England und das Undenkbare – DR Kongo vor einer historischen Chance

Kurzüberblick
England trifft im WM-Achtelfinale auf die DR Kongo. Thomas Tuchel warnt vor dem Außenseiter, der erstmals die K.o.-Runde erreicht hat. Ein Sieg wäre für die Kongolesen eine Sensation.
Für England geht es im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 gegen die Demokratische Republik Kongo um alles – und für die Afrikaner um eine historische Chance. Während die Three Lions unter Trainer Thomas Tuchel als Favorit ins Spiel gehen, warnt der deutsche Coach eindringlich vor der Qualität des Gegners. „Der Druck ist da, aber wir genießen ihn“, sagte Tuchel vor der Partie. Gleichzeitig betonte er, dass die DR Kongo „kein einfacher Gegner“ sei.
Der Außenseiter aus Zentralafrika
Die DR Kongo hat sich erstmals für die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team um Kapitän Chancel Mbemba, der bei Olympique Marseille spielt, überzeugte in der Gruppenphase mit disziplinierter Defensive und schnellen Kontern. Trainer Sébastien Desabre hat eine Mannschaft geformt, die taktisch flexibel auftritt und sich keinesfalls versteckt. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagte Desabre vor dem Spiel. „England ist der Favorit, aber wir glauben an unsere Chance.“
Englands Weg ins Achtelfinale
England qualifizierte sich souverän als Gruppensieger. Mit Siegen gegen Serbien und Slowenien sowie einem Unentschieden gegen Dänemark zeigte die Mannschaft um Kapitän Harry Kane eine solide Leistung. Dennoch gibt es Baustellen: Die Offensive um Phil Foden und Bukayo Saka fand nicht immer die Durchschlagskraft der vergangenen Turniere. Tuchel experimentierte in der Gruppenphase mit verschiedenen Formationen, was nicht immer aufging. „Wir müssen im Achtelfinale eine Schippe drauflegen“, forderte der Trainer.
Die Bedeutung des Spiels
Für die DR Kongo ist die Teilnahme an der K.o.-Runde bereits ein Erfolg. Das Land, das von politischen Unruhen und wirtschaftlichen Problemen geplagt ist, erlebt eine Welle der Begeisterung. Die Spiele werden in den Großstädten Kinshasa und Lubumbashi auf Public Viewing übertragen, Tausende feiern jede Aktion ihrer Mannschaft. Ein Sieg gegen England wäre „das Undenkbare“, wie es in kongolesischen Medien heißt. Für England hingegen geht es um die Bestätigung der eigenen Ambitionen. Nach dem Viertelfinal-Aus 2022 in Katar und dem verlorenen Finale der Europameisterschaft 2024 soll diesmal der Titel her. Tuchel, der erst seit kurzem im Amt ist, steht unter besonderer Beobachtung. „Jedes Spiel ist ein Endspiel“, sagte er.
Die Schlüsselspieler
Bei England ruhen die Hoffnungen auf Harry Kane, der in der Gruppenphase zwei Tore erzielte. Auch Jude Bellingham, der bei Real Madrid überzeugt, soll im Mittelfeld Akzente setzen. Die Defensive um John Stones und Kyle Walker muss jedoch aufpassen: Kongos Stürmer Cédric Bakambu, der in der türkischen Liga spielt, ist bekannt für seine Schnelligkeit und Abschlussstärke. „Er kann jederzeit ein Tor machen“, warnte Tuchel. Auch Mittelfeldregisseur Samuel Moutoussamy, der in Frankreich spielt, gilt als gefährlich.
Fazit
England geht als klarer Favorit ins Spiel, doch die DR Kongo hat in diesem Turnier bereits gezeigt, dass sie mit großen Teams mithalten kann. Ein Sieg der Afrikaner wäre eine der größten Sensationen der WM-Geschichte. Für England zählt nur ein Weiterkommen – alles andere wäre eine Enttäuschung. Das Spiel verspricht Spannung und Emotionen.
Mehr zu diesen Themen

Al-Ahli und Auckland FC eröffnen FIFA Intercontinental Cup 2026
Al-Ahli und Auckland FC eröffnen den FIFA Intercontinental Cup 2026 in Dschidda. Der Sieger trifft im September auf Mamelodi Sundowns. Das Turnier endet mit dem Finale gegen Paris Saint-Germain.
EFL-Podcast: Torwart-Defensivmann und Leicesters Sorgen
In der neuen Folge des 72+ EFL-Podcasts diskutieren Aaron Paul und Jobi McAnuff mit Tranmere-Trainer Darrell Clarke über die großen Geschichten der EFL. Dabei geht es um einen Verteidiger im Tor, einen Adebayor-Jubel und die überraschenden Spitzenreiter der Championship.
Uefa will Boykott-Drohung gegen Fifa offenbar fallen lassen
Die Uefa steht offenbar kurz davor, ihre Boykott-Drohung gegen Fifa-Wettbewerbe zurückzunehmen, nachdem sie Zusicherungen erhalten hat, dass der Plan von Gianni Infantino, Anteile an der WM zu verkaufen, nicht wiederholt wird. Das Thema wird am Donnerstag im Uefa-Exekutivkomitee besprochen.

FIFA Intercontinental Cup 2026: Alle Infos zur dritten Auflage
Die dritte Ausgabe des FIFA Intercontinental Cup™ startet im August mit Auckland FC gegen Al Ahli. Fünf Spiele entscheiden, wer Real Madrid und Paris Saint-Germain als Titelträger ablöst. Alle Details zu Terminen, Orten und Teilnehmern.



