Maldini und Leonardo treten nach nur zehn Tagen als italienische Verbandsfunktionäre zurück

Kurzüberblick
Paolo Maldini und Leonardo haben ihre Ämter als Technischer Direktor und Berater des italienischen Fußballverbands niedergelegt. Der Rückzug erfolgte nur zehn Tage nach ihrer Ernennung, da Präsident Malagò die Ernennung von Andrea Pirlo zum Nationaltrainer ablehnte.
Nur zehn Tage nach ihrer Ernennung haben Paolo Maldini und Leonardo ihre Positionen beim italienischen Fußballverband (FIGC) niedergelegt. Maldini war als Technischer Direktor vorgesehen, Leonardo als Berater. Der überraschende Rücktritt erfolgte, nachdem FIGC-Präsident Gabriele Malagò die von den beiden favorisierte Ernennung von Andrea Pirlo zum neuen Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft blockiert hatte.
Hintergründe des Zerwürfnisses
Laut übereinstimmenden Medienberichten lehnte Malagò die Berufung Pirlos aufgrund dessen geschäftlicher Verbindungen zu russischen Marken ab. Maldini und Leonardo bestanden jedoch auf Pirlo als Wunschkandidaten und zogen aus Protest die Konsequenzen. Der Konflikt eskalierte innerhalb weniger Tage und führte zum sofortigen Rückzug der beiden Fußballlegenden.
Die Rolle von Andrea Pirlo
Andrea Pirlo, Weltmeister von 2006 und langjähriger Mittelfeldregisseur von AC Mailand und Juventus Turin, hatte zuvor nur begrenzte Trainererfahrung gesammelt. Er trainierte unter anderem Juventus Turin und die türkische Mannschaft Fatih Karagümrük. Seine Verbindungen zu russischen Unternehmen, insbesondere als Markenbotschafter, wurden von Malagò offenbar als unvereinbar mit der Position des Nationaltrainers angesehen.
Auswirkungen auf den italienischen Fußball
Der Rücktritt von Maldini und Leonardo ist ein schwerer Schlag für die FIGC, die nach dem verpassten Einzug in die Weltmeisterschaft 2022 einen Neuanfang anstrebte. Maldini, eine Ikone des italienischen Fußballs, und Leonardo, ein erfahrener Sportdirektor, sollten die sportliche Neuausrichtung vorantreiben. Nun steht der Verband ohne seine beiden prominenten Neuzugänge da und muss die Suche nach einem neuen Nationaltrainer fortsetzen.
Die FIGC hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorfällen geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob Präsident Malagò einen alternativen Kandidaten für das Traineramt präsentieren wird oder ob die Personalie Pirlo doch noch auf den Weg gebracht werden kann.
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