Englands Marc Guehi freut sich auf den mexikanischen „Hexenkessel“

Kurzüberblick
Englands Verteidiger Marc Guehi blickt dem Achtelfinale der WM 2026 gegen Gastgeber Mexiko entgegen. Trotz der feindseligen Atmosphäre im vollbesetzten Stadion sieht er die Partie als willkommene Herausforderung.
Englands Nationalspieler Marc Guehi bereitet sich auf ein hitziges und ohrenbetäubendes Spiel vor, wenn die Three Lions am Sonntag im Achtelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026™ im Mexico City Stadium auf die Gastgeber treffen. Die überwältigende Mehrheit der Fans in der berühmten Arena wird die mexikanische Mannschaft anfeuern, die zum ersten Mal seit 40 Jahren das Viertelfinale erreichen will. Weit davon entfernt, eingeschüchtert zu sein, erklärte Guehi, warum er solche Momente liebt.
Guehi: „Ein spaßiger Test“
„Wir wissen, dass sie eine gute Mannschaft sind und die Fans auf ihrer Seite haben, also wird es ein Gang in den Hexenkessel“, sagte der 25-Jährige. „Aber es wird ein spaßiger Test. Ich würde sagen, sie sind irgendwie der Favorit. Sie sind zu Hause und kennen die Umgebung viel besser. Sie haben bisher noch kein Gegentor kassiert und eine perfekte Bilanz.“
„Man kommt zu diesen Wettbewerben, um gegen Top-Teams in großartiger Atmosphäre zu spielen. Es ist ein Spiel, auf das wir uns alle freuen.“
Dramatischer Sieg gegen die DR Kongo
England musste tief in seine Reserven an Entschlossenheit und Selbstvertrauen greifen, um in der Runde der letzten 32 die DR Kongo zu besiegen. Mit einem Rückstand von 1:0 und nur 15 Minuten verbleibender Zeit zahlte sich der anhaltende Druck endlich aus, als Harry Kane einen Kopfball zum Ausgleich verwandelte, bevor der Three-Lions-Kapitän einen herrlichen späten Siegtreffer erzielte.
„Ich denke, es erforderte viel Geduld und viel Ruhe“, sagte Guehi. „Und einfach unermüdliche, unsichtbare Arbeit, die man vielleicht sieht oder nicht, um immer wieder an der Abwehr der Kongolesen zu nagen. Anerkennung gebührt allen, die diese Widerstandsfähigkeit gezeigt und weitergemacht haben.“
Vorbereitung auf die Hitze des Spiels
Diese Eigenschaften unter Beweis zu stellen, könnte der Schlüssel sein, um eine aufgeheizte mexikanische Mannschaft zu bezwingen. Guehi gab Einblicke in seine Vorbereitung auf ein solches Spiel. „Ich denke, ich kenne meinen Charakter“, sagte der Innenverteidiger. „Es geht darum, wie man in diesen Momenten zurechtkommt. Man beginnt sich im Kopf auszumalen, wie diese Momente aussehen werden, und visualisiert sie, sodass man nicht überrascht ist, wenn sie eintreten. Es geht darum, diese Elemente seines Charakters zu zeigen und in diesen Momenten Persönlichkeit zu beweisen.“
Nico O’Reilly: Keine Angst vor großen Bühnen
Guehis Mannschaftskollege bei Manchester City, Nico O’Reilly, wird voraussichtlich ebenfalls am Sonntag in der englischen Abwehr stehen. Der 21-Jährige reiste nach einer herausragenden Saison für den Premier-League-Giganten zur Weltmeisterschaft, und Guehi lobte ihn als Spieler, „den nichts aus der Ruhe bringt“. Als O’Reilly nach der Herausforderung gefragt wurde, gegen Mexiko in deren eigenem Stadion zu spielen, bestätigte seine Antwort Guehis Einschätzung. „Ich liebe große Anlässe, Druck, all die Fans, die skandieren und dich anfeuern“, sagte er. „Ich denke, das wird das Beste aus uns herausholen, und wir sind bereit dafür. Die Bedingungen sprechen eher für sie, aber das ist keine Ausrede. Wir sind Top-Spieler, wir sind England. Ich denke, das wird für uns kein Problem sein.“
Mehr zu diesen Themen
Bronze erklärt ungewöhnliche Vertragsverlängerung
Lucy Bronze hat ihren Vertrag beim FC Chelsea um ein Jahr verlängert – ungewöhnlich für die England-Legende, die sonst oft ablösefrei wechselte. Nach einer enttäuschenden Saison erklärt sie ihre Entscheidung und blickt auf die WM 2027 in Brasilien.

WM 2026: Das machen die Kult-Helden heute
Elijah Just, Vozinha und Co. sorgten bei der WM 2026 für Furore. Nun geht ihr Weg weiter: Neue Klubs, Champions League und Rekorde. Ein Überblick über die Stars von morgen.

FIFA: Sieben Talente für Japans neue Ära
FIFA stellt sieben junge japanische Fußballtalente vor, die unter dem neuen Trainer Go Oiwa die Zukunft des Landes prägen könnten. Von Innenverteidigern bis zu Stürmern – die Auswahl verspricht eine vielversprechende Generation.

England U20s coach: Uefa-Boykott? Wir machen weiter
Englands U20-Trainerin Lydia Bedford bleibt gelassen trotz Uefa-Boykottdrohung gegen die Frauen-WM. Sie konzentriert sich auf die Vorbereitung, während Spielerinnen wie Weronika Arasniewicz den Boykott ablehnen. Die Zukunft des Turniers in Polen ist ungewiss.


