Frankreich gegen Marokko: Viertelfinale der WM 2026 – Vorschau

Kurzüberblick
Marokko trifft im Viertelfinale der FIFA WM 2026 auf Frankreich und will die Halbfinal-Niederlage von 2022 rächen. Frankreich strebt als zweite europäische Mannschaft das dritte Finale in Folge an. Das Spiel findet am 9. Juli im Boston Stadium statt.
Marokko hat die Chance, die schmerzhafte Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich bei der WM 2022 in Katar zu rächen, wenn die beiden Teams am Donnerstag, den 9. Juli, im Viertelfinale der FIFA WM 2026 im Boston Stadium aufeinandertreffen. Frankreich, das sich als zweite europäische Nation nach Italien (1934–1938) das dritte Finale in Folge sichern will, steht vor einer Mannschaft, die 2022 als erste afrikanische Mannschaft das Halbfinale erreichte und nun erneut Geschichte schreiben möchte.
Frankreichs dominanter Weg ins Viertelfinale
Die Franzosen zeigten in der Gruppenphase eine beeindruckende Leistung und gewannen alle drei Spiele der Gruppe I: 3:1 gegen Senegal, 3:0 gegen Irak und 4:1 gegen Norwegen. Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise sorgten dabei für Torgefahr. Im Sechzehntelfinale besiegte Frankreich Schweden souverän mit 3:0, wobei Bradley Barcola bewies, dass die Offensive der „Les Bleus“ weit über das bekannte Trio hinausgeht. Im Achtelfinale zeigte die Mannschaft von Didier Deschamps dann Kampfgeist und setzte sich dank eines Elfmeters von Mbappé mit 1:0 gegen ein hartnäckiges Paraguay durch.
Marokkos holpriger, aber erfolgreicher Weg
Marokko, das zum dritten Mal in Folge an der WM teilnimmt, hatte einen etwas schwierigeren Weg. Nach einem beeindruckenden 1:1-Unentschieden gegen Brasilien zum Auftakt sicherte sich die Mannschaft von Mohamed Ouahbi mit einem 1:0-Sieg gegen Schottland und einem 4:2-Erfolg gegen Haiti den zweiten Platz in der Gruppe C. Im Sechzehntelfinale rettete Issa Diop mit einem späten Kopfballtor die Verlängerung gegen die Niederlande, in der Marokko im Elfmeterschießen die Oberhand behielt. Im Achtelfinale besiegte Marokko die Co-Gastgeber Kanada mit 3:0, wobei Azzedine Ounahi zwei Tore erzielte und Soufiane Rahimi den Schlusspunkt setzte.
Historische Begegnung und Stadion-Atmosphäre
Die beiden Mannschaften trafen bisher erst einmal bei einer Weltmeisterschaft aufeinander: im Halbfinale 2022 in Katar. Damals brachte Theo Hernandez Frankreich in der fünften Minute in Führung, und Randal Kolo Muani sorgte mit seinem Tor in der Schlussphase für den 2:0-Endstand. Das Boston Stadium, Heimstätte der MLS-Mannschaft New England Revolution und des NFL-Teams New England Patriots, wurde für die WM umfassend renoviert. Eine 22.000 Quadratmeter große Videowand und ein 22-stöckiger Leuchtturm gehören zu den Neuerungen. Frankreich gewann hier bereits 4:1 gegen Norwegen, Marokko feierte einen 1:0-Sieg gegen Schottland.
Der Sieger dieses Viertelfinales trifft am 14. Juli in Dallas im Halbfinale auf Portugal, Spanien, die USA oder Belgien. Informationen zu Übertragungen und Tickets finden Fans auf den offiziellen FIFA-Seiten.
Mehr zu diesen Themen

USA-Stürmer Folarin Balogun für Belgien-Spiel verfügbar
Die FIFA hat die automatische Spielsperre für US-Stürmer Folarin Balogun für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Damit steht der 25-Jährige für das Achtelfinale gegen Belgien zur Verfügung. Die USA streben ihr erstes Viertelfinale seit 2002 an.

Fifa beruft sich auf Artikel 27 des Disziplinarreglements für mögliche Aufhebung der Balogun-Sperre
Die Fifa verweist auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der eine Aufhebung der Sperre von Leon Balogun ermöglichen könnte. Der Fall könnte weitreichende Auswirkungen auf die Auslegung von Disziplinarregeln im Fußball haben.

Thiago Alcântara über mögliche Rolle im Trainerteam von Andoni Iraola: „Ich habe nicht genug Lizenzen“
Thiago Alcântara hat klargestellt, dass er derzeit nicht über die erforderlichen Trainerlizenzen verfügt, um im Stab von Andoni Iraola zu arbeiten oder als Coach beim FC Liverpool tätig zu sein. Der ehemalige Mittelfeldspieler äußerte sich in einem Interview mit Rio Ferdinand.

Deschamps verteidigt Mbappé: „Sein öffentliches Bild spiegelt nicht die Realität wider“
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat sich vehement gegen die Darstellung von Kylian Mbappé als „Diktator“ gewehrt. Er betont, der Superstar sei reif, werde vom gesamten Team geschätzt und sei ein vorbildlicher Kapitän.



