterte nach der WM 2026 um zwölf Plätze auf Rang 19 – der größte Sprung seit 1994. Ein Rückblick auf die größten Aufsteiger im FIFA-Ranking nach jeder WM von 1994 bis 2026.
Englands U20-Frauen: Kader trotz Boykottdrohung benannt
Trotz anhaltender Boykottdrohungen europäischer Verbände hat England seine U20-Frauenmannschaft für die Weltmeisterschaft in Polen benannt. Trainerin Lydia Bedford äußert sich erstmals zur möglichen Blockade und betont den Fokus auf sportliche Vorbereitung.

Bara Sapoko Ndiaye: Senegals neues Juwel im Blick
Mit 18 Jahren und nur vier Bundesliga-Einsätzen wurde Bara Sapoko Ndiaye für die WM 2026 nominiert. Der Senegalese überzeugte beim Turnier und hat nun einen festen Vertrag beim FC Bayern. Seine Entwicklung zeigt den Aufbruch des senegalesischen Fußballs in eine neue Ära.



