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Speed-Dating, Haie und „Hunted“: Die ungewöhnlichsten Vorbereitungen der WSL 2Die Vorbereitung auf die neue Saison der Women's Super League 2 ist in vollem Gange – und einige Klubs setzen auf außergewöhnliche Teambuilding-Aktionen.

Speed-Dating, Haie und „Hunted“: Die ungewöhnlichsten Vorbereitungen der WSL 2

Aktualisiert 4 min read

Kurzüberblick

Die Vorbereitung auf die neue Saison der Women's Super League 2 ist in vollem Gange – und einige Klubs setzen auf außergewöhnliche Teambuilding-Aktionen.

Die Vorbereitung auf eine neue Saison ist in der Regel geprägt von intensivem Fitnesstraining, taktischen Einheiten und der Integration neuer Spielerinnen. Doch in der Women's Super League 2 (WSL 2) nutzen viele Klubs die Sommermonate auch für außergewöhnliche Teambuilding-Maßnahmen, die weit über das Übliche hinausgehen. Mit dem Start der WSL-2-Saison am 4. September haben die Vereine ihre Kader nicht nur sportlich geformt, sondern auch durch kreative Aktivitäten zusammengeschweißt.

BBC Sport hat sich bei einigen Klubs umgehört und dabei bemerkenswerte Geschichten aus den Trainingslagern zusammengetragen – von Speed-Dating über ein Real-Life-Spiel nach dem Vorbild der TV-Show „Hunted“ bis hin zu unerwarteten Begegnungen mit Meeresbewohnern.

Speed-Dating, „Hunted“ und Delfine: Teambuilding der besonderen Art

Mehrere Klubs verbrachten Teile ihrer Vorbereitung im Ausland. Nottingham Forest reiste nach Kanada, wo die Mannschaft nicht nur trainierte, sondern auch einen Tag in einem Wildtierzentrum verbrachte. Die Spielerinnen teilten Fotos mit den Tieren in den sozialen Medien. Doch das Highlight war eine von Trainer Tom Mallinson organisierte Speed-Dating-Aktion, die den neuen Spielerinnen helfen sollte, sich besser kennenzulernen.

Die Idee: Jeweils zwei Spielerinnen wurden zusammengebracht und sollten sich gegenseitig sagen, was sie an der anderen schätzen und welche Stärken sie mitbringen. „Es war wirklich herzerwärmend, weil wir jedes Mal einen anderen Partner hatten. Die Fragen waren zum Beispiel: ‚Was bringt deine Partnerin ins Team?‘“, erzählt Forest-Kapitänin Georgia Brougham. „Es hat den Spielerinnen das Gefühl gegeben, wertgeschätzt zu werden. Ich glaube, das war ein Moment, in dem sich alle auf der Reise wirklich verbunden gefühlt haben. Eine der Spielerinnen sagte, sie habe in mir eine Schwester gefunden. Sie ist Schwedin und natürlich weit weg von zu Hause, aber sie sagte, sie fühle sich sicher und könne einfach sie selbst sein. Es war nicht erzwungen, das war schön.“

Der Sheffield United verbrachte einen Tag mit einer realen Version der Channel-4-Show „Hunted“. Das Ziel: Die Spielerinnen mussten zusammenarbeiten, um nicht von den Verfolgern gefasst zu werden. „Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was da genau passiert ist! Wir sind einfach im Wald hintereinander hergerannt“, sagt Joy Ralph von Sheffield United. „Wir haben es irgendwo im Peak District gemacht. Es ist der TV-Show sehr ähnlich. Es hat Spaß gemacht!“

Torhüterin Fran Stenson, die im Sommer von Southampton zu Sunderland gewechselt ist, erkundete mit ihren neuen Teamkolleginnen die Küste und erlebte dabei eine Überraschung: „Wir waren an ein paar Orten am Strand. Einmal waren dort Delfine. Das hatte ich nicht erwartet“, so Stenson. „Zuerst dachte ich, es sei ein Hai. Ich dachte: ‚Nein, sehe ich das richtig?‘ Es waren viele Fotografen da, und ich sah eine größere Flosse. Ein Mann neben mir sagte mir, ich solle aufs Meer schauen, weil sie alle spielten, und ich erkannte, dass es Delfine waren, keine Haie. Das war auch einer meiner ersten Tage.“

Militärischer Trip im Lake District und neue Hobbys

Bei den Wolves sorgte die Ankündigung eines Trainingslagers im Lake District zunächst für gemischte Gefühle. „Es gab Gerüchte, ob wir uns Schlamm ins Gesicht schmieren müssten, weil unser Trainer bei der RAF ist“, verrät Torhüterin Emily Orman. „Alle hatten Angst, dass es eine ziemlich militärische Reise im Lake District werden würde! Wir sind einen Wasserfall hinunter abgeseilt, es gab ein bisschen Fitness und Lagerfeuer – eher Teambuilding-Sachen. Aber einige waren besorgt um ihre Hautpflegeroutine.“

Abseits der Teambuilding-Aktivitäten nutzten einige Spielerinnen die Vorbereitungszeit, um ihren Hobbys nachzugehen. Orman, die im Sommer von London City Lionesses zu den Wolves gewechselt ist, hat eine neue Leidenschaft für Videospiele entdeckt. „Mein Freund hat mich sozusagen in Videospiele indoktriniert, weil es sein schlauer Weg war, selbst spielen zu können“, sagt Orman. „Er hat mir einen neuen Computer besorgt und gesagt: ‚Schau dir das an‘. Er hat mich mit dieser Sucht geplagt.“

Darüber hinaus hat Orman ihre Begeisterung für Dokumentarfilme weiterentwickelt, die während ihrer Genesung von einer Handgelenksverletzung in der letzten Saison entstanden ist. In dieser Zeit arbeitete sie als Co-Kommentatorin und begann, sich in Medienrollen auszuprobieren, inklusive eines eigenen YouTube-Kanals. „Ich bin wirklich leidenschaftlich daran interessiert, in Zukunft Dokumentationen zu machen“, erklärt Orman. „Im Moment versuche ich, mich daran zu gewöhnen, vor der Kamera zu stehen, zu filmen und zu schneiden – mit einfachen Vlogs. In Zukunft würde ich gerne Frauen im Sport erkunden. Ich liebe Louis Theroux und Stacey Dooley. Ich würde gerne mehr lernen. Ich glaube, deshalb hat mir die Kommentatorenrolle so gut gefallen. Ich mag Kontext. Fußball ist eine weitere Möglichkeit, mit so vielen verschiedenen Menschen aus verschiedenen Ländern in einem Team zu arbeiten. Das genieße ich.“

Die WSL-2-Saison beginnt am 4. September, und die Klubs haben in der Vorbereitung nicht nur an der Fitness gearbeitet, sondern auch gezeigt, dass Teamgeist und persönliche Entwicklung oft Hand in Hand gehen. Die Geschichten aus den Trainingslagern verdeutlichen, dass die Spielerinnen nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon zusammenwachsen – und dabei jede Menge unvergessliche Erlebnisse sammeln.

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