FA kritisiert FIFA nach VAR-Fehler bei Quansah-Rot: Zwei-Spiele-Sperre bestätigt

Kurzüberblick
Der englische Fußballverband (FA) hat bei der FIFA offiziell Beschwerde eingelegt, weil der VAR-Prozess bei der Roten Karte gegen Jarell Quansah nicht korrekt befolgt wurde. Der Schiedsrichter sah zuerst ein Standbild statt einer Echtzeit-Wiederholung.
Der englische Fußballverband (FA) hat bei der FIFA eine formelle Beschwerde eingereicht, weil der VAR-Prozess bei der Roten Karte gegen Jarell Quansah nicht korrekt befolgt wurde. Wie aus Verbandskreisen verlautet, habe der Schiedsrichter bei der Überprüfung zunächst ein Standbild betrachtet, obwohl die Regeln eine Echtzeit-Wiederholung vorschreiben. Die FIFA wies den Antrag auf Strafmilderung zurück, sodass die ursprüngliche Sperre von zwei Spielen bestehen bleibt.
Hintergrund des Vorfalls
Der Vorfall ereignete sich im Viertelfinale der Frauen-Weltmeisterschaft, in dem England am Samstag auf Norwegen trifft. Quansah, eine Schlüsselspielerin der englischen Nationalmannschaft, erhielt die Rote Karte nach einer umstrittenen Entscheidung. Die FA argumentierte, dass der VAR-Eingriff nicht den FIFA-Richtlinien entsprach, da der Schiedsrichter ein Standbild nutzte, anstatt die Szene in Echtzeit zu analysieren. Dies könnte die Wahrnehmung der Aktion verzerrt haben.
Regelwerk und Konsequenzen
Laut FIFA-Regularien ist bei VAR-Überprüfungen die Betrachtung von Echtzeit-Wiederholungen vorgeschrieben, um subjektive Fehlinterpretationen zu vermeiden. Die FA forderte eine Aufhebung oder Reduzierung der Sperre, doch die FIFA lehnte ab. Somit muss Quansah zwei Spiele aussetzen – verpasst also das Halbfinale, sollte England sich qualifizieren. Die englische Mannschaft steht nun vor der Herausforderung, ohne eine ihrer wichtigsten Spielerinnen auszukommen.
Reaktionen und Ausblick
Die FA zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung der FIFA, betonte aber, dass man den Prozess respektiere. Die Spielerin selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich. Das Spiel gegen Norwegen wird für England richtungsweisend sein: Ein Sieg würde den Weg ins Halbfinale ebnen, in dem Quansah dann fehlen würde. Die Diskussion um die VAR-Anwendung könnte jedoch weiter anhalten und möglicherweise zu einer Überprüfung der Richtlinien führen.
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