Maddy Cusack: Untersuchung vertagt – Beweisanforderung führt zu Verzögerung

Kurzüberblick
Die Untersuchung zum Tod der ehemaligen Sheffield-United-Spielerin Maddy Cusack wurde bis Dezember vertagt. Grund ist die Anforderung weiterer Dokumente, insbesondere medizinischer Unterlagen, die der Verein bereitstellen soll.
Die gerichtliche Untersuchung zum Tod der ehemaligen Fußballspielerin von Sheffield United, Maddy Cusack, ist bis Dezember vertagt worden. Grund ist die Notwendigkeit, weitere Beweise anzufordern, insbesondere medizinische Unterlagen, die der Verein bereitstellen soll.
Hintergrund des Falls
Die 27-jährige Cusack wurde am 20. September 2023 von ihrem Vater David bewusstlos im Familienhaus in Horsley, Derbyshire, aufgefunden und noch am selben Tag für tot erklärt. Die Untersuchung, die am 29. Juni am Chesterfield Coroner's Court begann, sollte ursprünglich am 27. Juli abgeschlossen werden.
Die stellvertretende Gerichtsmedizinerin Sophie Cartwright KC entschuldigte sich bei Cusacks Familie für die Verzögerung, bevor sie die Anhörung auf den 7. Dezember vertagte. Dies gibt Sheffield United Zeit, nach Dokumenten zu suchen, die mit Cusacks medizinischen Unterlagen in Verbindung stehen.
Vorwürfe gegen den Trainer
Im Rahmen der Untersuchung wurde bekannt, dass Cusacks Familie in den Wochen nach ihrem Tod eine schriftliche Beschwerde an Sheffield United geschickt hatte. Darin wurden Probleme aufgeführt, die angeblich aus ihrer Arbeitsbeziehung mit dem Trainer des Vereins, Jonathan Morgan, resultierten. Cusacks Mutter Deborah bezeichnete den Trainer als „Nemesis“ ihrer Tochter und fügte hinzu, er habe abfällige Bemerkungen über ihr Gewicht und ihre Beziehung gemacht, um sie „klein zu machen“ und „die Kontrolle zu behalten“.
Grace Riglar, die für das Team spielte und mit Cusack liiert war, sagte vor Gericht aus, Cusack sei „ängstlich“ gewesen, als Morgan zum Verein stieß, da sie bereits negative Erfahrungen mit ihm bei Leicester City gemacht hatte.
Morgan selbst sagte unter Eid, er habe bei seinem Amtsantritt als Trainer von Sheffield United keine Bedenken bezüglich seiner Beziehung zu Cusack gehabt. Er habe ihr einen Vollzeitvertrag angeboten und sei „wirklich glücklich“ gewesen, sie im Team zu haben.
Allerdings wurde in der Untersuchung bekannt, dass Morgan dem englischen Fußballverband (FA) gegenüber erklärt hatte, Cusack sei „grundsätzlich eine Lügnerin“ und habe „viele Informationen ausgelassen“, als sie mit ihrer Familie über sein Verhalten sprach. Zudem hatte er die Spielerin bereits entlassen, als er Trainer bei Leicester City war.
Verzögerung und weitere Ermittlungen
Am Donnerstag erklärte Cartwright, dass die Untersuchung verschoben werden müsse, um weitere Informationen zu Cusacks medizinischen Unterlagen anzufordern. Sheffield United werde aufgefordert, seine Microsoft-Teams-Ordner und Google-Drive-Aufzeichnungen nach relevanten Informationen zu durchsuchen. Zudem solle eine Überprüfung ihrer Gesundheitsdaten auf dem vereinseigenen System in den Monaten vor ihrem Tod erfolgen.
Bereits zuvor hatte der Vereinsarzt von Sheffield United, Dr. Subhasis Basu, ausgesagt, dass Cusacks medizinische Unterlagen aus ihrer Zeit beim Verein verloren gegangen seien. Cartwright kündigte an, mehrere Zeugen erneut vorzuladen, darunter Basu und die Physiotherapeutin Francesca Carr. Auch Cusacks Mutter Deborah könnte erneut aussagen.
Die Untersuchung soll nach ihrer Wiederaufnahme voraussichtlich fünf Tage dauern. Cartwright wandte sich an Cusacks Familie und sagte: „Ich weiß, wie lange Sie auf diese Untersuchung gewartet haben. Es tut mir aufrichtig leid für die Familie und die ordnungsgemäß beteiligten Personen. Die Hoffnung, dass wir heute oder morgen abschließen würden, wird sich aus Ihnen bekannten Gründen nicht erfüllen.“
Mehr zu diesen Themen

Ayyoub Bouaddi: „Ich bin stolz, Marokko zu vertreten“
Der marokkanische Nationalspieler Ayyoub Bouaddi betont, dass er seine Entscheidung, für Marokko zu spielen, nie bereut hat. Er sei stolz darauf, sein Herkunftsland zu vertreten, und habe keinerlei Bedauern, Frankreich nicht gewählt zu haben.

De La Fuente schwärmt von Messi: „Er sieht aus wie 19 oder 23“
Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente hat Lionel Messi für dessen außergewöhnliche Leistungen gelobt. Er betonte, dass der Argentinier nicht nur reif, sondern vor allem hoch engagiert sei und als Vorbild für alle diene.

Frankreich erreicht das Halbfinale der FIFA-Weltmeisterschaft
Die französische Nationalmannschaft hat sich durch einen Sieg im Viertelfinale für das Halbfinale der FIFA-Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team trifft nun auf einen der verbleibenden Gegner im Turnier.

Deschamps fordert '100-prozentige Effizienz' gegen Marokko
Frankreichs Trainer Didier Deschamps verlangt vor dem Viertelfinale gegen Marokko eine noch höhere Effizienz von seinen Stürmern. Trotz 14 Toren in fünf Spielen sieht der 2018er-Weltmeister Luft nach oben. Das Spiel in Boston entscheidet über den Einzug ins Halbfinale.



