Brahim Diaz: Ich gedeihe unter Druck

Kurzüberblick
Marokkos Spielmacher Brahim Diaz zeigt sich vor dem Viertelfinale gegen Frankreich selbstbewusst. Mit vier Vorlagen im Turnier will der 26-Jährige die verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren und sein Team ins Halbfinale führen.
Am Vorabend des Viertelfinals zwischen Marokko und Frankreich in Boston hat sich der marokkanische Spielmacher Brahim Diaz zu seiner Rolle als kreativer Kopf der Atlaslöwen geäußert. Der 26-Jährige, der bereits vier Vorlagen bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026™ beigesteuert hat, betonte seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – insbesondere nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ismael Saibari.
Druck als Antrieb
„Ich übernehme immer Verantwortung“, sagte Diaz in der Pressekonferenz vor dem Spiel und bezog sich dabei auf seine Erfahrungen bei Real Madrid. „Ich gedeihe unter Druck. Das sind die Spiele, an denen jeder Spieler teilnehmen möchte, und ich bin bereit. Ich fühle mich vor dem morgigen Spiel zuversichtlich und weiß, dass wir unser Bestes geben werden.“
Diaz‘ Kreativität hat Saibari zu drei Toren in diesem Turnier verholfen, doch der Neuzugang des FC Bayern München fällt nun verletzt aus. Ohne ihn müssen Diaz und seine Teamkollegen ihr Niveau noch einmal steigern, um die Mannschaft zu bezwingen, die vor vier Jahren in Katar ihren Traum vom Halbfinaleinzug beendete.
Gegner mit Real-Madrid-Verbindung
Im Boston Stadium, das für jedes Spiel bisher ausverkauft war, trifft Marokkos kreativer Dreh- und Angelpunkt auf zwei seiner Madrider Kollegen: Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni, der fast wieder fit ist, und den formstarken Kylian Mbappé, der bereits sieben Tore im Turnier erzielt hat. „Sie sind außergewöhnliche Spieler und wunderbare Menschen“, sagte Diaz. „Morgen werden wir jedoch Gegner sein, und wir alle wollen gewinnen. Das ist alles, was zählt. Ich vertraue auf mein Team und weiß, dass wir eine großartige Leistung abliefern werden.“
Gegenüber den Franzosen stehen zudem Michael Olise, der mit fünf Vorlagen die Rangliste der Assists anführt, und Mbappé auf den Flügeln. Diaz selbst liegt mit vier Assists auf dem zweiten Platz.
Teamgeist als Trumpf
Trainer Mohamed Ouahbi betonte die Bedeutung des Zusammenhalts: „Unser Teamgeist ist unglaublich. Ich glaube, das macht in schwierigen Momenten den entscheidenden Unterschied aus. Es geht nicht nur um Erfahrung. Wir haben gesehen, dass erfahrene Mannschaften im Turnier ausgeschieden sind. Es wird eine so positive Atmosphäre zum Spielen sein.“
Marokko wird voraussichtlich auf Schlüsselspieler wie Torwart Yassine Bounou angewiesen sein, der im Elfmeterschießen gegen die Niederlande in der Runde der letzten 32 zum Helden wurde, sowie auf Achraf Hakimi – Mbappés engen Freund –, der erneut zentral für die Hoffnungen der Atlaslöwen sein wird. „Ich kann ihn nicht genug loben“, sagte Diaz über seinen Kapitän. „Er ist unser Skipper und der beste Rechtsverteidiger der Welt.“ Hakimi war es, der Diaz nach dem Achtelfinalsieg gegen Kanada, bei dem der offensive Mittelfeldspieler zwei Vorlagen beisteuerte, zu einem freudigen Jubel mit den marokkanischen Fans ermutigte.
Fokus auf die Teamleistung
„Meine Teamkollegen machen alles einfacher, weil wir eine eingeschworene Gemeinschaft sind“, sagte Diaz. „Morgen treffen wir auf einen der Favoriten, aber wir sind hier, weil wir mit Frankreich mithalten können und ebenfalls zu den Anwärtern gehören. Wir wollen morgen gewinnen. Wir werden alles geben und unser Bestes zeigen.“
Vieles könnte von Diaz‘ Fähigkeit abhängen, den Ball zu bekommen und das Spiel zu beeinflussen. Mit einem Kreativitätswert von 7,02 in den FIFA Power Rankings hat er im gesamten Turnier unterstrichen, wie einflussreich er sein kann. Auf die Frage, ob gegen Frankreich eine weitere Vorlage möglich sei, beeilte sich der marokkanische Spielmacher jedoch, das Lob mit seinen Kollegen zu teilen. Dies ist eine Teamleistung, und das wird in Boston wieder der Fall sein. Les Bleus wurden gewarnt.
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