Wales drängt auf Aufstockung der Frauen-EM auf 24 Teams

Kurzüberblick
Der walisische Fußballverband FAW fordert die UEFA auf, die Frauen-Europameisterschaft von 16 auf 24 Mannschaften zu vergrößern, analog zum Männerwettbewerb. Der Vorstoß zielt darauf ab, die Entwicklung des Frauenfußballs in kleineren Nationen zu fördern.
Der walisische Fußballverband (Football Association of Wales, FAW) hat eine offizielle Forderung an die Europäische Fußball-Union (UEFA) gerichtet, die Frauen-Europameisterschaft künftig mit 24 statt wie bisher 16 Mannschaften auszutragen. Damit soll das Turnier an den Modus der Männer-EM angeglichen werden, der seit der Erweiterung im Jahr 2016 ebenfalls 24 Teilnehmer umfasst.
Hintergrund der Initiative
Die FAW argumentiert, dass eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes mehr Nationen die Chance auf eine Teilnahme an einem großen Turnier geben würde. Dies sei entscheidend, um das Wachstum des Frauenfußballs in ganz Europa zu fördern. Der walisische Verband sieht sich dabei als Sprachrohr kleinerer Fußballnationen, die von einer solchen Reform profitieren würden. Wales selbst hat sich bisher noch nicht für eine Frauen-EM qualifiziert, kämpft aber in der aktuellen Qualifikation um einen Platz.
Vergleich mit dem Männerfußball
Die Männer-Europameisterschaft wurde 2016 von 16 auf 24 Teams erweitert, was zu einer größeren Vielfalt an Teilnehmern führte. Die FAW sieht in diesem Schritt ein Vorbild für den Frauenfußball. „Die Ausweitung des Turniers würde nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch die Popularität des Frauenfußballs in Ländern erhöhen, die bisher selten im Rampenlicht stehen“, so ein Sprecher des Verbandes.
Reaktionen und Ausblick
Die UEFA hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorschlag geäußert. Allerdings wird erwartet, dass die Diskussion über eine mögliche Aufstockung im Rahmen der nächsten Turnierplanungen aufkommt. Die nächste Frauen-EM findet 2025 in der Schweiz statt, das Teilnehmerfeld bleibt vorerst bei 16 Mannschaften. Eine Entscheidung über eine Erweiterung könnte frühestens für die Austragung 2029 fallen.
Befürworter der Reform weisen darauf hin, dass die Frauen-Weltmeisterschaft bereits 2023 von 24 auf 32 Teams aufgestockt wurde, was zu einer größeren globalen Beteiligung führte. Eine ähnliche Entwicklung bei der EM könnte den europäischen Frauenfußball weiter voranbringen. Kritiker hingegen warnen vor einer möglichen Verwässerung der sportlichen Qualität, falls zu viele schwächere Teams teilnehmen.
Die FAW bleibt optimistisch und will den Druck auf die UEFA aufrechterhalten. „Wir werden weiterhin für eine gerechtere Repräsentation im europäischen Frauenfußball kämpfen“, betonte der Verband.
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